Poulsen wieder einsatzbereit

RB Leipzig vor Duell mit den Bayern selbstbewusst

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Franck Ribéry (r.) im Duell mit Leipzigs Diego Demme. 

RB Leipzig ist heiß auf den FC Bayern. Alaba-Kumpel Sabitzer kündigt gegen den personell geschwächten Rekordpokalsieger ein Feuerwerk an. RB-Trainer Hasenhüttl hat kaum Verletzungssorgen.

Leipzig - Der erste Titel für den FC Bayern ist schon in Gefahr. Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes muss daher beim Zweitrundenduell am Mittwochabend im DFB-Pokal (20.45/ARD und Sky) erhöhtes Risiko gehen. Er gab grünes Licht für einen Einsatz von Fußball-Weltmeister Mats Hummels, der Probleme mit dem Knöchel hat. „Es wird sicher ein dramatisches, intensives Spiel mit fußballerischen Leckerbissen“, meinte der Triple-Trainer von 2013.

Der Bayern-Jäger aus der Vorsaison ist vorbereitet und erwartet laut Trainer Ralph Hasenhüttl eine „richtig heiße Pokalnacht“. Es gehe um nichts anderes, „als eine Runde weiter zu kommen, also zu gewinnen, egal ob in der regulären Spielzeit, in der Nachspielzeit oder im Elfmeterschießen“. Personell kann der Vizemeister fast Bestbesetzung aufbieten. Nur hinter Bruma (Oberschenkel) und Stefan Ilsanker (Zeh) stehen noch Fragezeichen. Der zuletzt angeschlagene Yussuf Poulsen ist wieder einsatzbereit.

„Bin Trainer, der Spieler schützt“

Heynckes hat bei seinem ersten K.o.-Spiel größere Sorgen. Nach dem Fußbruch von Manuel Neuer muss er auch noch den „herben Ausfall“ von Thomas Müller kompensieren. Hummels habe seine Knöchelblessur so im Griff, „dass er von Anfang an spielen kann“. Auch der offensive Kingsley Coman soll trotz einer Knieprellung auflaufen. Bei Javi Martínez zögert Heynckes nach ausgeheilter Schulterblessur etwas. „Ich bin ein Trainer, der Spieler schützt“, sagte er.

Der Rekordpokalsieger (18 Siege) ist gewarnt. Der Neun-Tore-Wahnsinn vom 13. Mai ist noch in bester Erinnerung. Die Leipziger hatten die Münchner bis zur 90. Minute mit Tempo und Spielwitz niedergekämpft. Doch David Alaba (90.+1) und Arjen Robben (90.+5) drehten in der Nachspielzeit das verrückte Spiel. „Letztes Jahr hatten wir sie schon am Rande einer Niederlage, vielleicht schaffen wir es diesmal“, sagte RB-Kapitän Willi Orban.

„Wissen um die Stärke von Leipzig“

Robben weiß genau, was auf sein Team zukommt: „Wir wissen um die Stärke von Leipzig. Da ist viel Talent in der Mannschaft, vor allem viel Intensität, Schnelligkeit nach vorne, Kreativität.“ Abwehrchef Hummels redet daher seine Vorderleute stark. „Das sind genau die Spiele, die wir lieben“, sagte er zu den anstehenden Prüfungen zweimal gegen Leipzig, bei Celtic Glasgow und zum Anschluss in Dortmund. „Man muss sehr wach sein, sehr schnell denken, im Kopf von der ersten Sekunde da sein“, mahnte der Nationalspieler.

Die Sachsen setzen auf frische Kräfte. Hasenhüttl hatte zuletzt gegen Stuttgart so rotiert, dass einige Leistungsträger regenerieren konnten. Und er vertraut auf den Reifeprozess bei seinen Youngstern. „Ich hoffe, dass wir jetzt noch einen Schritt weiter sind. Es wird ein Fifty-Fifty-Spiel, wir haben zu Hause schon viele Mannschaften geschlagen, das trauen wir uns auch morgen zu.“

Werner vor Startelf-Einsatz?

Der Trainer setzt vor allem auf die Offensivstärke und rechne damit, „dass wir ein paar Chancen haben werden, ähnlich wie in Dortmund, wo uns kaum einer etwas zugetraut hat“. Hauptaugenmerk gegen Bayern soll aber auch das Verhindern von Standardsituationen sein. Von fünf Bayern-Treffern im Mai waren immerhin vier nach Standards gefallen. „Wir müssen sehr gut gegen den Ball arbeiten und kompakt agieren. Das wird der Schlüssel zum Erfolg sein“, sagte Hasenhüttl.

Nicht verzichten will er in der Startelf auf Nationalstürmer Timo Werner, der am vergangenen Samstag beim 1:0 gegen den VfB Stuttgart ausgewechselt worden war. „Timo hat im letzten Spiel 60 Minuten durchgehalten. Man hat gemerkt, dass ein bisschen was gefehlt hat. Doch er ist eine wichtige Komponente in unserem Spiel mit seinem Speed, auf ihn verzichtet man ungern“, sagte Hasenhüttl.

dpa

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