Huddersfield-Trainer

Premier-League-Debüt für Wagner: "Die Vorfreude ist riesig"

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Der deutsche Trainer David Wagner will mit Huddersfield Town den Klassenerhalt in der Premier League schaffen. Foto: Simon Cooper

In der vergangenen Saison schaffte der deutsche Trainer David Wagner mit Huddersfield Town sensationell den Aufstieg. Jetzt will er mit seiner Mannschaft die großen Clubs der Premier League ärgern und seinem Kumpel Jürgen Klopp beim FC Liverpool die Punkte klauen.

Huddersfield (dpa) - Der deutsche Trainer David Wagner will in seiner ersten Premier-League-Saison mit dem englischen Verein Huddersfield Town einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

"Wir wollen nicht nur einmal kurz winken, hallo sagen und dann sagen "es war schön und wir sehen uns nicht mehr wieder"", sagte Wagner der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen auf unsere Art und Weise eine Marke hinterlassen. Und die Marke soll dann auch in der darauffolgenden Saison noch zählen."

Erklärtes Saisonziel der Terriers ist natürlich der Klassenerhalt. "Das wäre das Nonplusultra, eine nächste gefühlte Meisterschaft oder ein nächster gefühlter Aufstieg für uns", erklärt Wagner. Der ehemalige U23-Trainer von Borussia Dortmund hatte Huddersfield nach 45 Jahren in niederen Gefilden des englischen Fußballs in der vergangenen Saison überraschend zurück in die erste Liga geführt. Im dramatischen Playoff-Finale setzte sich sein Team nach 0:0 im Elfmeterschießen gegen den FC Reading durch.

Die lang ersehnte Premiere in der seit 1992 bestehenden Premier League gibt Huddersfield Town am Samstag bei Liga-Konkurrent Crystal Palace. "Die Vorfreude ist riesig", betont der Coach. Bei den Fans sowieso. Die Partie ist längst ausverkauft. Aus Huddersfield sollen nach Angaben des Vereins fast 3000 Fans im Londoner Selhurst Park dabei sein. Der Auswärtsblock ist damit ausverkauft.

Viele englische Fußball-Experten haben die Terriers als Absteiger getippt. "Dass Experten auch mal daneben liegen können, ist nicht erst seit letzter Saison bekannt", scherzt Wagner, der mit der Situation vertraut ist. "Wir waren letzte Saison der Underdog, wir hatten finanziell herausragende Nachteile, wir wurden auf einen Abstiegsplatz getippt. Das alles ist diese Saison auch wieder so."

Druck von außen verspüre er kaum, sagt der 45 Jahre alte Coach. Den größten Druck würden er und seine Mannschaft sich ohnehin selbst machen. "Wenn wir am Ende der Saison sagen können, dass wir das Maximale aus uns rausgeholt haben, dann bin ich überzeugt, dass wir auf einem Tabellenplatz stehen, mit dem wir glücklich und zufrieden sein können", gibt sich Wagner optimistisch. Wie in der Vorsaison laute das Motto "no limits". "Wir haben eine Chance in dieser Saison und auch in jedem einzelnen Spiel. Das ist das, was für uns zählt."

Für die Premier League wurde die Mannschaft auf mehreren Positionen verstärkt. Auf einen der Aufstiegshelden, Torwart Danny Ward, muss Huddersfield aber in Zukunft verzichten. Wagners Kumpel und Liverpool-Coach Jürgen Klopp holte den Keeper zurück, um den Konkurrenzkampf im Tor zu erhöhen. "Da gibt's nichts zu diskutieren, weil Jürgen lange genug in dem Geschäft ist und intelligent genug, die Vor- und Nachteile abzuwägen", berichtet Wagner von einem kurzen Telefonat. Als Nachfolger wurde Jonas Lössl aus Mainz verpflichtet.

Seinem Freund Klopp, mit dem er bereits Anfang der 90er Jahre für den FSV Mainz spielte, wünsche er "von Herzen, dass Liverpool die Meisterschaft gewinnt", betont Wagner. "Auf die sechs Punkte gegen Huddersfield können sie aber gern verzichten." Ende Oktober treffen die Freunde aufeinander. Das Hinspiel in Liverpool wird eine historische Begegnung: Es ist das erste Mal, dass zwei deutsche Trainer in der Premier League aufeinander treffen. Darüber macht sich Wagner bisher aber kaum Gedanken. "Das ist soweit weg", erklärt er. "Der einzige Fokus ist für mich Samstag Crystal Palace."

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