DFB-Pokal

Hoffenheim zittert, Freiburg müht sich, Leverkusen souverän

Hoffenheim setzte sich erst nach Elfmeterschießen gegen Chemnitz durch. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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Hoffenheim setzte sich erst nach Elfmeterschießen gegen Chemnitz durch. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Jonathan Schmid (M) erzielte in der Schlussphase das Freiburger Siegtor. Foto: Uwe Anspach/dpa
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Jonathan Schmid (M) erzielte in der Schlussphase das Freiburger Siegtor. Foto: Uwe Anspach/dpa
7500 Fußballfans sahen im Rostocker Ostseestadion die Partie zwischen der Hansa und dem VfB Stuttgart. Foto: Danny Gohlke/dpa
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7500 Fußballfans sahen im Rostocker Ostseestadion die Partie zwischen der Hansa und dem VfB Stuttgart. Foto: Danny Gohlke/dpa
Der VfB Stuttgart setzte sich beim Drittligisten Hansa Rostock nur knapp durch. Foto: Danny Gohlke/dpa
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Der VfB Stuttgart setzte sich beim Drittligisten Hansa Rostock nur knapp durch. Foto: Danny Gohlke/dpa
Die Leverkusener um Doppelpacker Nadiem Amiri (l) hatten gegen Norderstedt keine Probleme. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Die Leverkusener um Doppelpacker Nadiem Amiri (l) hatten gegen Norderstedt keine Probleme. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Im DFB-Pokal wird wieder vor Tausenden Fans gespielt. Chemnitz bringt Hoffenheim an den Rand einer Niederlage, Hansa Rostock verliert nur knapp. Der SC Freiburg macht sich in Mannheim das Leben schwer. Bayer Leverkusen, Finalist der Vorsaison, hat hingegen gar keine Mühe.

Berlin (dpa) - Tausende euphorische Fans in Rostock und Chemnitz gaben alles, die Favoriten wackelten bedenklich - doch der Pokal-Trend in Corona-Zeiten hat sich auch am Sonntag fortgesetzt. Die Profi-Clubs aus der Bundesliga waren nicht zu schlagen.

Die TSG Hoffenheim gewann beim Pflichtspiel-Debüt des neuen Trainers Sebastian Hoeneß vor 3095 Zuschauern beim Regionalligisten Chemnitzer FC mit großer Mühe mit 3:2 (2:2, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen. Aufsteiger VfB Stuttgart siegte vor sogar 7500 Fans knapp mit 1:0 (1:0) beim Drittligisten Hansa Rostock. Der SC Freiburg mühte sich am Abend vor einer wesentlich kleineren Kulisse von 452 Fans zu einem 2:1 (1:0) beim SV Waldhof Mannheim.

Bayer Leverkusen hatte dagegen gegen Regionalligist Eintracht Norderstedt beim 7:0 (6:0) überhaupt keine Mühe. Die Partie war wie etliche andere Spiele von Amateurvereinen wegen der Corona-Vorgaben ins Stadion des Erstligisten verlegt worden. Das machte es für die kleinen Clubs noch schwerer. Am Samstag hatten sich alle Bundesligisten durchgesetzt, am Freitag war Hertha BSC beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig ausgeschieden - eher eine Überraschung als Sensation.

Erstaunlich war auch der 2:0-Sieg von Regionalligist SSV Ulm gegen Zweitligist Erzgebirge Aue am Samstag. Am Sonntag düpierte Viertligist SV Elversberg zudem den Zweitligisten FC St. Pauli mit 4:2 (2:1). Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden warf am Abend den Bundesliga-Fast-Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit 1:0 (0:0) aus dem Wettbewerb. Darmstadt 98 rettete sich beim Drittligisten 1. FC Magdeburg nach einem 0:2 zur Halbzeit noch zum 2:2 und in die Verlängerung. Am Ende gewann der hessische Zweitligist noch 3:2.

In Kiel setzte sich Paulis Ligarivale Holstein Kiel gegen Oberligist 1. FC Rielasingen-Arlen mit 7:1 (5:1) durch. Regionalligist SC Wiedenbrück verlor gegen Zweitligist SC Paderborn in Gütersloh mit 0:5 (0:3). Der TSV Steinbach, ebenfalls in der 4. Liga aktiv, unterlag gegen Zweitligist SV Sandhausen mit 1:2 (1:2). Drittligist 1. FC Kaiserslautern unterlag Zweitligist Jahn Regensburg im Elfmeterschießen mit 3:4 (1:1, 1:1, 0:1).

Die Fans vor allem in Rostock und Chemnitz - in den anderen Stadien waren höchstens wenige Hundert erlaubt - sorgten nach monatelanger Corona-Pause für Gänsehaut-Atmosphäre. Rostocks Sportvorstand Martin Pieckenhagen bezeichnete das Spiel vor dem Anpfiff als "Riesenchance" für den Fußball. "Das ist eine sehr, sehr große Herausforderung mit dem, auf was wir alles achten müssen. Wir hoffen, dass wir das Ostseestadion irgendwann wieder voll haben. Das ist der erste Schritt", sagte der frühere Profi.

Am Samstag blieben den Amateuren meist nur kurzweilige Glücksgefühle. Regionalligist FSV Union Fürstenwalde führte in der Anfangsphase beim VfL Wolfsburg - und verlor doch deutlich mit 1:4. "Wir hätten uns gewünscht, dass wir wirklich zuhause gespielt hätten. Das sind die Spiele, in denen die Zuschauer, die Emotionen mit reinbringen", sagte Trainer Matthias Maucksch. Viertligist VSG Altglienicke war nicht so schlecht, wie das 0:6-Ergebnis beim 1. FC Köln vermuten ließ. "Wir hatten nicht gedacht, dass wir sechs Dinger bekommen, ehrlich gesagt", sagte Offensivspieler Linus Meyer.

Oberligist SV Todesfelde spielte am Samstag im eigenen Stadion, die Kosten dafür betrugen 40.000 Euro. Aber auch mit Heimvorteil verlor der TSV mit 0:1 gegen Zweitligist VfL Osnabrück. Aber: "Am Ende überwiegt der Stolz. Wir wollten gerade unseren vielen ehrenamtlichen Helfern mit einem tollen Spiel danke sagen. Ich glaube, das ist uns gelungen", sagte Kapitän Luca Sixtus.

© dpa-infocom, dpa:200913-99-545916/7

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