Viel Arbeit für Jupp

Heynckes-Rückkehr: Das sind die Probleme beim FC Bayern

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Jupp Heynckes hat beim FC Bayern viel Arbeit vor sich.

Er ging mit dem maximalen Erfolg und kommt nun in der Krise. Jupp Heynckes hat beim FC Bayern München eine ganze Menge Arbeit vor sich.

Köln/München - Als Triple-Trainer verließ Jupp Heynckes Bayern München auf dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte, bei seiner überraschenden Rückkehr steht der 72-Jährige allerdings vor einigen Problemen. Ab Montag soll der Erfolgstrainer den kriselnden deutschen Fußball-Rekordmeister wieder auf Kurs bringen. Für Heynckes eine "Herzensangelegenheit" - allerdings eine alles andere als einfache Aufgabe.

Doch das erste Problem ist mit der Personalie Heynckes immerhin gelöst: Vor den wichtigen Spielen in den kommenden Tagen und Wochen wurde zumindest auf die Trainerfrage eine für Fans und Spieler zufriedenstellende Antwort gefunden. Doch wollen die Münchner wieder zu alter Dominanz finden, hat Heynckes noch einige Arbeit vor sich.

Ist der Kader stark genug?

Die sportliche Situation: Schon Jahre nicht mehr waren die Bayern so angreifbar wie aktuell - selbst in der Bundesliga reichen klare Führungen nicht mehr zu Siegen. Taktisch erfolgte unter Carlo Ancelotti ein Rückschritt, häufig wirkte es so, als fehle den Spielern eine Handlungsanleitung. Ancelotti setzte auf die individuelle Klasse seiner Topstars, doch die sind nicht Topform. Oder verletzt. Auch ein Grund, warum der Italiener in dieser Saison noch keine Stammformation fand. Ein weiteres Fragezeichen steht dabei hinter dem Kader. Ist er zu schwach für höchstes internationales Niveau, wie bereits die ersten Experten unkten? Oder stehen eher interne Probleme dem Erfolg entgegen? Liegt es an atmosphärischen Störungen, könnte Heynckes kurzfristig etwas bewegen.

Kann Heynckes die „Kabine zurückgewinnen“?

Die Stimmung: Mats Hummels sprach während des Trips mit der Nationalmannschaft von "aufreibenden Wochen" in München. Zeitweise war der "FC Hollywood" zurück: Thomas Müller motzte über fehlende Einsatzzeiten, Franck Ribery reagierte wütend auf eine Auswechslung - und Stürmer Robert Lewandowski entwickelte sich immer mehr zur Ich-AG. Ein nicht autorisiertes Interview mit Kritik an den Vereinsbossen nervte den Verein wie der Eigensinn des Polen. Ancelotti war nicht in der Lage, die Spieler bei Laune zu halten, verschärfte die Situation angeblich sogar, indem er Personalentscheidungen nicht ausreichend kommunizierte. Für Heynckes wird dies wohl die wichtigste Aufgabe: Die "Kabine zurückzugewinnen", wie es so schön heißt. Nicht gerade hinderlich ist es dabei, dass Heynckes mit Teilen der Mannschaft spanisch sprechen kann.

Ziel: Schneller Erfolg trotz uneiniger Bossen

Der Zeitdruck: Es eilt für Heynckes, denn in den kommenden Tagen stehen wegweisende Spiele an. In der Champions League muss der FC Bayern die Duelle mit Celtic Glasgow gewinnen, im DFB-Pokal und in der Liga geht es jeweils gegen RB Leipzig. Und Anfang November reisen sie zum enteilten Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Die Bosse: Seit der Rückkehr von Uli Hoeneß spricht der Klub nicht mehr mit einer Stimme. Nicht nur einmal sendeten der Präsident und der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge unterschiedliche Signale aus. In der Trainerfrage konnten sie sich letztendlich immerhin auf Heynckes einigen. Dessen Aufgabe könnte es auch sein, für einen Ausgleich der Alphatiere zu sorgen und so weitere Konflikte zu verhindern.

Wer folgt auf Heynckes?

Der Nachfolger: Denn schon die Suche nach dem Trainer für die kommende Saison könnte für Zündstoff sorgen. Hoeneß soll den Hoffenheimer Julian Nagelsmann favorisieren, Rummenigge eher ein Engagement von Thomas Tuchel, der Heynckes gratulierte. Egal, wer nun neuer Bayern-Trainer werden wird, Heynckes wird die öffentlichen Diskussionen über seinen Nachfolger aushalten müssen.

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