Das erste Spitzenspiel der WM

WM 2018 im Ticker: Ronaldo-Gala gegen Spanien - Marokko im Pech

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Ronaldo gelingt heute alles. 

WM 2018 im Live-Ticker: Am Freitag ging es so richtig los in Russland. Drei Partien standen auf dem Spielplan. Portugal und Spanien lieferten sich ein spannendes Duell.

  • Am Freitag steigen drei Partien: Ägypten vs. Uruguay (14 Uhr), Marokko vs. Iran (17 Uhr) und der Kracher Portugal vs. Spanien (20 Uhr).
  • Russland hat das Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien mit 5:0 gewonnen.
  • Was sonst noch am Tag zuvor beim Turnier geschah, können Sie im WM-Ticker vom Donnerstag nachlesen.
  • Deutschland startet als Titelverteidiger am Sonntag um 17 Uhr (MEZ) mit dem Spiel gegen Mexiko ins Turnier.

Update vom 24. Juni 2018: Deutschland nach furiosem Sieg noch immer im Freudentaumel

Der Tag danach! Noch immer befindet sich ganz Fußball-Deutschland im Freudentaumel und denkt mit einer großen Spur Genugtuung an den furiosen 2:1-Sieg der DFB-Elf gegen Schweden. Toni Kroos‘ Freistoß-Banane ist noch immer in aller Munde und wird auch noch Tage nach dem Sieg Thema sein, so wie heute. Daher legen wir Ihnen wieder unseren WM-Live-Ticker vom Sonntag ans Herz. Hier verpassen Sie nichts und bekommen alle Infos rund um die WM in Russland und natürlich alle News von der deutschen Nationalmannschaft.  

Update vom 19. Juni: Alle aktuellen News zum heutigen WM-Tag lesen Sie im News-Ticker vom Dienstag. Zum Beispiel äußert sich Manuel Neuer auf der DFB-Pressekonferenz zur Pleite gegen Mexiko.

Lesen Sie die aktuellen WM-News im Ticker vom Samstag
11.16 Uhr:
Brasiliens Rekord-Nationalspieler Cafu hat die Seleção vor dem WM-Auftakt am Sonntag (20.00 Uhr/ZDF) gegen die Schweiz gewarnt. „Ich erwarte ein kompliziertes Spiel, vor allem weil die Schweizer sehr gut verteidigen“, sagte der 48-Jährige im Interview der französischen Zeitung „Le Matin“. „Die Seleção hatte immer Probleme mit Mannschaften, die wenig Räume lassen.“ Der Weltmeister von 1994 und 2002 ist sich sicher, dass die Schweiz trotz ihrer Außenseiterrolle „eine Chance“ hat. „Aber ich denke, dass Brasilien gewinnen wird, aber mit Schwierigkeiten.“ Die Brasilianer sind bereits im Spielort Rostow am Don angekommen.Lesen Sie die aktuellen WM-News im Ticker vom Samstag

11.12 Uhr:

Spaniens Torhüter David de Gea hat sich nach seinem Patzer beim 3:3 zum WM-Auftakt gegen Portugal selbst Mut gemacht. „Bevor man lernt zu triumphieren, muss man lernen zu scheitern“, twitterte der Profi von Manchester United noch in der Nacht zum Samstag. Der 27-Jährige hatte beim zweiten Tor von Superstar Cristiano Ronaldo am Freitagabend gegen den Europameister in Sotschi ganz schlecht ausgesehen. „Seguimos“ - „Weiter geht's!“, schrieb de Gea noch und veröffentlichte ein Foto, wie ihn Kapitän Sergio Ramos nach dem Abpfiff umarmte.

„Ich bin ganz ruhig, wir haben ein gutes Spiel gemacht und ich bin zufrieden mit der Reaktion der Mannschaft. Wir hätten mehr verdient gehabt“, sagte de Gea nach dem in der Schlussphase durch Ronaldos Freistoßtor vergebenen Sieg. „Es war ein Fehler, wie er allen Torhütern mal passiert“, räumte der Keeper ein. „Der Ball war schwierig, so ist Fußball.“ Er setzte aber auf das Vertrauen von Trainer Fernando Hierro und seiner Mitspieler: „Ich spüre ihre Unterstützung.“

10.59 Uhr:

Die deutsche Nationalmannschaft greift zwar erst am Sonntag in das Turnier ein, doch die Aussicht auf die Partie gegen Mexiko ist positiv: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft strebt am Sonntag (17.00 Uhr/ZDF/Sky) gegen Mexiko im 943. Länderspiel den 550. Sieg an. Neben den bislang 549 Erfolgen stehen 191 Unentschieden und 202 Niederlagen in der Bilanz. Das Torverhältnis lautet 2118:1105.

