Luft für Zinnbauer dünner

Hertha stürzt HSV tiefer ins Verderben

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Der HSV verliert zu Hause gegen Hertha und bleibt im Keller.

Hamburg - Beim Freitagabend Spiel hat Hertha BSC den Hamburger SV tiefer in den Keller geschossen. Die Berliner siegten knapp mit 1:0 - dank Sebastian Langkamp.

Planlos, trostlos - und wieder sieglos: Für den Hamburger SV und seinen Trainer Joe Zinnbauer wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Der Bundesliga-Dino verlor das Kellerduell im heimischen Volkspark gegen Hertha BSC mit 0:1 (0:0) und gerät in immer größere Gefahr. Den Treffer für die Berliner erzielte Sebastian Langkamp in der 84. Minute.

Nach nunmehr sechs Spielen ohne Sieg droht den Hanseaten am Samstag erstmals seit dem 13. Spieltag der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz. Ob Zinnbauer nach der Länderspiel-Pause noch Trainer des HSV ist, darf angesichts des ernüchternden Auftritts gegen den Haupstadtklub bezweifelt werden.

Die Berliner, die inzwischen seit vier Spielen ungeschlagen sind, vergrößerten ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz dagegen auf sechs Punkte. Die Gelb-Rote Karte von Innenverteidiger Cleber wegen wiederholten Foulspiels (81.) passte ins Bild.

Zwar erspielte sich der HSV vor allem in der Anfangsphase einige Chancen. Doch mit zunehmender Spieldauer verloren die Gastgeber den Mut, das Wissen um die eklatante Offensivschwäche (16 Tore aus den bisherigen 25 Spielen) schien die Angriffsbemühungen regelrecht zu lähmen. Den Berlinern spielte die Hamburger Unsicherheit in die Karten. Sie waren im zweiten Abschnitt sogar das aktivere Team und dem Treffer näher als der HSV, der ja dann auch die Quittung durch das 0:1 von Langkamp erhielt, der nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt mit dem Kopf zur Stelle war.

Im „Sechs-Punkte-Spiel“ (O-Ton Zinnbauer) um den Klassenerhalt überraschte der HSV-Coach mit seiner Aufstellung. Während er den zuletzt auf der Bank schmorenden Kapitän Rafael van der Vaart nach vier Spielen wieder in die Startelf beorderte, ließ er den Ex-Berliner Pierre-Michel Lasogga zunächst überraschend draußen und agierte wie zuletzt mit Ivica Olic als einziger Spitze.

HSV mit schlechter Chancenauswertung

Doch auch ohne zusätzliche Offensivkraft legten die Gastgeber furios los und kamen schnell zu vielversprechenden Möglichkeiten. Erst spitzelte Hertha-Keeper Thomas Kraft einen abgefälschten Schuss des agilen Zoltan Stieber mit den Fingerspitzen noch gerade so über den Kasten und Verteidiger Cleber verfehlte das Ziel beim anschließenden Eckball freistehend per Kopf (6.). Dann zielten van der Vaart (15.) und Olic (19.) nicht genau genug.

Die Berliner ließen es dagegen deutlich ruhiger angehen. Nach verhaltenen ersten 20 Minuten, in denen sich die Gäste vor allem nach Standardsituationen anfällig präsentierten, wurde das Team von Trainer Pal Dardai immer sicherer und versuchte, mit schnellen Kontern selbst Nadelstiche zu setzen. HSV-Schlussmann Rene Adler, der aufgrund der Rot-Sperre von Stammkeeper Jaroslav Drobny erstmals seit dem zweiten Spieltag von Beginn an das Hamburger Tor hütete, musste bis zum Halbzeitpfiff allerdings kein einziges Mal eingreifen.

Im zweiten Abschnitt passierte zunächst kaum etwas. Vom anfänglichen Elan der Gastgeber war nur noch wenig zu sehen und so übernahm Berlin zunehmend das Kommando und kam zu ersten Chancen. Zunächst verfehlte Valentin Stocker mit seinem Kopfball das Tor (61. ), dann klärte Adler gegen Salomon Kalou (64.). Die bis dahin beste Gelegenheit bot sich dann aber dem HSV: Olic tauchte plötzlich frei vor Kraft auf, ließ sich dann aber zu viel Zeit (69.). Langkamp machte dann aber die Pleite des HSV perfekt.

Auffälligste Akteure bei den Hamburgern, die als nächstes bei Bayer Leverkusen und gegen den VfL Wolfsburg antreten müssen, waren Innenverteidiger Johan Djourou und Stieber. Aufseiten der Gäste verdienten sich Kapitän Fabian Lustenberger und Anthony Brooks.

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