100. Europapokaltor

Messis Meilenstein und Trainer-Zank über 1500 Kilometer

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Lionel Messi erzielte sein 100. Europapokal-Tor. Foto: Joan Valls/Urbanandsport/Gtreson

Lionel Messi schreibt mit dem 100. Europapokaltor weiter an seinen Zahlen für die Ewigkeit. Für Schlagzeilen sorgt am Mittwochabend aber das 3:3-Spektakel zwischen Chelsea und Rom - und ein Trainerstreit über 1500 Kilometer Entfernung.

London (dpa) - Ein weiterer Meilenstein für Lionel Messi und ein skurriler Trainer-Streit haben an einem denkwürdigen Fußball-Abend in der Champions League für Aufsehen gesorgt.

"Die Zahlen unterstreichen, was wir tagein tagaus sehen. Messi erreicht weiter Marken, die man nicht für möglich gehalten hätte", sagte Trainer Ernesto Valverde nach dem 3:1 des FC Barcelona gegen Olympiakos Piräus.

Der argentinische Ausnahmespieler erzielte mit dem 2:0 per Freistoß in der 61. Minute seinen 100. Treffer im 122. Europapokalspiel. Damit erreichte der 30-Jährige, der Argentinien in der vergangenen Woche mit drei Toren zur WM geschossen hatte, die Marke um 21 Spiele schneller als sein Rivale Cristiano Ronaldo von Real Madrid, der bisher 113 Mal in 151 Europapokalspielen traf.

Auch wenn es bei Messis Leistungen schwer zu glauben ist - das Kunststück wurde an diesem Abend vom 3:3-Spektakel zwischen dem FC Chelsea und AS Rom in der Gruppe C in den Schatten gestellt. Der englische Meister führte 2:0, dann drehte Rom das Spiel auf 2:3, das Eden Hazard dann noch ausgleichen konnte. Dem Spielverlauf die Krone auf setzten einige phantastische Tore, so durch Roms Edin Dzeko. Der bosnische Stürmerstar und ehemalige Wolfsburger begeisterte nach einem Steilpass mit einer wuchtigen Direktabnahme zum 2:2, bei der Chelsea-Keeper Thibaut Courtois nicht im Ansatz die Arme hochbekam.

"Heutzutage gibt es in Europa wenige Angreifer von seinem Wert. (...) Unglaublich, berauschend, fabelhaft", schrieb der "Corriere dello Sport" über Dzeko, der noch per Kopf das 3:2 folgen ließ, und fügte an: "Und wer noch andere Adjektive hat, um diesen magischen Abend mit einem Angreifer, der alles für die Nominierung zum Weltfußballer des Jahres hat (...), melde sich bitte."

Bei den Blues, die in der englischen Premier League als Fünfter bereits neun Punkte hinter Spitzenreiter Manchester City liegen, sorgte dieses Spektakel für Verärgerung - insbesondere bei Trainer Antonio Conte. Der Italiener hatte jüngst mit öffentlichen Statements die Chelsea-Bosse immer wieder mit der aus seiner Sicht wenig zufriedenstellenden Personaldecke konfrontiert.

Als Conte nach dem Spiel gegen Rom noch das Fehlen von N'Golo Kante, Danny Drinkwater und Victor Moses anführte, musste er sich aus dem 1500 Kilometer entfernten Lissabon Spott von José Mourinho gefallen lassen. "Andere Trainer, die weinen, weinen und weinen, wenn ein Spieler verletzt ist. Wenn ich jammern wollte, dann könnte ich wie die anderen fünf Minuten lang weinen: Ibrahimovic, Fellaini, Pogba, Rojo ...", sagte der Portugiese nach dem 1:0 von Manchester United bei Sporting.

Mourinho und Conte mögen sich nicht, den Streit gibt es bereits länger. Deshalb blieb Antonio Conte seinem Rivalen nichts schuldig und schickte postwendend die Replik quer über den europäischen Kontinent: "Ich empfehle ihm, lieber über sein Team nachzudenken und bei sich zu schauen, nicht bei anderen." Und erinnerte Mourinho an das 4:0 der Blues gegen United in der Vorsaison.

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