Sender entschuldigt sich

Nach Eurosport-Panne zehn Euro Entschädigung

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Nicht nur auf dem Feld sorgte das Spiel 1. FC Köln gegen den HSV für Aufsehen. Foto: Federico Gambarini

Das packende Freitagabendspiel zwischen Köln und dem HSV bekommen viele Fußballfans nicht im Fernsehen zu sehen, weil der Eurosport-Player streikt. Der Sender kündigt eine Entschädigung an.

München (dpa) - Nach der Technik-Panne beim Bundesligaspiel Köln gegen den HSV hat Eurosport seinen verärgerten Kunden eine Entschädigung von zehn Euro zugesagt.

"Eurosport sagt noch einmal "Sorry" für die technischen Probleme", teilte der Münchner Sender am Samstag mit. Diese seien "nicht akzeptabel", wurde Susanne Aigner-Drews, die Geschäftsführerin von Discovery Networks Deutschland, zitiert.

Tags zuvor hatten viele Fußballfans bei der Übertragung des Spiels zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV Probleme mit dem Eurosportplayer und sahen eine Fehlermeldung. Es war das erste Spiel, das ausschließlich mit dem kostenpflichtigen Internetstream zu empfangen war. Fans müssen für die Live-Übertragung von 45 Spielen 29,99 Euro bezahlen. In dem Paket sind 30 Erstliga-Spiele am Freitag, fünf Spiele am Sonntag (13.30 Uhr), fünf am Montag (20.30 Uhr) und alle Relegationspartien sowie der Supercup.

"Mit einer Entschädigung in Höhe von 10 Euro hoffen wir, Euren verständlichen Ärger wenigstens ein wenig einzudämmen", hieß es in der Mitteilung. Woran der TV-Blackout lag, ist noch immer unklar.

"Gemeinsam mit unseren Technologie-Partnern arbeiten wir im Moment mit Hochdruck daran, die Gründe zu identifizieren und sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert", teilte der zu Discovery gehörende Sender mit. Die betroffenen Eurosport-Player-Abonnenten sollen in den kommenden Tagen automatisch eine Gutschrift in Höhe von zehn Euro erhalten.

"Wir wissen, dass wir damit nichts ungeschehen machen können, aber bitte versteht es als Zeichen unseres guten Willens und ernsthaften Bemühens, Euch als zufriedene Kunden unseres Angebots zu halten und zu überzeugen", erklärte Aigner-Drews weiter.

In sozialen Netzwerken empörten sich unter dem Hashtag #Eurosportplayer viele Nutzer über schwarze Bildschirme statt Tore. Schon während des packenden Hamburger 3:1-Sieges am Freitagabend mit der Verletzung und Auswechslung von Schiedsrichter Felix Brych, einer 13-minütigen Nachspielzeit und der Gelb-Roten Karte gegen den Hamburger Mergim Mavraj durch den eingewechselten Vierten Offiziellen Sören Storks hatte sich Eurosport via Twitter entschuldigt.

Manche Kunden nahmen es mit Humor und posteten bei Twitter einen Screenshot vom ZDF-Videotext mit den Worten: "Dann halt so wie früher." Manch Urteil war hart: "Der Absteiger 2017/18 steht fest: #Eurosportplayer (...)."

Doch auch für den Rechteinhaber Deutsche Fußball Liga kommt diese Panne nach den technischen Schwierigkeiten mit dem Videobeweis am ersten Spieltag zur Unzeit. Die "Lübecker Nachrichten" etwa kommentierten: "Wenn, wie am Freitagabend, der Exklusiv-Anbieter nicht einmal eine ruckelige Web-Übertragung hinbekommt, ist das eine große Blamage. Nicht nur für Eurosport, sondern auch für die DFL."

Tweet von Eurosport zu den Problemen

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Wiedergutmachungs-Tweet von Eurosport

Tweet von Eurosport mit Reaktion Geschäftsführerin

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