Jugendspieler gefährdet

Wegen Kopfbällen: US-Eltern wollen FIFA verklagen

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Das Kopfballspiel ist einer US-amerikanischen Elterninitiative beim Jugendfußball ein Dorn im Auge. Sie verklagt deshalb die FIFA.

Washington - Weil Kopfbälle gesundheitsgefährdend sein sollen, klagt eine Eltern-Initiative in den USA gegen den Fußball-Weltverband FIFA und einige US-Verbände.

Wie die britische BBC am Donnerstag berichtet, reichte eine Gruppe junger Fußballer und deren Eltern eine Sammelklage im US-Bundesstaat Kalifornien wegen der nach ihrer Ansicht gesundheitsgefährdenden Technik ein.

"Im Fußball gibt es eine Epidemie an Gehirnerschütterungen auf allen Ebenen auf der ganzen Welt, darunter auch in den USA, von Jugendlichen bis zu Profis", heißt es in der Klageschrift. Des Weiteren würden die Sportgremien bislang „nachlässig und fahrlässig“ mit dem Schutz junger Spieler umgehen. 

Die FIFA solle neue Sicherheitsregeln schaffen, um Nachwuchskicker besser abzusichern. So soll die Anzahl der Kopfbälle limitiert werden. Denn vor allem das Kopfballspiel sei für junge Fußballer gesundheitsgefährdend, da ihre Nackenmuskulatur noch nicht stark genug ausgebildet sei, um die einwirkenden Kräfte des Balles auf den Kopf abzufedern. Die Initiative regt unter anderem ein wissenschaftliches Überwachungsprogramm an, das die Gesundheitsschäden eines zu intensiven Kopfballspiels untersuchen soll.

FIFA-Sprecherin Delia Fischer äußerte sich nicht zu der Klage mit der Begründung, dass sie ihr noch nicht vorliege. „Die Vermeidung und Behandlung von Kopfverletzungen genießt bei der FIFA aber hohe Priorität“, sagte Fischer der Agentur Bloomberg.

dpa/SID

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