Zwischendurch zehnminütige Unterbrechung

Chancen nicht genutzt: Leipzig kassiert bei Besiktas erste Pleite

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Niederlage in Istanbul: Timo Werner (l.) und RB Leipzig müssen sich Besiktas um Gary Medel beugen.

RB Leipzig muss in der Champions League weiter auf den ersten Dreier warten. Bei Besiktas Istanbul vergibt der Vizemeister zahlreiche Chancen und steht mit leeren Händen da.

Istanbul - Missglückte Auswärts-Premiere: Neuling RB Leipzig musste im Hexenkessel von Istanbul reichlich Lehrgeld zahlen und bangt in der Champions League um das Erreichen des Achtelfinals. Der deutsche Vizemeister unterlag beim cleveren türkischen Meister Besiktas Istanbul mit 0:2 (0:2) und kassierte bei seinem zweiten Auftritt in der Königsklasse seine erste Niederlage.

Vor 36.641 Zuschauern erzielten Ryan Babel (11.) und Anderson Talisca (43.) die Tore für die Türken. In der 59. Minute musste die Partie wegen des Ausfalls der Flutlichtanlage für zehn Minuten unterbrochen werden. In der ersten Hälfte hatte bereits Leipzigs Nationalstürmer Timo Werner nach nur 32 Minuten wegen Kreislaufproblemen das Feld verlassen müssen.

Leipzig bleibt bei einem Punkt stehen

Leipzig hat in der Gruppe G nach dem 1:1 im Auftaktmatch zu Hause gegen den AS Monaco weiterhin nur einen Punkt auf dem Konto. Besiktas stieß mit nun sechs Punkten das Tor zur K.o.-Runde frühzeitig weit auf.

Zunächst gab es gute Nachrichten für RB. Naby Keita war nach seiner Verletzung im Oberschenkel wieder fit und stand in der Startelf. Neuzugang Kevin Kampl hatte seine Entzündung am Sprunggelenk ebenfalls ausgestanden und saß auf der Bank.

Neu in der Viererkette stand Stefan Ilsanker, der den Vorzug vor Lukas Klostermann erhielt. Im Sturm setzte Trainer Ralph Hasenhüttl neben Nationalspieler Werner wie in der Liga auf den französischen Jung-Star Jean-Kevin Augustin.

Bodenkampf: Die Partie in der Türkei hatte einige intensive Szenen zu bieten.

Quaresma prüft Gulacsi nach vier Minuten

Istanbul begann mit gehörigem Druck. Nach einer Flanke von Ricardo Quaresma konnte Leipzigs Keeper Peter Gulacsi (4.) gerade noch zur Ecke retten. Kurz darauf sah Kapitän Willi Orban nach einem Zweikampf gegen Cenk Tosun schon Gelb (8.), ehe es im Leipziger Tor einschlug. Wieder setzte sich der starke Tosun auf dem linken Flügel durch, legte auf Babel ab, und der Ex-Hoffenheimer schoss zum 1:0 ein.

Leipzig taumelte sichtlich, kam nicht in sein gefürchtetes Umschaltspiel, sondern wurde weiter in die Defensive gedrängt. Keita kassierte nach wiederholter Attacke Gelb (16.) und stand nach weiteren unsauberen Aktionen vor einem Platzverweis.

Leipzig nach Auswechslung von Werner besser

RB-Trainer Hasenhüttl wollte Keita schon vom Platz holen, doch musste Werner raus, so dass Klostermann zunächst für den Nationalspieler aufs Feld kam. Leipzig wurde in der Folgezeit etwas stärker und kam häufiger in die Nähe des gegnerischen Strafraumes. Marcel Sabitzer (34.) und Emil Forsberg (35.) versuchten ihr Glück aus der Distanz, zielten aber zu ungenau.

Istanbul blieb aber weiter gefährlich und riss die Gäste noch vor der Pause aus allen Träumen. Nach einer gefühlvollen Außenrist-Flanke von Quaresma war Talisca schneller als Ilsanker am Ball und köpfte zum 2:0 unter die Latte ein.

Zur zweiten Halbzeit brachte Hasenhüttl Kampl für Orban, und erhoffte sich dadurch mehr Angriffsdruck. Forsberg eröffnete in der 48. Minute die Aufholjagd mit einem erneut gefährlichen Weitschuss. Auch Sabitzer und Augustin verpassten gute Gelegenheiten. In der Schlussphase vergaben aber auch die Gastgeber noch gute Möglichkeiten.

sid

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