Schalke beteiligt sich nicht an Weinzierl-Spekulationen

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Trainer Markus Weinzierl steht noch beim FC Augsburg unter Vertrag. Foto: Stefan Puchner

Neuer Favorit bei Schalke 04 für die Nachfolge von Roberto Di Matteo als Cheftrainer dürfte Markus Weinzierl sein. Manager Horst Heldt dementierte die Spekulationen nicht, bestätigte sie aber auch nicht. Die Verpflichtung des Augsburger Coaches würde Millionen Kosten.

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 hat Spekulationen über Verhandlungen mit Markus Weinzierl über eine Verpflichtung als neuer Cheftrainer weder bestätigt noch zurückgewiesen.

"Es ist Aufgabe der Medien, das Thema zu besetzen und ihr gutes Recht zu spekulieren", sagte Manager Horst Heldt laut einer Mitteilung auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten. "An diesen Spekulationen werde ich mich aber weder beteiligen noch einzelne Namen kommentieren."

Mehrere Medien hatten berichtet, dass Schalke bereits Gespräche mit dem 40-jährigen Augsburger Trainer geführt habe. Weinzierl hatte seinen Vertrag beim Liga-Konkurrenten jüngst bis 2019 verlängert. Bisher galt bei Schalke der belgische Nationaltrainer und ehemalige Gelsenkirchener Profi Marc Wilmots (46) als Favorit für die Nachfolger des am Saisonende zurückgetretenen Schweizers Roberto Di Matteo.

"Fakt ist, dass wir derzeit Gespräche mit fachlich hervorragend geeigneten Trainern führen", erklärte Heldt. "Diese Gespräche finden aber allesamt hinter geschlossenen Türen statt. Wir werden uns hierzu äußern, wenn es etwas zu verkünden gibt."

Auch der FC Augsburg hat zunächst zurückhaltend auf das angebliche Interesse von Schalke an einer Verpflichtung seines Coaches reagiert. "Er hat uns vor ein, zwei Wochen gesagt, dass Schalke an ihn herangetreten ist", sagte FCA-Präsident Klaus Hofmann dem Radiosender "Antenne Bayern". Das sei aber auch alles gewesen. Der 40 Jahre alte Weinzierl sei aber nicht auf den Verein zugekommen, "dass er wegmöchte". Auch mit Schalke stehe man nicht in Kontakt, erklärte Hofmann. Weinzierl war am Mittwoch zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Sowohl ein Engagement von Weinzierl, der Augsburg auf den fünften Platz der Bundesliga und damit in die Europa League führte, als auch das von Wilmots würde Schalke einiges Kosten. Der Belgier soll aus seinem bis 2018 laufenden Vertrag für zwei Millionen Euro vorzeitig rauskommen.

Noch teurer dürfte eine Verpflichtung von Weinzierl werden, der seit drei Jahren Trainer in Augsburg ist. Seinen Vertrag hatte er Anfang April vorzeitig bis zum 30. Juni 2019 verlängert. Die Ausdehnung der Zusammenarbeit wurde ausgerechnet vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Schalke über die Videowände im Augsburger Stadion bekanntgegeben. "Ich habe hier eine hohe Jobzufriedenheit", äußerte Weinzierl damals. Es passe für alle Seiten.

Im Fall eines vorzeitigen Weggangs hatte Augsburgs Vorstand Klaus Hofmann angekündigt, Weinzierl nicht für einen einstelligen Millionenbetrag ("definitiv niemals") ziehen lassen zu wollen. Eine Ausstiegsklausel gebe es nicht, sagte Hofmann dem Internetportal Sport1.

Erklärung von Heldt auf der Schalke-Homepage

Daten und Fakten zu Markus Weinzierl

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