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Rückkehr perfekt: Buffon spielt wieder für Juventus

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Gianluigi Buffon kehrt zu Juventus Turin zurück. Foto: Martin Rickett/PA Wire

Juventus Turin beglückt seine Fans mit der Rückkehr von Torwart-Ikone Gianluigi Buffon. Der 41-Jährige soll beim italienischen Rekordmeister eine neue Rolle einnehmen.

Update 4. Juli, 16.09 Uhr:  "Amore mio" - eine ältere Dame mit Hut streichelte immer wieder zärtlich über den rechten Arm von Gianluigi Buffon. Die Torwart-Ikone, lässige Sonnenbrille, schickes weißes Hemd und rote Hose, nahm den liebevollen Empfang auf dem Vereinsgelände von Juventus Turin mit einem strahlenden Lächeln entgegen. Der Weltmeister von 2006 ist zurück bei seinem Herzensklub. Am Donnerstag absolvierte Buffon den Medizincheck, am Nachmittag kam die offizielle Bestätigung von Juve. Der Oldie erhielt einen Einjahresvertrag.

"Der Tag der großen Rückkehr von Gigi Buffon nach einem Jahr der Trennung ist gekommen", titelte die Gazzetta dello Sport, während der Klub seine Anhänger immer wieder mit Videoschnipseln in den Sozialen Medien fütterte. Bereits von 2001 bis 2018 war Buffon für Juve gehechtet, er gehört zu den größten Spielern der Klubgeschichte und wird nun wohl vorerst ein Jahr dranhängen. Als nominelle Nummer zwei hinter dem Stammkeeper Wojciech Szczesny.

Mit 41 Jahren verfolgt Buffon - nun im Team von Superstar Cristiano Ronaldo - trotz der neuen Rolle weiter große sportliche Ziele. Er will endlich den Henkelpott des Champions-League-Siegers in den Händen halten. Dieser Traum hatte ihn auch zu seinem "Seitensprung" im Sommer 2018 zu Paris St. Germain bewegt, den er mit der Meisterschaft beendete. Den erhofften Königsklassen-Coup verpasste Buffon aber mit dem Team von Thomas Tuchel. "Ich gehe bereichert und zufrieden mit der Erfahrung, die mich wachsen lässt", schrieb Buffon zum Abschied.

Nun kehrt er zurück und setzte auf die Führungsqualitäten von Cheftrainer Maurizio Sarri. Neue Stars wie Ajax-Youngster Matthijs de Ligt, der in Turin hoch im Kurs steht, könnten die Chancen auf einen Europacup-Triumph vergrößern. Die Champions League ist aber längst nicht das einzige Ziel von Buffon. Er will auch seine zehnte italienische Meisterschaft gewinnen und kann darüber hinaus Rekordspieler der Serie A werden: Paolo Maldini hat mit 648 Einsätzen nur sieben Partien mehr als Buffon absolviert.

Es ist damit zu rechnen, dass Buffon die Chance auf die Bestmarke eingeräumt wird. Er dürfte beim Klub der deutschen Profis Sami Khedira und Emre Can aber auch die Büroräume der Alten Dame Juve genauer inspizieren. Viele Beobachter rechnen damit, dass Buffon mit Ende seiner sportlichen Laufbahn ins Management aufrücken könnte. Doch soweit ist es noch nicht. Der "ewige Gigi" ist noch nicht fertig.

Buffon vor Rückkehr zu Juventus

News vom 4. Juli, 14.47 Uhr:

Turin (dpa) - Die Rückkehr von Torhüter-Legende Gianluigi Buffon zu Italiens Rekordmeister Juventus ist so gut wie perfekt. Am Donnerstag absolvierte der Keeper den Medizincheck in Turin.

Vorher und nachher umringten ihn die Fans. Der 41-Jährige gab bereitwillig Autogramme und stand für Selfies zur Verfügung. Nach dem spektakulären Transfer von Superstar Cristiano Ronaldo im vergangenen Jahr beherrscht Juve damit erneut die Schlagzeilen im italienischen Transfersommer.

Seit vergangener Woche zeichnet sich die Rückkehr von Buffon nach Turin ab. Dort war er von 2001 bis 2018 aktiv und war anschließend zum französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain unter Trainer Thomas Tuchel gewechselt. Im Mai 2018 hatte er sich eigentlich von Juventus verabschiedet - gewohnt emotional. Denn für viele sind Buffon und Juve untrennbar miteinander verbunden. Damals forderten Fans seine sofortige Heiligsprechung - jetzt haben sie ihn wieder.

In roter Hose, weißem Hemd, Sonnenbrille und mit einem breiten Lachen im Gesicht betrat Buffon jetzt das Medizincenter. "Ratet mal, wer am (Medizincenter) angekommen ist?", schrieb der Verein zuvor geheimniskrämerisch auf Twitter. Anschließend postete Juventus ein Video des 41-Jährigen während der Untersuchung. Buffon hielt immer wieder beide Daumen hoch ins Bild.

Medienberichten zufolge soll Buffon nun einen Vertrag für ein Jahr unterschreiben und eine Art "moralische Führungsfigur" und nicht mehr die Nummer Eins im Tor sein. Der Verdienst: 1,5 Millionen Euro, wie die "Gazzetta dello Sport" schreibt. Anschließend soll auf Buffon eine Führungsrolle in dem Verein warten.

Buffon war 2006 mit Italien Weltmeister geworden und ist mit 176 Einsätzen Rekordnationalspieler der Squadra Azzurra. Der Altmeister gilt nach wie vor als einer der besten Torhüter der Welt.

Zu wünschen ist ihm, dass am Ende seiner Karriere nicht ein ähnliches Debakel wie bei Roma-Kultfigur Francesco Totti steht. Der 42-Jährige war nach seiner Profi-Karriere im Management des Clubs geblieben. Im Juni kam es dann zum bitteren Abschied vom AS Rom. Totti begründete seinen Weggang mit Problemen innerhalb des Vereins und sprach von einer schwierigen Entscheidung. Seine Ideen seien nicht berücksichtigt worden.

dpa/sid

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