„Das ist Qutasch“

WM-Affäre: Blatter verteidigt Beckenbauer

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Sepp Blatter (r.) hat Franz Beckenbauer in Schutz genommen.

Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Franz Beckenbauer in der Affäre um die WM 2006 in Schutz genommen, die zentralen Aussagen des deutschen Organisationschefs in diesem Skandal aber erneut dementiert.

Essen - „Franz Beckenbauer haben diese Vorwürfe schwer getroffen. Gesundheitlich geht es ihm nicht gut, ich mache mir Sorgen um ihn und kann es nur schwer nachvollziehen, dass die einstige Lichtgestalt des Fußballs ohne Beweise vorverurteilt wird“, sagte Blatter in einem Interview der Funke Mediengruppe.

In der WM-Affäre geht es im Kern um eine Millionen-Zahlung, die im Jahr 2002 von einem Konto von Franz Beckenbauer und seinem kurz darauf verstorbenen Manager Robert Schwan über die Schweiz auf ein Firmenkonto des damaligen FIFA-Funktionärs Mohamed bin Hammam floss. Warum dieses Geld überwiesen wurde, ist nach wie vor ungeklärt. Beckenbauer behauptete stets, dass die WM-Organisatoren damit einen Organisationskosten-Zuschlag des Weltverbandes absichern wollten.

„Das stimmt nicht. Das ist Quatsch“, sagte Blatter nun erneut. „Das habe ich auch vor der Schweizer Bundesanwaltschaft, die mich als Auskunftsperson einlud, gesagt. Dass man zuerst etwas zahlen muss, damit man im Gegenzug Geld bekommt von der FIFA, ist abstrus.“

Der 81 Jahre alte Schweizer führte den Fußball-Weltverband von 1998 bis 2016. Wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung wurde er von der Ethikkommission der FIFA für acht Jahre gesperrt. Ein Berufungsgericht reduzierte diese Sperre jedoch um zwei Jahre.

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