10.42 Uhr:

 Bundesliga-Legionär Aziz Bouhaddouz hat mit seinem Malheur die WM-Party der Marokkaner voererst beendet. Das Achtelfinale ist nun praktisch nicht mehr zu erreichen. Der Unglücksrabe suchte gar nicht erst nach Ausreden. Die gewaltige Tragweite seines Aussetzers wurde Aziz Bouhaddouz noch am Ort des Geschehens bewusst. "Ich kann mich nur beim Team, den Fans und 35 Millionen Marokkanern entschuldigen", sagte der 31-Jährige, nachdem er mit seinem Eigentor die ausgelassene WM-Party der Nordafrikaner höchstpersönlich beendet hatte: "Natürlich stehe ich nun als der Doofe da."

10.30 Uhr:

Japans Nationalmannschaft will im WM-Auftaktspiel gegen Kolumbien Revanche nehmen für die 1:4-Niederlage gegen die Cafeteros bei der Fußball-WM 2014. „Wir haben vier Jahre lang unter diesem Spiel gelitten“, sagte Torhüter Eiji Kawashima mit Blick auf die letzte Vorrunden-Partie in Brasilien. Die Niederlage hatte damals das Aus der Japaner als Gruppenletzter besiegelt. „Dieses Mal müssen wir uns selbst beweisen, dass wir es besser können“, sagte Kawashima.

Japan startet am Dienstag (14.00 Uhr/ZDF) gegen Kolumbien in die WM in Russland. Weitere Gegner in der Gruppe H sind Polen und Senegal. Ziel der Samurai Blue ist es, bei ihrer sechsten WM-Teilnahme zum dritten Mal das Achtelfinale zu erreichen. Gegen Kolumbien erwartet der 35 Jahre alte Routinier Kawashima eine enge Partie. „Sie haben sehr viel Talent. Sie haben mit Falcao einen Torjäger und mit James Rodríguez einen Spielmacher“, sagte er mit Blick auf den Stürmer von AS Monaco und den Mittelfeldspieler vom FC Bayern.

10.25 Uhr:

Ex-Nationalspieler Miroslav Klose beginnt derzeit seine ersten Schritte als Trainer beim FC Bayern München und ist auch bei Jogi Löw und dem DFB-Team dabei. Kann sich auch

Philipp Lahm eine Trainer-Karriere vorstellen?

10.15 Uhr:

Der Trend zu späten Toren hält auch bei der Fußball-WM in Russland an. In jedem der ersten vier Turnierspiele fiel mindestens ein Treffer nach der 87. Minute. Alleine in der Nachspielzeit durften die Teams bislang dreimal jubeln: Russland traf beim 5:0 über Saudi-Arabien im Eröffnungsspiel zweimal nach der 90. Minute, Marokkos Aziz Bouhaddouz sorgte per Eigentor in der 90.+5 Minute für den iranischen 1:0-Sieg.

Bei der WM 2010 in Südafrika wurden über das komplette Turnier lediglich sechs Tore in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit erzielt, vier Jahre später in Brasilien waren es schon zwölf.

10.10 Uhr:

Bundestrainer Joachim Löw hat den Nationalspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan nach deren umstrittenen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten demonstrativ den Rücken gestärkt. Er kenne die beiden Nationalspieler mit türkischen Wurzeln schon sehr lange und wisse, dass sie sich ganz mit den in Deutschland gelebten Werten identifizierten, sagte Löw dem „Spiegel“. „Und das ist für mich mal das Allerallerwesentliche. Diese beiden Spieler sind in Deutschland wirklich gut integriert. Das kann ich versichern.“

Gündogan und Özil stehen wegen eines Treffens und Fotos mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seit Wochen in der Kritik. In Deutschland gab es Forderungen, beide aus der Nationalelf auszuschließen. Gündogan wurde nach seiner Einwechslung im WM-Test gegen Saudi-Arabien in Leverkusen (2:1) von vielen deutschen Fans ausgepfiffen, woraufhin sich die Diskussion um die beiden erneut verschärfte.

