Medien: Kaiserslautern hat neuen Trainer gefunden

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Jeff Strasser (l.), hier noch als Spieler, soll neuer FCK-Trainer werden.

Nach der Entlassung von Norbert Meier in der vergangenen Woche hat der 1.FC Kaiserslautern einen neuen Trainer. Es ist ein ehemaliger FCK-Spieler.

Auf dem "Klassenfoto" stand Jeff Strasser noch im Schatten der berühmten Jahrgangsbesten, nun muss er eine nahezu unlösbare Aufgabe meistern: Der Luxemburger soll den kriselnden Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserlautern vor dem Absturz in die 3. Liga bewahren. Wie der kicker berichtet, wird Strasser am Mittwoch (13.30 Uhr) als neuer Trainer der Pfälzer vorgestellt.

"Ich bin überzeugt, dass er die Mannschaft mitreißen kann, dass er auch eine Spielidee, eine Philosophie entwickelt, die zum FCK passt, dass die Mannschaft den Fußball spielt, der auch zu seiner Mentalität passt", sagte FCK-Sportdirektor Boris Notzon nach einem ersten Gespräch mit Strasser der Rheinpfalz.

Bei seiner "Mission Impossible" könnten dem 42-jährigen Strasser die Erfahrungen aus dem Trainerlehrgang helfen. Denn schließlich erwarb Strasser 2016 die DFB-Lizenz unter anderem mit Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco - die beide mittlerweile in der Bundesliga bei 1899 Hoffenheim bzw. Schalke 04 für Furore sorgen und exemplarisch für die neue Wertschätzung junger Trainer stehen.

Einfach wird es für Strasser, der bislang nur in seiner Heimat den CS Fola Esch betreute, allerdings ganz bestimmt nicht. Der viermalige Meister und zweimalige Pokalsieger befindet sich nach dem 0:5 (0:4) am Montagabend bei Union Berlin endgültig in der tiefsten Krise der Klubgeschichte.

Mit gerade einmal zwei Punkten aus acht Spielen belegen die Roten Teufel den letzten Tabellenplatz. Der Absturz in die Amateurligen dürfte bei einem Abstieg nicht zu verhindern sein, da der FCK sich die 3. Liga wohl nicht leisten könnte.

"Vielleicht rüttelt das Berlin-Spiel alle Verantwortlichen wach, denn die Zeit läuft dem FCK davon", sagte 54er Weltmeister Horst Eckel bei Sport1. Die Klubikone der Roten Teufel ergänzte: "Das 0:5 spricht eine deutliche Sprache. Es ist mehr als ein Warnschuss, so darf es nicht weitergehen."

Andreas Brehme, seines Zeichens 1990 Weltmeister mit der DFB-Auswahl und von 2000 bis 2002 Coach auf dem Betzenberg, hat mit seinem ehemaligen Verein indes nur noch wenig Hoffnung. "Das Berlin-Spiel war ein Armutszeugnis. Der FCK kommt kaum über die Mittellinie. Es gibt gar keine Leidenschaft und Zweikampfstärke mehr", sagte er.

Die soll nun Strasser zurückbringen, der in seiner Zeit als FCK-Profi 106 Spiele bestritt und selbst einer war, der mit viel Einsatz die Herzen der FCK-Fans eroberte. Strasser folgt demnach auf Interimscoach Manfred Paula, der das Amt zuvor vom erfolglosen Norbert Meier für die Partie bei Union übernommen hatte.

Eigentlich hatte Paula das Team auch noch am Freitag gegen den Tabellenvorletzten SpVgg Greuther Fürth (18.30 Uhr/Sky) betreuen sollen. "Wir haben danach eine Länderspielpause. Dann hat das neue Trainerteam 14 Tage Zeit, mit der Mannschaft zu arbeiten", hatte Notzon nach dem Debakel in Berlin gesagt. Den neuen Impuls soll nun Strasser setzen.

sid

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