Nach Gala in Belgrad

Kurioses Angebot für Lewandowski aus der Bundesliga - Trainer adelt ihn: „Der weltbeste Stürmer“

Robert Lewandowski vom FC Bayern spielt aktuell überragend. Nach seinem Viererpack in Belgrad reagiert die Bundesliga-Konkurrenz mit witzigen Angeboten.

  • Robert Lewandowski spielt bislang eine überragende Saison 2019/20 für den FC Bayern.
  • Der Pole könnte Gerd Müllers ewigen Bundesliga-Torrekord von 40 Treffern knacken.
  • Im Winter wird sich Lewy einer Leisten-OP unterziehen.

Update vom 29. November, 14:20: Hansi Flick wurde auf der Spieltags-PK der Bayern auch über Robert Lewandowski befragt. Für den Bayern-Trainer ist Lewandowski „vor dem Tor der kompletteste Stürmer. Als Neun ist er der weltbeste Stürmer.“

Update vom 28. November, 10.38 Uhr: Unfassbare 27 Tore nach 20 Spielen hat Robert Lewandowski bisher in der Saison 2019/2020 für den FC Bayern München erzielt. War nach dem ersten torlosen Bundesliga-Spiel des Polen schon über eine Flaute gewitzelt worden, so hat Lewy dieses „Gerücht“ schnell ins Reich der Fabel verwiesen - oder vielmehr geschossen.

Mit dem schnellsten Viererpack der Champions-League-Historie hat der Pole erneut eindrucksvoll bewiesen, wie stark er in Form ist. Das provozierte gleich mehrere Reaktionen aus dem Bundesliga-Umfeld. Ein Kölner Fan fragt ganz forsch beim FC Bayern an. „Könnt ihr uns fürs Wochenende Lewandowski leihen für eine Viertelstunde? Mit dem würde selbst der 1. FC Köln mal wieder gewinnen.“ Passenderweise hat der User ein Bild von Anthony Modeste als Profilbild bei Twitter. Apropos Bundesliga: Wer wird Deutscher Meister? Stimmen Sie ab.

Robert Lewandowski: VfL Wolfsburg mit ironischem Kommentar zu Viererpack von Bayern-Star

Auch beim VfL Wolfsburg ist Lewys erneute Über-Performance nicht unbemerkt geblieben. Die Wölfe zählen ebenfalls zu den Mannschaften, die der Pole bereits einmal in Windeseile mit seinen Toren auseinandergenommen hatte. Fünf Treffer in neun Minuten waren es im September 2015. Das „Lewy-Opfer“ aus der Autostadt nimmt es aber mit Humor.

Unter einem Facebook-Post des FC Bayern, der Lewandowskis Viererpack in 14 Minuten anpries, kommentierte der VfL Wolfsburg frech. „Das hat er auch schon mal in sieben Minuten geschafft.“ Die Facebook-Nutzer feiern diesen Kommentar und haben schon über 13.000 Mal (Stand 28. November, 10:30 Uhr) auf diesen reagiert. Ganz so positiv wurde Zlatan Ibrahimovics Post zu Hammarby IF in Malmö nicht aufgenommen. Dort wurde seine Statue beschädigt.

Ex-Bayern-Star lobt Robert Lewandowski: „Der beste Spieler der Bundesliga“

München - Auf seiner ersten Pressekonferenz als Cheftrainer des FC Bayern München sagte Hansi Flick, eines seiner Ziele sei, Weltklasseleistungen aus mehr als zwei Spielern herauszukitzeln. Die beiden Adressaten dieses Lobs waren Kapitän Manuel Neuer und Stürmerstar Robert Lewandowski. Mit Leroy Sané könnte im Sommer 2020 ein weiterer Mann mit Weltklasse-Potenzial zum FCB stoßen.

Während der Nationaltorhüter gewohnt überragend hält und dem FCB so den ein oder anderen Punkt mehr rettete, sind die Leistungen des polnischen Angreifers besser als je zuvor. Wer Lewandowski bereits zuvor in der Weltklasse wähnte, müsste ihn jetzt noch einmal eine Stufe darüber stellen.