Zu seiner eigenen Rolle als Bundestrainer sagte Löw dem „Spiegel“, er sehe sich „als Entwickler und Visionär. Das ist tief in mir drin. Ich mache mir ständig Gedanken: Wo geht der Fußball insgesamt hin? Wo wollen wir in vier Jahren stehen?“ Dabei gehe es ihm nicht nur um sportlichen Erfolg. „Den Leuten soll es Spaß machen, wenn sie der Mannschaft zuschauen. Wir wollen eine sympathische Mannschaft sein, die ehrgeizig und diszipliniert ist, aber die auch Freude am Spiel vermitteln kann. Das war und ist mir immer noch sehr wichtig.“

10.02 Uhr:

Nach dem verpatzten WM-Start gab es für Ägyptens Stürmerstar Mohamed Salah eine Überraschung im Teamquartier in Grosny. Der wegen einer Schulterverletzung noch pausierende Profi des FC Liverpool wurde an seinem 26. Geburtstag mit einer Torte in den Landesfarben empfangen. Damit nicht genug: Schon am Tag vor dem 0:1 gegen Uruguay hatte es sich ein russischer Journalist von einer Boulevardzeitung nicht nehmen lassen, ein Paar dicke russische Winterstiefel als Geschenk anzupreisen.

09.48 Uhr:

Der Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer freut sich auf den Top-Auftakt gegen Favorit Brasilien. „Ein toller Start! Wir wollen selbstbewusst auftreten, mutig auch, und an jenem Tag alles daran setzen, Brasilien zu schlagen“, sagte der Torwart des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach vor dem Auftakt gegen die Südamerikaner am Sonntag (20.00 Uhr)der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Gleichwohl weiß die Nummer eins der Eidgenossen um die Schwere der Aufgabe. „Es braucht an diesem Tag von unserer Seite eine Topleistung“, sagte Sommer.

Weitere Gegner der Schweizer in der Gruppe E sind Costa Rica und Serbien. Für Sommer ist das Rennen hinter Brasilien ausgeglichen. „Es wäre gefährlich zu sagen, wir müssten ins Viertelfinale kommen. Gegen die Kontrahenten in unserer Gruppe sind wir schon stark gefordert“, sagte Sommer. „Wir sind darum gut beraten, uns vorerst nur auf diese Phase des Turniers zu konzentrieren.“

Mut macht den Schweizern ihre Bilanz in den Auftaktspielen der letzten WM-Turniere. Bei den vergangenen vier Teilnahmen startete die Nati immer mindestens mit einem Unentschieden. 2010 gab es sogar einen Sieg gegen den späteren Weltmeister Spanien, zuletzt wurde vor vier Jahren Ecuador im ersten Spiel bezwungen.

09.20 Uhr: Marokkos unglücklicher Eigentor-Schütze Aziz Bouhaddouz erhält nach seinem Missgeschick zum WM-Auftakt auch Trost vom Gegner. Nach dem 1:0-Sieg des Irans durch den Treffer des Profis vom FC St. Pauli ins eigene Netz sprach ihm Reza Ghoochannejhad via Instagram Mut zu. „Ich kenne dich nicht persönlich, aber im Leben gewinnst du manchmal, manchmal verlierst du. Lass dich von diesem Eigentor nicht runterziehen“, schrieb Offensivspieler Ghoochannejhad (30) an Bouhaddouz (31). „Wir sind alle Profis, und das ist Teil des Fußballs. Ich bin so glücklich und stolz auf mein Team und mein Land, aber ich möchte dir auch das Beste für deine Karriere wünschen.“

Bouhaddouz hatte am Freitag in St. Petersburg in der fünften Minute der Nachspielzeit den einzigen Treffer erzielt. Marokko hat durch die Niederlage vor den Partien gegen Europameister Portugal und Spanien eine denkbar schlechte Ausgangslage für den Kampf ums Achtelfinale.

09.09 Uhr:

Cristiano Ronaldo hat mit seinen drei Toren gegen Spanien eine atemberaubende Show hingelegt. Doch was sagt der Superstar eigentlich selbst zu seiner Gala? Das

lesen Sie hier

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08.58 Uhr:

Überragende Quote bei der Drei-Tore-Gala von Weltfußballer Cristiano Ronaldo: Die ARD verzeichnete am Freitagabend bei der Live-Übertragung des 3:3-Thrillers zwischen Europameister Portugal und dem ehemaligen Weltmeister Spanien in Sotschi 13,17 Millionen Zuschauer, der Marktanteil betrug 46,4 Prozent. Real-Star Ronaldo traf dreimal, auch zum Endstand in der 88. Minute.

Damit sorgte das Prestigeduell für die Top-Quote am Freitagabend. Das Erste konnte sich bei den beiden anderen WM-Spielen ebenfalls über ansprechende Reichweiten freuen: 5,97 Millionen (MA: 39,4 Prozent) sahen Marokko gegen Iran (0:1), 4,40 Millionen (MA: 38,1) schauten die Live-Übertragung Ägypten-Uruguay (0:1). Das ARD-WM-Studio verzeichnete ab 19.12 Uhr im Vorlauf von Portugal-Spanien 6,70 Millionen Zuseher (MA: 28,3).

