DFB-Pokal am Dienstag

Magdeburg freut sich auf den BVB - schafft Schweinfurt die Sensation?

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Die Kulisse in Magdeburg wird gegen den BVB wieder atemberaubend sein.

Sechs Bundesligisten sind in den ersten acht DFB-Pokalspielen am Dienstag am Ball - und haben die Favoritenrolle inne. Doch die Gegner aus den Ligen zwei bis vier rechnen sich Chancen aus.

Berlin - Ein rheinisches Derby, der Bundesliga-Tabellenführer bei einem ambitionierten Drittligisten und ein Regionalligist, der von einer Sensation träumt - die Dienstag-Spiele der zweiten DFB-Pokalrunde bieten einige sehr reizvolle Konstellationen.

Ausnahmezustand wird beim 1. FC Magdeburg herrschen. Der Zweite der Dritten Liga fiebert dem Duell mit Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund entgegen. Nach gutem Start sind die Dortmunder in den vergangenen drei Spielen in Liga und Champions League ohne Sieg geblieben. In der Vergangenheit hat sich der dreimalige DDR-Meister Magdeburg immer wieder als unbequemer Gegner für höherklassige Teams gezeigt. Zuletzt wurde in der ersten Runde Bundesligist FC Augsburg besiegt.

Rhein-Derby und Außenseiter Union

Ob der Klassenunterschied im Derby zwischen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach eine Rolle spielt, ist umstritten. „Fortuna Düsseldorf ist im Moment die herausragende Mannschaft in der 2. Liga und auf Bundesliganiveau unterwegs“, sagte Gladbachs Trainer Dieter Hecking. Fortunas Coach Friedhelm Funkel sieht das naturgemäß anders: „Wenn Gladbach so spielt wie gegen Bayer in der ersten Halbzeit, dann haben wir keine Chance.“

Ebenfalls klar in der Außenseiterrolle sieht sich Zweitligist 1. FC Union Berlin vor der Pokal-Aufgabe bei Bayer Leverkusen. „Wenn wir gegen Leverkusen bestehen wollen, brauchen wir Energie. Wir müssen über uns hinauswachsen“, erklärte Trainer Jens Keller.

Schweinfurt und Wehen wollen die Sensation schaffen

Auf der Hut ist Bundesligist Eintracht Frankfurt vor dem Spiel beim Viertligisten FC Schweinfurt 05. „Der David möchte den Goliath umstoßen. Das hat auch schon häufig geklappt“, sagte Trainer Niko Kovac. Der Schweinfurter Vorsitzende und Hauptsponsor, Markus Wolf, stellte jedoch klar: „Es muss alles passen, um das Wunder zu schaffen.“

Auch Schalke 04 will die Partie beim Drittliga-Überraschungsteam SV Wehen Wiesbaden mit voller Konzentration angehen. „Wenn wir nur ein paar Prozentpunkte nachlassen, kann das ein heißer Tanz werden“, sagte Manager Christian Heidel. Trotzdem hat er das Endspiel in Berlin im Visier. „Das muss unser Ziel sein“, sagte Heidel.

Bayerisches Derby in Ingolstadt

Ohne Personalsorgen geht der FC Ingolstadt in sein Spiel gegen Zweitligarivale SpVgg Greuther Fürth. Selbst Stürmer Dario Lezcano dürfte nach Kniebeschwerden wieder einsatzfähig sein. „Wir wollen unbedingt in die dritte Runde einziehen und möchten kurz vor Weihnachten noch ein Heimspiel haben“, sagte Trainer Stefan Leitl.

Reichlich Schwung für den Pokal hat Zweitliga-Überraschungsteam Holstein Kiel. Mit acht Siegen in zehn Punktspielen ist der Aufsteiger auf Platz zwei gestürmt und hofft nun auch bei Bundesligist FSV Mainz 05 auf einen Erfolg.

Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn geht ebenfalls mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegen den Zweitligisten VfL Bochum. Das Team von Trainer Steffen Baumgart hat in der ersten Runde bereits den FC St. Pauli mit 2:1 ausgeschaltet.

dpa

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