Uth wieder einmal Matchwinner

Trotz Dauer-Diskussion um Nagelsmann: Hoffenheim schlägt Stuttgart per Dusel-Tor

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1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart.

Inmitten der leidigen Dauer-Diskussion um Julian Nagelsmann hat sich 1899 Hoffenheim zu einem schmeichelhaften Sieg gemüht.

Die Mannschaft des "Trainers des Jahres", der heftig mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wird, bezwang den auswärtsschwachen VfB Stuttgart mit 1:0 (0:0) und verhinderte den nächsten Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze. Mark Uth (81.) sorgte aus dem Gewühl für den TSG-Sieg. 

Nagelsmanns Name war seit der Entlassung von Peter Bosz als BVB-Trainer noch häufiger als ohnehin schon gefallen. Die jüngsten Gerüchte heizte zudem Mehrheitseigner Dietmar Hopp höchstpersönlich an, als er am Montag auf der Jahreshauptversammlung eine Ausstiegsklausel (2019) im bis zum 30. Juni 2021 gültigen Vertrag bestätigte. Für den Boulevard war es ein gefundenes Fressen, dass Nagelsmann am Dienstag die Partie des BVB in Mainz beobachtete - offiziell natürlich, weil die TSG am Samstag in Dortmund antritt. (Das könnte Sie auch interessieren: FC Bayern gegen den 1.FC köln im Live-Ticker)

Wagner fehlt, Nagelsmann „stand jetzt“ auch nächstes Jahr Trainer der TSG

Bereits vor Wochen war über Nagelsmanns Zukunft spekuliert worden, damals war jedoch noch Rekordmeister Bayern München der Top-Kandidat für ein Engagement gewesen. Die Diskussionen, die der Coach selbst mit einem Interview befeuert hatte, führten im Herbst zu einem Leistungsabfall und enttäuschenden Ergebnissen.

Immerhin berichtete Nagelsmann vor dem Baden-Württemberg-Derby am Sky-Mikrofon, dass er "Stand jetzt" auch in der kommenden Spielzeit die Hoffenheimer betreuen werde. Sandro Wagner wird dann wohl längst weg sein: Der Nationalspieler, der im Winter ziemlich sicher zu den Bayern wechselt, fehlte am Mittwoch vor 30.150 Zuschauern wegen Trainingsrückstands nach Adduktorenproblemen.

Das machte sich auch bemerkbar, die Gastgeber traten offensiv kaum in Erscheinung. Zudem wirkte Hoffenheim gegen giftige Stuttgarter, die durch Berkay Özcan (4.) die beste Chance der ersten halben Stunde besaßen, vor allem im Spielaufbau verunsichert. Einige unnötige Ballverluste waren auch zum Ärgernis von Nagelsmann die Folge.

Uth macht‘s im Nachsetzen

Als das Publikum angesichts der dürftigen Darbietung schon lautstark seinen Unmut bekundete, gab Nationalspieler Serge Gnabry (31.) für Hoffenheim den ersten Torschuss ab. Mit seinem Versuch nach einer schönen Einzelleistung verfehlte er die Führung aber um Zentimeter. Eine zweite gute Möglichkeit vergab Mark Uth (40.).

Mit dem Wiederbeginn der durchschnittlichen Partie übernahm Hoffenheim die Kontrolle - dies bedeutete freilich nicht, dass nun auch eine Angriffswelle nach der anderen auf den VfB zurollte. Auf die wenig inspirierten Aktionen konnte sich die Stuttgarter Hintermannschaft um den aufmerksamen Holger Badstuber prima einstellen.

Erst in der 81. Minute wurde der Druck auf die VfB-Abwehr zu groß: Den Versuch von Pavel Kaderabek konnten die Gäste noch von der Torlinie kratzen, im Nachsetzen hatte Uth aus fünf Metern keine Mühe.

sid

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