08.29 Uhr:

Der Deutsche Fußball-Bund will die Erdogan-Affäre von Mesut Özil und Ilkay Gündogan und ihre Folgen nach der Fußball-WM in Russland aufklären. „Natürlich werden auch die Fragen, die aufgekommen sind rund um dieses Foto mit Ilkay Gündogan und Mesut Özil nach der Weltmeisterschaft auch noch gestellt werden“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch bei einem Besuch des Goethe-Instituts von Moskau. „Und diese Fragen verdienen dann auch eine Antwort.“

Die DFB-Spitze um Präsident Reinhard Grindel hatte am Freitag das deutsche Fanlager in der russischen Hauptstadt besucht - auch dort waren die Fotos der beiden Premier-League-Profis mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Thema. Dadurch seien „viele Gefühle angesprochen worden bei sehr, sehr vielen Menschen in Deutschland“, sagte Koch. „Das haben wir auch im Fanlager erkannt.“

Der Verbandsvize verglich die Situation vor Turnierstart in einer längeren Metapher mit einer „großen, noch nicht vollständig geklärten Streitfrage“ in einer Familie, deren Kinder vor einer Examensprüfung stehen. „Dann wird jeder Vater, jede Mutter sagen: Jetzt wollen wir erst eine Umgebung schaffen, dass sich die Kinder voll auf die Uni konzentrieren können, um eine gute Note zu erzielen“, sagte Koch.

Die deutsche Nationalmannschaft startet am Sonntag (17.00 Uhr) in Moskau gegen Mexiko in die WM. „Ich will ganz generell sagen, dass unsere Fans absolut den Sport am Sonntag im Mittelpunkt sehen und ohne Ausnahme hinter der Mannschaft stehen“, berichtete Grindel von dem Treffen mit den Anhängern des Nationalteams.

Seine Aussage, dass die Ursachen der jüngsten Pfiffe von deutschen Fans gegen Gündogan „wesentlich tiefer“ liegen und über die Spieler hinausgehen, erläuterte Grindel mit dem Hinweis auf die gesamtgesellschaftliche Situation. „Ich glaube, dass die aktuellen innenpolitischen Vorgänge in Deutschland zeigen, dass offenbar die Politik bei dem Thema Integration sieht, dass die Bevölkerung die Erwartung hat, dass man hier eindeutig handelt“, sagte der DFB-Chef.

08.06 Uhr:

Es gibt erneut Unruhe um Ilkay Gündogan. Der

Mercedes des Nationalspielers soll angegriffen worden sein

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07.53 Uhr: Was ist das denn für eine Geschichte! Brasiliens Ex-Präsident Lula sitzt im Gefängnis - soll von dort aber dennoch die WM kommentieren.

07.50 Uhr:

Er musste zig Tests durchlaufen, war schon im Weltall und startete seine Mission auf russischem Boden: Nein, die Rede ist nicht von Astronaut Alexander Gerst. Es geht um einen anderen Star, den Telstar 18. So heißt der offizielle Ball der Fußball-Weltmeisterschaft, die am Donnerstag eröffnet wurde. Vor dem Auftaktspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien kreiste die Kugel zwei Monate lang an Bord der Internationalen Raumstation ISS, um dem Gastgeberland Glück zu bringen - es funktionierte. Russland gewann.

Der Telstar 18 stammt vom WM-Hauptsponsor Adidas - wie schon viele WM-Bälle zuvor. Der fränkische Sportartikel-Hersteller liefert seit 1970 das WM-Spielgerät. 13 Bälle entwickelte er bisher für das große Sportspektakel. Zuvor war immer das Gastgeberland für den ganz besonderen Ball zur WM zuständig.

„Das war eine kleine Revolution“, sagt Holger Kraetschmer, der sich im Hause Adidas um die Entwicklung von Fußballprodukten kümmert. Sein offizieller Titel: Adidas Head of Football. Und als quasi Zukunftsdirektor des Unternehmens arbeitet er natürlich auch schon am Ball für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. „Die Konzepte sind schon in der Mache“, verrät er.

07.20 Uhr:

Während die Nationalmannschaft des Irans den zweiten Sieg in ihrer WM-Geschichte so ausgelassen feierte, als wäre sie schon Weltmeister geworden, herrschte bei Verlierer Marokko nach dem unglücklichen 0:1 (0:0) am Freitag nur Frust. Ganz besonders bei Aziz Bouhaddouz, der die Partie nach seiner Einwechslung mit einem Eigentor in der fünften Minute der Nachspielzeit entschieden hatte.

