„Agiert seit Wochen außer Kontrolle“

Barca-Mitglied will Misstrauensvotum gegen Boss

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Schwer in der Kritik: Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu muss sich womöglich einem Misstrauensvotum stellen.

Dem FC Barcelona drohen unruhige Zeiten. Kurz nach dem Saisonstart forciert ein Klubmitglied ein Misstrauensvotum gegen Präsident Josep Maria Bartomeu. Auch Neymar spielt dabei eine Rolle.

Barcelona - Beim spanischen Fußball-Topklub FC Barcelona soll ein Misstrauensvotum den umstrittenen Vorstand um Präsident Josep Maria Bartomeu zu Fall bringen. Dies strebt Agusti Benedito an, der 2015 bei den Präsidentschaftswahlen erfolglos gegen Bartomeu angetreten war. Benedito hinterlegte seinen Antrag am Freitag, das bestätigte der spanische Pokalsieger.

"Der Klub befindet sich in sozialer, institutioneller und ökonomischer Hinsicht in einer Krise", sagte Benedito: "Ich denke, der Antrag ist berechtigt, weil Bartomeu seit Wochen außer Kontrolle agiert."

Vorstand findet Zeitpunkt des Antrags ungünstig

Der Klub reagierte in Person von Vorstandsmitglied Jordi Cardoner, der den Zeitpunkt des Vorstoßes kritisierte: "Am Ende einer Saison passt so etwas besser, wenn eine Bewertung der sportlichen Arbeit und des Vorstandes möglich ist." Man lege aber Wert darauf, dass die Vereinsmitglieder derartige Anträge vorbringen können.

Barça-Präsident wettert gegen Neymar

Benedito benötigt nun innerhalb der kommenden 14 Tage zunächst die Unterstützung von 16.570 Mitgliedern, das entspricht 15 Prozent der insgesamt 110.000 Klubmitglieder. Gelingt dies, werden alle Mitglieder zur Wahl gebeten. Mit einer Zweidrittel-Mehrheit könnte der Vorstand dann abgewählt werden.

Einer enttäuschenden vergangenen Saison, in der Barcelona die Titel in Champions League und spanischer Liga verpasste, folgte der Rekordtransfer von Superstar Neymar zu Paris St. Germain. Die Personalie Neymar ist aber auch aus einem weiteren Grund pikant für Bartomeu: Die Betrugs- und Korruptionsvorwürfe im Zuge der Verpflichtung des Brasilianers im Jahr 2013 betreffen auch den aktuellen Klub-Präsidenten, der unter seinem Amtsvorgänger Sandro Rosell damals schon zum Vorstand gehörte.

sid

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