Hauptstadtklub liegt auf Rang 4

„Ich bin geschockt“: Union Berlin entlässt völlig überraschend Trainer Keller

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Jens Keller ist nicht mehr Trainer des 1. FC Union Berlin.

Überraschung in der 2. Bundesliga: Der 1. FC Union Berlin hat sich auf Rang vier liegend von Trainer Jens Keller getrennt. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Zweitligist Union Berlin hat sich überraschend von seinem Trainer Jens Keller (47) getrennt. Wie der Verein am Montag mitteilte, wurden Keller und Co-Trainer Henrik Pedersen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nachfolger auf dem Cheftrainer-Posten wird der bisherige U19-Coach und Kellers Vorgänger Andre Hofschneider. Der Vertrag Kellers hat noch eine Laufzeit bis 30. Juni 2018. 

"Es ist ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten. Mit unserer Spielweise und den Ergebnissen der letzten Wochen werden wir nicht den Ansprüchen gerecht, die wir klar formuliert und mit der Gestaltung des Kaders im Sommer deutlich untermauert haben", sagte Lutz Munack, Geschäftsführer Sport bei den Berlinern. Am Sonntag hatte Union beim VfL Bochum mit 1:2 (1:1) verloren. Es war die dritte Partie ohne Sieg in Folge für den Aufstiegsaspiranten, aktuell steht Berlin auf Rang vier der Tabelle. Am Abend kann jedoch der FC Ingolstadt noch vorbeiziehen.

Fehlende Kontinuität in den Leistungen sei laut Munack ein weiterer Grund für die Demission Kellers. "Unser Vertrauen darin, in der bestehenden Konstellation Konstanz in unsere sportlichen Leistungen zu bekommen, ist nicht mehr gegeben", sagte Munack: "Wir haben uns deshalb entschieden, unverzüglich zu handeln. Vor uns liegen zwei enorm wichtige Spiele, die wir erfolgreich bestreiten wollen." Union empfängt am kommenden Samstag Dynamo Dresden zum Ostderby, am 15. Dezember ist Bundesliga-Absteiger Ingolstadt zu Gast.

Keller zeigte sich von der plötzlichen Trennung überrumpelt. "Ich bin geschockt und kann es nicht verstehen. Wir waren in der vergangenen Woche noch in guten Gesprächen über einen neuen Vertrag", sagte er ran.de. Im Vorjahr hatte der frühere Trainer von Schalke 04 und des VfB Stuttgart Union von Hofschneider übernommen. Damals hatte Hofschneider die Mannschaft interimsweise betreut und sie auf Platz sechs geführt. Keller war in der abgelaufenen Saison Vierter geworden.

SID

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