Bericht "L'Equipe"

Real könnte im Konflikt um Club-WM auf FIFA-Seite stehen

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Laut "L'Equipe" blickt Real dem neuen Wettbewerb "mit Vorfreude" entgegen. Foto: Achim Scheidemann

Madrid (dpa) - Im Konflikt zwischen der FIFA und Europas Top-Vereinen um die neue Club-WM könnte sich Real Madrid auf die Seite des Fußball-Weltverbands schlagen.

Die französische Fachzeitung "L'Equipe" berichtet, der spanische Rekordmeister begrüße den FIFA-Beschluss für einen erweiterten Wettbewerb.Zuvor hatte sich die Europäische Club-Vereinigung ECA noch gegen die FIFA-Pläne gestellt und versichert, kein europäischer Top-Verein werde an dem auf 24 Mannschaften ausgebauten Turnier teilnehmen. Ein Protestschreiben, das auch an FIFA-Chef Gianni Infantino ging, hatten die ECA-Vorstandsmitglieder unterzeichnet, darunter auch Real-Vizepräsident Pedro López Jiménez. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet. Laut "L'Equipe" blickt Real nun dem neuen Wettbewerb jedoch "mit Vorfreude" entgegen, wie es unter Berufung auf eine ungenannte Quelle im Verein heißt.

Gegen die Stimmen der sieben europäischen Vertreter hatte FIFA-Chef Gianni Infantino das neue Format der Club-WM im Council des Weltverbands durchgedrückt. "Wir hoffen, dass alle großen Teams teilnehmen. Wir hatten positive und konstruktive Diskussionen und setzen diese fort", sagte Infantino. Die Club-WM soll vom 17. Juni bis 4. Juli 2021 stattfinden und den bislang als WM-Test stattfindenden Confederations Cup ersetzen. Europa bekam acht Starter zugesprochen, ohne Topteams wie Real, Manchester City oder Juventus Turin wäre das Turnier sinnlos.

Ursprünglich wollte die FIFA sogar zwölf europäische Teams dabei haben. Nach Protesten aus der Europäischen Fußball-Union UEFA, die die Club-WM als Konkurrenz zur Champions League sieht, wurde diese Zahl reduziert. Die ECA als Zusammenschluss von 232 europäischen Vereinen hatte die FIFA-Pläne als "nicht akzeptabel" kritisiert. Ein Protestschreiben an den Weltverband soll auch der FC Bayern München unterzeichnet haben. Die UEFA unterstützte die Kritik der ECA und verwies auf die notwendige Ruhepause für die Profis im Sommer.

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