Sieg gegen Greuther Fürth

Nur Nürnberg gelingt die perfekte Woche - Nächster Coup von Kiel

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Der Nürnberger Hanno Behrens (l) jubelt mit seinem Kollegen Eduard Löwen über seinen Treffer zum 3:1.

Drei Siege in der „Englischen Woche“ bugsieren Nürnberg auf den zweiten Tabellenplatz. Besser ist nur Düsseldorf. Arnold trifft für Dresden dreifach und ist trotzdem enttäuscht, während Braunschweig „Rot“ sieht.

Mit dem ersten Derby-Auswärtssieg seit 20 Jahren hat der 1. FC Nürnberg die „Englische Woche“ in der 2. Fußball-Bundesliga perfekt beendet. Die Franken gewannen am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 3:1 (1:0) und kletterten nach drei Siegen innerhalb von acht Tagen auf den zweiten Tabellenplatz. „Das fühlt sich ganz besonders an“, sagte FCN-Torschütze Cedric Teuchert. An der Spitze thront nach einem 2:1 (2:1)-Erfolg beim FC St. Pauli wieder Fortuna Düsseldorf. Zwischenzeitlich hatte Liga-Neuling Holstein Kiel nach dem 3:1 (1:0)-Sieg beim MSV Duisburg am Freitagabend die Tabellenführung übernommen.

Düsseldorf ist damit ein aussichtsreicher Kandidat für den Aufstieg. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel feierte gegen St. Pauli bereits den sechsten Saisonsieg und hat drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Doch Fortuna-Kapitän Oliver Fink räumte ein: „Das war ein glücklicher Sieg. St. Pauli ist bis zur 90. Minute marschiert.“

Das einzige Team der Liga, das in der „Englischen Woche“ alle drei Spiele gewinnen konnte, war jedoch Nürnberg. In den drei Partien erzielten der Club zwölf Tore, gegen Fürth trafen Mikael Ishak, Teuchert und Hanno Behrens. Den Sprung in die Aufstiegszone verpasste Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen ließen gegen Heidenheim die Präzision in der Offensive vermissen und mussten sich mit einem 1:1 (0:0) begnügen. „Aufgrund von 11:0-Torschüssen in der Schlussphase hätten wir gewinnen können“, haderte Armina-Coach Jeff Saibene.

Torspektakel bei SV Darmstadt 98 gegen Dynamo Dresden

Ein Torspektakel bot die Partie am Sonntag des SV Darmstadt 98 gegen Dynamo Dresden. Weil die Sachsen beim 3:3 (2:1) zweimal eine Führung verspielten, war der dreifache Torschütze Manuel Konrad jedoch bedient: „Dass ich einmal drei Tore in einem Spiel schieße, kommt sicherlich nicht so oft vor. Trotzdem tut es gerade unheimlich weh.“ Im dritten Sonntagsspiel gewann der VfL Bochum nach zuletzt zwei Niederlagen gegen den FC Ingolstadt mit 2:0 (2:0). „Wir können froh sein, dass wir diese Woche wenigstens mit einem Sieg abgeschlossen haben“, sagte VfL-Kapitän Felix Bastians.

Bitter verlief der 8. Spieltag für Eintracht Braunschweig: 1:2 (1:0) gegen Aufsteiger Jahn Regensburg verloren und Rote Karten gegen Salim Khelifi und Maximilian Sauer sowie Gelb-Rot gegen Mirko Boland kassiert. „Die Roten Karten gehen alle in Ordnung“, räumte der erzürnte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht ein.

Bereits am Freitag hatte Aufsteiger Holstein Kiel hatte einen weiteren Coup gelandet. Kiel gewann das Aufsteiger-Duell beim MSV Duisburg mit 3:1 (1:0) und hatte für eine Nacht die Tabellenführung übernommen. Doch trotz der 16 Punkte aus den ersten acht Spielen bleiben die „Störche“ am Boden. „Wir sind Aufsteiger und bleiben bescheiden“, versprach Dominick Drexler, der in Duisburg zwei Tore erzielte. Im zweiten Freitagsspiel hatte Erzgebirge Aue den SV Sandhausen mit 1:0 (1:0) bezwungen. Zum Spieltags-Abschluss empfängt der 1. FC Union Berlin am Montagabend (20.15 Uhr/Sky) den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern.

dpa

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