Ablösesummen-Wahnsinn

Rummenigge: „Wenn Wettbewerb zu irrational wird, muss man ...“

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Noch ist er ECA-Vorsitzender: Karl-Heinz Rummenigge.

Karl-Heinz Rummenigge hat die teils unglaubliche Finanzentwicklung auf dem Transfermarkt kritisiert. Er hofft auf Hilfe aus Brüssel.

München - Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge macht sich als Vorsitzender der europäischen Klubvereinigung ECA für eine stärkere Regulierung des Transfermarkts stark. „Es ist wichtig, dass die ECA jetzt versucht, mit der FIFA und UEFA, wie auch mit der Spielervertretung FIFPro Kriterien zu erarbeiten, die das Ganze wieder etwas rationaler machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Münchner dem Kicker (Donnerstag). Zuletzt hatten immer höhere Ablösesummen - zum Beispiel für den Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé -  und die Schwächen des Financial-Fairplay-Modells für Debatten um das Transfersystem im Fußball gesorgt.

Rummenigge, der sein Amt als ECA-Chef bald abgibt, erhofft sich auf dem Weg zu verschärften Bestimmungen wie einer Gehalts-Obergrenze auch Hilfe von den Wettbewerbshütern der Europäischen Union. „Heute gibt es Zeichen aus Brüssel, das Thema neu zu bewerten. Deshalb plädiere ich für eine gemeinsame Initiative, dann wird die Politik hier positiv dazu stehen“, sagte Rummenigge.

Zwar spreche nichts gegen Wettbewerb, ergänzte der 61-Jährige. „Wenn der Wettbewerb jedoch zu irrational und insgesamt nachteilig für die Menschen und das Produkt Fußball wird, muss man versuchen, ihn in gewissem Maße zu kontrollieren“, sagte Rummenigge. Der Fußball müsse seine Wurzeln erhalten. „Dazu müssen alle, auch die Klubs einen Beitrag leisten“, fügte er hinzu.

Am Donnerstag schließt das Transferfenster - wir halten Sie über alle Last-Minute-Entwicklungen in unserem Ticker auf dem Laufenden.

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