Nach heftiger Kritik

Krug: "Keine Veranlassung" für Aussetzung des Videobeweises

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Steht weiter hinter dem Videobeweis: DFB-Schiedsrichter-Manager Hellmut Krug. Foto: Matthias Balk

Berlin (dpa) - Trotz der zuletzt teils heftigen Kritik am Videobeweis in der Bundesliga will der DFB das Projekt nicht aussetzen.

"Dafür gibt es überhaupt keine Veranlassung, und es wäre auch das Verkehrteste, was wir machen könnten", sagte der Schiedsrichtermanager des Deutschen Fußball-Bundes, Hellmut Krug, der "Welt am Sonntag". "Man kann doch nicht ein zukunftsweisendes Projekt vorantreiben, indem man es aussetzt."

Krug, der das Projekt beim DFB leitet, hält die Debatte für scheinheilig. "Erst ist man nicht bereit, Fehler der Schiedsrichter zu akzeptieren, und schreit jahrelang nach technischer Hilfe", sagte er. Jetzt gebe es ein Werkzeug, das helfe, grobe Fehler zu vermeiden. "Und nun wird so getan, als wäre alles noch viel schlimmer als zuvor. Mit Verlaub: Das ist doch Unsinn." Dass beim Videobeweis noch nicht alles reibungslos laufe, sei laut Krug ganz normal. "Wir werden ruhig und besonnen weiter daran arbeiten, ein System zu schaffen, das den Erwartungen gerecht wird."

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