USA setzen ihn auf schwarze Liste

Mexikos Kapitän Márquez wehrt sich gegen Drogenvorwürfe

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Im Visier der US-Behörden: Rafael Marquez wehrt sich gegen Vorwürfe wegen Verbindungen zu einem Verbrechersyndikat.

Die USA haben Rafael Marquez auf die schwarze Liste gesetzt, weil Mexikos Fußball-Legende Verbindungen zu einem Verbrechersyndikat haben soll. Nun reagiert dessen Anwalt.

Mexiko-Stadt - Der mexikanische Fußballnationalspieler Rafael Márquez ist Drogenvorwürfen entgegengetreten. Das US-Finanzministerium hatte ihn in der vergangenen Woche auf die schwarze Liste gesetzt, weil er als Strohmann für das Verbrechersyndikat des mexikanischen Rauschgifthändlers Raúl Flores Hernández fungiert haben soll. „Márquez kennt Raúl Flores nicht direkt, sie sind keine Partner, es gibt keine Verbindung“, sagte sein Anwalt José Luis Nassar am Montag im Fernsehsender Televisa.

Der Kapitän der Nationalmannschaft kenne lediglich flüchtig den Sohn des Drogenbarons. „Der Sohn hat sich komplett normal verhalten, ohne Ausschweifungen, Leibwächter, Waffen“, sagte der Strafverteidiger. Offensichtlich hätten Spenden des Sohns an eine Stiftung von Márquez dazu geführt, dass der Fußballspieler auf die schwarze Liste gesetzt wurde. Anwalt Nassar gab zu bedenken, dass die Geschäfte von Márquez von Dritten geführt werden.

Der 38-jährige Verteidiger gilt als erfahrene Führungsfigur der Nationalmannschaft und ist in Mexiko ein Star. Er spielte lange für den FC Barcelona und steht derzeit beim CF Atlas in Guadalajara unter Vertrag.

dpa

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