„Wir arbeiten professionell und zielgerichtet.“

Kampf gegen 50+1-Regel: Kind stellt Antrag auf Merheitsübernahme von 96

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Martin Kind kämpft seit Jahren gegen die 50+1-Regel.

Der Deutschen Fußball Liga liegt ein Antrag von Hannover-96-Klubboss Martin Kind vor, der sich um die Mehrheitsübernahme des Bundesligisten dreht. Kind kämpft seit Jahren gegen die 50+1-Regel.

Update vom 30.08.2017 - 20.41 Uhr:

Präsident Martin Kind hat im internen Streit um die Übernahme der Mehrheitsanteile beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 einen weiteren juristischen Etappensieg errungen. Wie die Niedersachsen am Mittwoch mitteilten, wies das Oberlandesgericht Celle die Beschwerden von zwei Vereinsmitgliedern gegen einen Beschluss des Landgerichts Hannover zurück. 

Das hatte den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Kinds Vorstoß bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) abgelehnt. "Es handelt sich um eine wichtige Entscheidung des Oberlandesgerichts, die - wie bereits in der ersten Instanz beim Landgericht - die Entscheidungsprozesse unserer Gremien bestätigt", sagte Kind: "Wir werden die getroffenen Beschlüsse im Sinne von Hannover 96 verantwortungsbewusst und konsequent umsetzen." 

Die beiden Mitglieder hatten einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt, die Hannover 96 verbieten sollte, bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) uneingeschränkt einen Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von der sogenannten 50+1-Regel zu stellen. Die umfassende Geschäftsführung obliege dem Vorstand und nicht der Mitgliederversammlung, teilte das OLG mit.

Kind stellt Antrag auf Mehrheitsübernahme

Hannover - Hannover-96-Klubboss Martin Kind hat bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) den Antrag auf die Mehrheitsübernahme des Bundesligisten gestellt. Das bestätigte Kind am Mittwoch in Hannover. „Alle Hausaufgaben sind gemacht“, sagte der 73-Jährige. „Wir arbeiten professionell und zielgerichtet.“ Er rechne bis Ende des Jahres mit einer Entscheidung der DFL. Wann genau der Antrag eingereicht wurde, sagte er nicht.

Sollte der Antrag Erfolg haben, kann Kind endgültig den Bundesligisten übernehmen. Der Unternehmer kämpft seit Jahren gegen die 50+1-Regelung. Die in den Statuten der DFL verankerte Regelung soll verhindern, dass Investoren die Mehrheit an den als Kapitalgesellschaften organisierten Clubs erlangen. Ausnahmen gibt es aber - wie im Falle von Bayer Leverkusen oder dem VfL Wolfsburg - wenn ein Konzern „seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Vereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat“.

Die Machtübernahme von Kind ist umstritten. Kind-Gegner protestierten etwa bei der Heimpartie gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Sonntag. Die Opposition scheiterte zuletzt mit juristischen Schritten gegen die Mehrheits-Übernahme der Profigesellschaft durch Kind.

dpa

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