Mehr als die Hälfte aller Stimmen

Klarer Sieg bei Wahl: Bartomeu bleibt Barça-Präsident

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Josep Maria Bartomeu bleibt Präsident des FC Barcelona. Foto: Andreu Dalmau

Barcelona - Dem Barça-Clubchef Josep Maria Bartomeu droht eine Anklage wegen Unregelmäßigkeiten bei der Verpflichtung des Brasilianers Neymar. Dennoch wurde der Präsident des FC Barcelona von den Vereinsmitgliedern mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt.

Der FC Barcelona setzt nach dem historischen Gewinn des "Triples" von Champions League, Meisterschaft und Pokal auf Kontinuität. Die Mitglieder bestätigten den Clubchef Josep Maria Bartomeu am Samstag bei einer Präsidentenwahl mit deutlicher Mehrheit im Amt.

Wie der katalanische Traditionsverein mitteilte, erhielt der 52-jährige Unternehmer 54,6 Prozent der abgebenen Stimmen. Für den Herausforderer Joan Laporta stimmten 33,0 Prozent. Der 53-jährige Rechtsanwalt hatte von 2003 bis 2010 an der Spitze des Vereins gestanden. Der Gewinn der Champions League, der spanischen Meisterschaft und des Landespokals durch das Team um den Weltstar Lionel Messi in der abgelaufenen Saison dürften den Ausschlag für den Erfolg von Bartomeu gegeben haben.

Bartomeu hatte im Januar 2014 das Präsidentenamt übernommen, nachdem der damalige Vereinschef Sandro Rosell wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Verpflichtung des Brasilianers Neymar zurückgetreten war. Gegen Bartomeu laufen in dieser Sache ebenfalls Ermittlungen bei der Justiz. Der Clubchef hatte die Erwartung geäußert, dass das Verfahren gegen ihn im Sande verlaufen werde. Der Herausforderer Laporta war vom früheren Weltklassefußballers Johan Cruyff unterstützt worden. 

Bei der Wahl hatten sich insgesamt vier Kandidaten um die Stimmen der rund 110 000 wahlberechtigten Barça-Mitglieder beworben. Agustí Benedito erhielt 7,2 Prozent, Toni Freixa 3,7 Prozent.

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