Tah fällt aus

U21 verspricht für Start in EM-Quali Steigerung

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Die U21-Nationalspieler sind mit der 1:2-Niederlage gegen Außenseiter Ungarn nicht zufrieden. Foto: Friso Gentsch

Beim 1:2 im Test gegen Ungarn lief nicht alles rund. Zum Start in die EM-Qualifikation gegen das Kosovo soll die neu formierte U21 nun ihr Potenzial abrufen. Das Ziel von Trainer Kuntz bis Dienstag: Eine besser eingespielte und gut vorbereitete Startelf formen.

Osnabrück (dpa) - In der idyllischen Holtel-Residence Klosterpforte Marienfeld nutzen Stefan Kuntz und seine U21 die Ruhe und Zeit für Analysen, Training und Gespräche.

Bis zum Start in die EM-Qualifikation gegen das Kosovo am 5. September will der Fußball-Europameister das 1:2 im Testspiel mit vielen Debütanten und Experimenten gegen Ungarn aufarbeiten. "Wir ziehen jetzt die richtigen Schlüsse daraus, um am Dienstag die bestmöglichste und schlagkräftigste und effizienteste Truppe zusammenzustellen", sagte Nationalcoach Kuntz.

Gegen U21-Debütant Kosovo, das bereits zwei Siege gegen Norwegen feierte und die Gruppe 5 anführt, wollen seine Nachwuchs-Fußballer in Osnabrück endlich ihr Potenzial abrufen und mit drei Punkten in die Quali starten. "Ich glaube, wenn wir uns durch die weiteren Trainingseinheiten und das Zusammensein besser kennenlernen, wird am Dienstag eine Steigerung zu erkennen sein", versprach der Bremer Johannes Eggestein, bei der Niederlage gegen Ungarn in Paderborn einziger deutscher Torschütze und einer der Aktivposten in der Offensive.

Trainer Kuntz kündigte für die verbliebene Zeit im Teamquartier im Hotel Klosterpforte "viele Analysen, viele Gespräche, damit wir für Dienstag topfit und bereit sind" an. Das erste Testspiel nach dem EM-Triumph diente für den 54-Jährigen der Vorbereitung und dem Kennenlernen - die Niederlage gegen Ungarn war bei 14 Debütanten einkalkuliert. "Manchmal können Niederlagen ja auch was Gutes bewirken, und ich glaube, dass wir daraus viel lernen können", sagte Kuntz. "Am Dienstag werden wir uns extremst aufs Ergebnis fokussieren."

Verzichten muss der Nationaltrainer zum Start in die EM-Qualifikation auf seinen neuen Kapitän Jonathan Tah. Der Leverkusener reiste mit einer leichten Knieblessur als Vorsichtsmaßnahme ab. "Natürlich ist es schade, dass einer unserer Führungsspieler beim Start in die EM-Qualifikation nicht dabei sein kann, wir sind aber gerade in der Innenverteidigung im aktuellen Kader gut besetzt", sagte Kuntz. Gegen das Kosovo wird Schalkes Thilo Kehrer das Team als Kapitän anführen. "Thilo ist ein kommunikativer Typ, der Verantwortung übernimmt und etliche Erfahrungswerte von der EM mitbringt", sagte Kuntz.

Das Potenzial seiner völlig neu formierten Elf - nur fünf Europameister sind in Osnabrück noch dabei - sieht Kuntz ohnehin viel größer, als es der Auftritt gegen Ungarn vermuten lassen könnte. "Wir haben wahrscheinlich ein etwas schlechteres Spiel jetzt hinter uns, normalerweise machen wir keine zwei davon hintereinander", sagte er. Eggestein betonte, die neue Mannschaft brauche einfach "Zeit, um die Abläufe perfekt einzustudieren und dann auch umzusetzen".

Der Start in die EM-Qualifikation gegen das Kosovo ist für das Team der erste Schritt auf dem Weg zur Mission Titelverteidigung - doch soweit will aus der aktuellen U21-Generation noch niemand denken. "Zwei Jahre vor der EM glaube ich nicht, dass der Titelgewinn irgendwie eine Bürde oder ein zu großer Schatten ist", urteilte Trainer Kuntz. "Die EM ist erst in zwei Jahren, das heißt, die Spieler haben noch Zeit, um sich zu entwickeln."

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