Profiklubs trauern um Ex-Spieler

Bundesliga-Legende und „Sunnyboy“ mit 59 Jahren gestorben - Todesursache wohl klar

Einer der erfolgreichsten „Joker“ der Bundesliga-Geschichte ist verstorben - mit gerade mal 59 Jahren. Die Todesursache steht wohl bereits fest. Nicht nur sein Herzensklub aus Mönchengladbach kondoliert.

  • Die Gladbacher Vereinsikone Hans-Jörg Criens ist gestorben.
  • Für die Borussia absolvierte der Angreifer 290 Bundesligapartien.
  • Der mit 59 Jahren verstorbene Ex-Profi war auch als „Sonnyboy“ bekannt.

Mönchengladbach - Bundesligist Borussia Mönchengladbach und Zweitligist 1. FC Nürnberg trauern um ihren früheren Stürmerstar Hans-Jörg Criens. Der dritterfolgreichste Bundesliga-Torschütze der Borussen (94 Treffer in 290 Spielen) starb nach Angaben des "Clubs" im Alter von 59 Jahren. Todesursache ist Medienberichten zufolge ein Herzinfarkt gewesen. Der 1.FC Nürnberg sprach noch am Donnerstagabend Angehörigen und Freunden des Ex-Sportlers das Mitgefühl aus, am Tag darauf nahm auch sein Herzensklub aus Mönchengladbach Stellung zu dem Ableben des früheren Spielers:

Hans-Jörg Criens gestorben: Clubs trauern um „Edel-Joker“

Criens erwarb sich in seiner Erstliga-Laufbahn von 1982 bis 1995 zunächst in Mönchengladbach durch Treffer nach Einwechslungen einen Ruf als "Edel-Joker". Zu den größten Erfolgen des gebürtigen Neussers im Gladbacher Trikot gehörten die Teilnahmen an den DFB-Pokalendspielen 1984 und 1992 sowie der dritte Platz in der Bundesliga-Saison 1983/84.

1987 bestritt Hans-Jörg Criens, der seine Karriere 1995 nach zwei Jahren in Nürnberg beendete, ein Spiel für die deutsche Olympia-Mannschaft. Mehr Tore für Mönchengladbach als "der Lange" erzielten nur Jupp Heynckes (195 Treffer) und Herbert Laumen (97).

Ex-Profifußballer Hans-Jörg Criens ist im Alter von 59 Jahren gestorben.

Criens erhielt seinen Spitznamen aufgrund seiner Körpergröße von 1,89 m, mit der sich der Angreifer gerade auch im Luftkampf zu behaupten wusste. Und als Einwechselspieler, der frisch von der Reservebank der „Fohlen“ oftmals noch Spiele drehte.

„Sunnyboy“ Criens: „Als Trainer war es harte Arbeit...“

Ein Titel mit Mönchengladbach blieb dem Offensivmann aber ebenso verwehrt wie ein Einsatz in der deutschen A-Nationalauswahl sowie die Berufung in die Gladbacher Jahrhundertelf. Zweimal erreichte Criens das Endspiel im DFB-Pokal, beide Partien gingen jedoch 1984 in Frankfurt gegen den FC Bayern und auch 1992 in Berlin gegen Hannover 96 jeweils im Elfmeterschießen verloren.

Nicht wenige Experten waren und sind der Ansicht, dass Criens noch mehr aus seiner Karriere hätte herausholen können. "Von seinen Anlagen her hätte er eigentlich Nationalspieler werden müssen. Doch er war auch ein ‚Sunnyboy‘, als Trainer war es harte Arbeit, sein volles Potenzial aus ihm herauszukitzeln", sagte einmal der im vergangenen Jahr gestorbene Wolf Werner, der Criens von 1987 bis 1989 bei der Borussia betreute.

Erst Anfang Dezember musste die Bundesliga-Gemeinde um einen weiteren Großen trauern - Detlef Pirsig verband unter anderem eine besondere Anekdote mit Gerd Müller, außerdem ist ein ehemaliger Wolfsburger mit gerade mal 33 Jahren ums Leben gekommen.

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PF/FN mit dpa/sid

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Brenneken

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