Vertrag vorzeitig aufgelöst

„Mein erster Ansprechpartner und Freund“: Flick geschockt von Bierhoff-Aus

Das frühe Aus der deutschen Mannschaft bei der WM hat erste Folgen. Oliver Bierhoff ist nicht länger DFB-Direktor. Hansi Flick bedauert seine Entscheidung.

Update vom 6. Dezember, 11.00 Uhr: Nach dem Rücktritt von Oliver Bierhoff gibt es nun auch die ersten Reaktionen zur Vertragsauflösung des 54-Jährigen. Einer seiner engsten Mitarbeiter, Nationaltrainer Hansi Flick, äußerte sich ausschließlich lobend über die Arbeit von Bierhoff.

„Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann. Unsere Zusammenarbeit war immer von Loyalität, Teamgeist, Vertrauen und Zuverlässigkeit geprägt“, sagte Flick.

Bierhoff und der heutige Nationaltrainer feierten mit dem Gewinn der WM 2014 zusammen ihren größten Erfolg. Flick war damals Co-Trainer von Jogi Löw. „Zusammenhalt war die DNA unseres Teams. Für mich persönlich war Oliver innerhalb des Teams mein erster Ansprechpartner und Freund“, schwärmt Flick weiter von Bierhoff.

Mit Per Mertesacker und Christoph Kramer bedauerten bereits zwei andere Weltmeister von 2014 den Rücktritt von Bierhoff.

Update vom 6. Dezember, 07.17 Uhr: Das blamable Abschneiden bei der WM hat mit dem Rücktritt von Oliver Bierhoff erste Folgen. Dessen Position als DFB-Direktor muss nun neu besetzt werden. Erste Namen werden bereits gehandelt.

Am heißesten gehandelt wird aktuell Fredi Bobic, der aktuell Geschäftsführer bei Hertha BSC und während der WM bei MagentaTV als Experte tätig ist. Der kicker brachte diese Personalie ins Gespräch.

Auch der Name Matthias Sammer ist gefallen. Leute wie er, die „mit einer anderen Sichtweise und einer klaren Meinung neuen Spirit in den DFB bringen“ könnten, sollten den Reformprozess des DFB begleiten, hatte Lothar Matthäus bereits vor Bierhoffs Aus gesagt. Der Rekord-Nationalspieler hatte Sammer sogar schon im Juli als DFB-Sportdirektor vorgeschlagen.

Oliver Bierhoff tritt zurück: Kehrt Matthias Sammer nun zum DFB zurück?

Sammer, der derzeit externer Berater von Borussia Dortmund ist, und auch früher bereits Sportdirektor beim DFB war, bot auch seine Hilfe an. Er machte allerdings bei MagentaTV klar, dass er nicht für alle zu besetzenden Ämter infrage komme.

Matthias Sammer (l.) und Lothar Matthäus werden als Nachfolger für Oliver Bierhoff als DFB-Direktor gehandelt.

Und was ist mit Matthäus selbst? Sammer hatte seinerseits den 61-Jährigen als Bierhoff-Nachfolger ins Spiel gebracht. Doch er wiegelte ab. Er sei „zu weit weg vom DFB“ und habe aufgrund anderer Verpflichtungen „auch gar keine Zeit“, sagte Matthäus.

Frühes WM-Aus: DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Verband lösen Vertrag auf

Erstmeldung vom 5. Dezember 2022: Frankfurt – Nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2022 wurde offenbar eine erste personelle Entscheidung getroffen. Kurz nach dem 4:1-Sieg der Brasilianer über Südkorea vermeldete ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, dass DFB-Direktor Oliver Bierhoff den Deutschen Fußball-Bund mit sofortiger Wirkung verlässt.

Demzufolge hat der 54-jährige, der seit 2004 für den DFB tätig war, am Montagabend seinen bis 2024 gültigen Vertrag vorzeitig aufgelöst. Medienberichten zufolge geschah dies im beidseitigen Einvernehmen. Der ehemalige Nationalspieler, der die DFB-Elf bei der EM 1996 zum Titel geschossen hatte, bekleidete seit 2004 den neu geschaffenen Manager-Posten der Nationalelf und wurde 2018 Direktor Nationalmannschaften und Akademie. Nun muss er seinen Posten aufgeben.

„Nach 18 Jahren in verantwortlichen Positionen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) habe ich mit sofortiger Wirkung meine Tätigkeit als Geschäftsführer Nationalmannschaften & Akademie beendet. Darauf habe ich mich heute mit Präsident Bernd Neuendorf verständigt. Ich mache damit den Weg frei für neue Weichenstellungen“, wurde der ehemalige Angreifer in einer Pressemeldung zitiert.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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