VfL-Sportchef selbstkritisch

Rebbe: "Übernehme für alles Verantwortung"

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Steht nach dem neuerlichen Trainerwechsel unter Druck: Wolfsburg Sportdirektor Olaf Rebbe. Foto: Peter Steffen

Wolfsburg (dpa) - Sportchef Olaf Rebbe sieht sich nach dem erneuten Trainerwechsel beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg selbst in der Verantwortung.

"Das ist Teil meines Berufes. Ich übernehme für alles Verantwortung, ich muss ja die Entscheidung treffen", sagte der 39-Jährige nach der Verpflichtung von Martin Schmidt als Nachfolger des am Montag beurlaubten Andries Jonker als Wolfsburger Chefcoach.

Der frühere Mainzer Trainer Schmidt ist bereits der vierte VfL-Trainer binnen zwölf Monaten. "Das hört sich brutal an. Aber jeder, der dabei war, kann die Situation bewerten", meinte Rebbe, der als Nachfolger des Ende 2016 geschassten Klaus Allofs selbst bereits zwei Trainerwechsel in diesem Jahr vollzogen hat. "Ich glaube nicht, dass der VfL Wolfsburg ein Chaosclub ist", sagte Rebbe. "Wir denken, dass das richtige Schritt ist, um wieder Ruhe herzustellen."

Nach Dieter Hecking, der im Oktober 2016 noch von Allofs beurlaubt worden war und Valérien Ismaël im Februar 2017 war Jonker nun schon der dritte Trainer, der unmittelbar nach dem Start in eine Halbserie vorzeitig gehen musste. Ein fehlerhaftes Muster, wonach der Volkswagen-Club wiederholt an einem Trainer festgehalten habe, von dem er eigentlich nicht mehr überzeugt gewesen sei, wollte Rebbe indes nicht erkennen.

"Ich weiß nicht, ob das so richtig ist. Wir haben Andries Jonker zu einem Zeitpunkt verpflichtet, als wir im Abstiegskampf waren. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er der richtige Mann war, um uns da rauszuholen", sagte der VfL-Sportchef, bekannte aber auch: "Der Auftrag Neuaufbau ist nicht erfüllt worden. Deswegen haben wir so konsequent reagiert. Dafür stehe ich auch, und dafür übernehme ich auch die Verantwortung."

VfL-Mitteilung zur Schmidt-Verpflichtung

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