Nach 18 Pflichtspielen hat Lewandowski unfassbare 23 Tore erzielt - er trifft im Schnitt alle 67 Minuten. In allen bisherigen elf Bundesligaspielen traf der Pole und steht bei 16 Ligatoren. Macht er so weiter, kann er den ewigen Rekord von Gerd Müller, der einst 40-mal in einer Saison traf, knacken. Auch den besonderen Torjubel des Polen bekommt man so sehr häufig zu sehen. Und Lewandowskis unfassbare Karrierestatistik verbessert sich tatsächlich noch einmal.

Robert Lewandowski beim FC Bayern München: Ex-Mitspieler adelt ihn

Es verwundert nicht, dass diese Leistungen auch anderen Bundesligaprofis auffallen. Mats Hummels, lange Jahre Lewys Mitspieler beim FC Bayern und Borussia Dortmund, ließ dem Polen ein besonderes Lob zuteilwerden. Auf die Frage nach dem besten Spieler gibt es für den Weltmeister 2014 nur eine Antwort: „Aktuell ist Lewy der Beste“, sagte Hummels gegenüber bundesliga.de und schob hinterher, dass es da aus seiner Sicht „kaum andere Meinungen“ gebe.

Lewandowski sei „immer gesund, fit und ein absoluter Profi“, so Hummels. „Wenn einer Jahr für Jahr so liefert und so viele Tore schießt, ist es schwer, da mitzuhalten.“ Lewandowskis Frau Anna äußerte sich vor Kurzem ähnlich und verriet, dass ihr „Robbi“ im Sommer etwas Entscheidendes an seiner Ernährung verändert habe - offenbar mit Erfolg.

Komplett rund läuft es beim FC Bayern trotz Lewys Fabelsaison nicht. Nach der Entlassung von Niko Kovac Anfang November übernahm Hansi Flick und erweiterte die Trainerhistorie beim FCB um ein weiteres Kapitel. Wie lange der 54-Jährige Trainer bleibt ist aktuell noch unklar. Bis Weihnachten darf der vormalige Kovac-Co aber bleiben, wie Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung verkündete.

FC Bayern: Robert Lewandowski lobt Hansi Flick und einen weiteren Trainer

Lewy lobte den neuen Mann an der Linie und attestierte ihm, dass er „in wenigen Tagen einen super Job gemacht hat“. Allerdings ist Flick, dessen Verbleib über Weihnachten und die Saison hinaus durchaus möglich ist, nicht der einzige Kandidat auf den Trainerjob beim FCB - dem Status Quo zum Trotz.

Das weiß Lewandowski, der sich zu einem anderen Trainer, der vielleicht bald den FCB coachen könnte, diplomatisch äußerte und ihm dennoch ein Lob aussprach. „Pep Guardiola macht meiner Meinung nach fast jeden Spieler besser“, sagte er in der Sport Bild und schürte damit die Hoffnungen der Bayern-Fans auf eine Rückkehr des Katalanen an die Seitenlinie in der Allianz Arena. Allerdings äußerte sich Peps Berater eher ablehnend in Bezug auf ein Bayern-Comeback seines Klienten.

Robert Lewandowski will weitere Titel mit dem FC Bayern - und legt sich unters Messer

Egal, ob der Bayern-Trainer in der kommenden Saison Mauricio Pochettino, Thomas Tuchel oder Hansi Flick heißen wird - das Ziel der Roten sind Titel. Seit Lewandowskis Wechsel nach München holten die Bayern davon insgesamt sieben, wenn man den Supercup weglässt: Fünf Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiege sind seitdem in die Vitrinen gewandert und haben die beeindruckende Titelsammlung der Münchner noch einmal aufgestockt.

Um den bisherigen Titeln weitere folgen zu lassen und vielleicht auch in der Champions League erfolgreicher zu sein als in den vergangenen Jahren, legt sich Lewy in der Winterpause unters Messer und lässt sich an der Leiste operieren. Die gute Nachricht für alle Bayern-Fans: Er wird dadurch kein Spiel verpassen. Nach dem minimalinvasiven Eingriff muss Lewy lediglich zehn Tage pausieren.

sh

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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