Nur 120 Kilometer Entfernung

Manchester United fliegt zehn Minuten zu Auswärtsspiel: Einer wollte lieber mit E-Porsche anreisen

Manchester United wählt den einfachen Weg und erntet Kritik: Für die Reise zum Spiel bei Leicester setzen sich die Fußballstars für wenige Minuten ins Flugzeug.

Manchester - Cristiano Ronaldo und seine Teamkollegen von Manchester United absolvierten am Samstag ein Premier-League-Spiel im rund 120 Kilometer entfernten Leicester. Der britische Champions-League-Teilnehmer reiste zum Duell der Ex-Meister jedoch nicht mit dem Teambus an, vielmehr bevorzugten die Fußballstars einen Kurztrip mit dem Privatjet.

Der war gerade mal etwa zehn Minuten in der Luft, ehe sich die die Truppe der „Red Devils“ schon wieder zum Landeanflug bereitmachen konnte. In Zeiten der Klimawandel-Debatte erscheint eine solche Entscheidung äußerst fragwürdig - schließlich gehört Fliegen mit zu den größten Umweltsünden.

ManUnited fliegt zum Spiel nach Leicester - Eigennutz statt Klimaschutz

Hat Manchester United am Rande der Partie gegen Leicester City also unter Beweis gestellt, dass man es mit Klimaschutz ganz und gar nicht am Hut hat? Zumindest gibt es eine Erklärung für die zweifelhafte Entscheidung des Teammanagements: Wie die Sun in einem kritischen Bericht ausführt, war die Autobahn M6 als Hauptverbindung zwischen den beiden Städten am Freitag zwar gesperrt worden. Es hätte jedoch andere Möglichkeiten gegeben, zum Ziel zu gelangen: Sie hätten einfach mehr Zeit gekostet.

Doch hätten es die Verantwortlichen vorgezogen, einen möglichst reibungslosen Reiseverlauf zu wählen - und in das Flugzeug zu steigen. Das Boulevardblatt erklärt, dass gerade Klubs wie ManUnited „in Zeiten der Klimaangst“ mit gutem Beispiel vorangehen sollten, aus Gründen des Eigennutzes jedoch kein Interesse daran hätten.

Einer flog, der andere fuhr: Cristiano Ronaldo und Landsmann Bruno Fernandes im Dress von Manchester United.

Manchester United ignoriert CO2-Fußabdruck - Einer kam mit dem Elektroauto

Das Blatt lässt kein gutes Haar an dem kurzen Flugabenteuer und spricht gar von einer „tickenden Zeitbombe“. „Vereine haben eindeutig kein Interesse daran, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, sondern achten eher auf die persönlichen Bedürfnisse ihrer Spieler.“ Wie die Bild berichtet, wählte der ManU-Portugiese Bruno Fernandes jedoch einen anderen Weg - und düste die Strecke mit seinem Elektro-Porsche.

Letztlich sollte der Flugkomfort den ManU-Kickern jedoch nichts bringen: Bei Leicester City setzte es am Ende eine 2:4-Pleite. Wegen einem anderen Thema zieht sich die gesamte Premier League Unmut zu: Die Übernahme des Klubs Newcastle United ist stark umstritten. Freiburg-Coach Christian Streich ist fassungslos und richtet einen Appell an die Bundesliga. (PF) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matt West/Shutterstock/Imago

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