Kommt Tuchel?

Hoeneß: Neuer Bayern-Trainer "in den nächsten Tagen"

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß kennt den neuen Trainer schon. Foto: Peter Kneffel

Ausgerechnet Pep Guardiola soll einem Bericht zufolge schon wissen, wer neuer Trainer beim FC Bayern wird. Präsident Hoeneß habe den Ex-Coach der Münchner über die Entscheidung informiert. Als Favorit auf den Job galt knapp eine Woche nach dem Ancelotti-Aus Tuchel.

München (dpa) - Auch rund eine Woche nach der Pleite von Paris und der Trennung von Carlo Ancelotti vermeldete der FC Bayern bei seiner Trainersuche vorerst keinen Erfolg.

Welche Varianten an der Säbener Straße noch diskutiert würden, oder ob das Casting längst entschieden ist, das verriet der deutsche Fußball-Rekordmeister nicht. Einen dezenten Hinweis gab lediglich Präsident Uli Hoeneß, der der Münchner "Abendzeitung" von einem Mittagessen mit Ex-Coach Pep Guardiola erzählte und erwähnte: "Ich habe ihm auch gesagt, wen wir in den nächsten Tagen präsentieren - und da war er einverstanden."

Die Aussage kann als Indiz dafür gewertet werden, dass Favorit Thomas Tuchel kurz vor einem Engagement in München steht. Der ehemalige Mainz- und Dortmund-Trainer ist ein Freund Guardiolas. Ein Abend vor wenigen Jahren in einem Szenelokal, an dem die beiden Fußball-Tüftler mit Salzstreuern und Weingläsern taktische Formationen nachstellten, ist in München längst Legende. Mit einem Bayern-Trainer Tuchel wäre Guardiola bestimmt "einverstanden", wie es Hoeneß formuliert.

Am Mittwochnachmittag berichtete "Sport1", dass die Entscheidung gefallen sei. Vom Verein gab es dazu keine Stellungnahme.

Entscheidend ist wohl die Frage, ob sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sowie Präsident und Aufsichtsratsboss Hoeneß für eine Übergangslösung bis zum Sommer oder eine langfristige Variante entscheiden. Als Lückenfüller dürfte der ambitionierte Tuchel, der in der vergangenen Saison mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal erobert hatte, nicht zu gewinnen sein. Die "Sport Bild" berichtete von Forderungen, die Tuchel den Bayern-Chefs bei einem ersten Telefonat nach dem 0:3 in der Champions League bei Paris Saint-Germain präsentiert habe. Ancelotti war da gerade entlassen worden.

Dem 44-jährigen Tuchel eilt der Ruf voraus, fachlich überzeugend, aber zwischenmenschlich zumindest nicht einfach zu sein. Nach der Vertragsauflösung beim BVB sprach Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem Coach in einem Offenen Brief durch die Blume grundlegende Werte ab, um die es immer gehe, "wie Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit, um Authentizität und Identifikation. Es geht um Verlässlichkeit und Loyalität".

Taktisch gehört der Ex-Profi zu den besten der Zunft. Rummenigge selbst hatte im Sommer gesagt, dass ihm Tuchel "immer gut gefallen" habe. Der Vorstandsvorsitzende gilt als Befürworter Tuchels, während Hoeneß ein Fan von Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann sein soll.

Mitteilung FC Bayern zur Trennung von Ancelotti

Bericht "Abendzeitung"

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