Der Profi von Zweitligist St. Pauli haderte nach dem Spiel in St. Petersburg damit, dass der Traum von der WM-Teilnahme für ihn innerhalb von Minuten zu einem Albtraum geworden war. Angesichts der kommenden schweren Gruppengegner sei die Partie „wie ein Endspiel“ gewesen, sagte Bouhaddouz der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem 3:3-Kracher zwischen Europameister Portugal und Spanien ist Marokko jetzt Letzter in Gruppe B, die vom Iran angeführt wird.

Doch der 31-Jährige wollte sich von der herben Enttäuschung nicht unterkriegen lassen. „Ich telefoniere gleich mit meiner Frau, und ich erwarte ein Baby“, sagte Bouhaddouz. „Fußball ist leider so, aber ich freue mich auch auf andere Sachen.“ Und ans Aufgeben denkt der Zweitliga-Stürmer sowieso nicht - im Gegenteil. „Jetzt hoffe ich, dass wir gegen Portugal gewinnen können“, sagte er trotzig.

Dafür müsse seine Mannschaft, die das Spiel gegen den Iran über weite Strecken dominiert hatte, aber zahlreiche Chancen ungenutzt ließ, noch enger zusammenrücken und „clever sein“, forderte Bouhaddouz. „Dass wir die Qualitäten haben, ist uns klar“, sagte er, „aber wir müssen natürlich eine Schippe drauflegen im nächsten Spiel. Portugal wird auch nicht einfach für uns sein.“

07.04 Uhr: Wenige Stunden vor dem WM-Auftaktspiel gegen Frankreich hat Australiens Premierminister Malcolm Turnbull der Nationalelf des Landes telefonisch viel Glück und Erfolg gewünscht. Turnbull sprach via FaceTime mit Kapitän Mile Jedinak, Altstar Tim Cahill und Mark Milligan, wie der australische Verband mitteilte. Die Socceroos starten am Samstag (12.00 Uhr/ZDF) in Kasan gegen Frankreich in das Turnier in Russland. Weitere Gegner für die Auswahl von Nationaltrainer Bert van Marwijk sind in der Gruppe C Peru und Dänemark.

06.39 Uhr: Joachim Löw hat vor der Auftaktpartie gegen Mexiko mit einigen Medienvertretern gesprochen und dabei aus dem Nähkästchen geplaudert. Er verriet sogar ein besonders kurioses Detail, das ihn erst zum Bundestrainer machte

06.26 Uhr:

Für die deutsche Nationalmannschaft geht es derweil am Sonntag richtig zur Sache. Dabei zog es Bundestrainer Jogi Löw vor, das letzte Training nicht im Stadion, sondern in der abgeschiedenen Trainingsstätte beim Team-Hotel abzuhalten. 

Am späten Samstagnachmittag werden Kapitän Manuel Neuer und die übrigen DFB-Akteure die letzte Einheit auf dem Gelände von ZSKA Moskau absolvieren und nicht in der großen Luschniki-Arena, wo am Sonntag (17.00 Uhr MESZ) der WM-Ernstfall ansteht.

Löw bevorzugt eine ruhige Vorbereitung. Er erspart seinen 23 Spielern am Vorabend des Spiels längere Fahrzeiten ins Zentrum von Moskau und zurück nach Watutinki außerhalb der russischen Hauptstadt. Auf das ZSKA-Gelände sind es vom DFB-Quartier lediglich fünf Minuten mit dem Teambus. „Wir sind froh, wenn es losgeht“, sagte Bayern-Profi Joshua Kimmich mit Blick auf den WM-Auftakt. „Wir wollen einen guten Start.“

06.15 Uhr: Was war das für eine Nacht, was war das für ein Spiel? Doch Cristiano Ronaldo scheint nicht einmal besonders stolz. „Das ist ein schöner Erfolg“, sagte Portugals Megastar nach seinem spektakulären Dreierpack beim 3:3 (2:1) gegen Spanien - und stellte dann nüchtern fest: „Ein weiterer in meiner Karriere.“ Auch im Alter von nun 33 Jahren eilt der Champions-League-Sieger von Real Madrid von einem Superlativ zum nächsten. Die Leidtragenden sind diesmal die bei der WM in Russland hoch eingestuften Spanier, die damit innerhalb weniger Tage ihren nächsten Rückschlag hinnehmen mussten.

Der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo ist durch seine Tore im Auftaktmatch nun der erst vierte Spieler, der bei vier WM-Turnieren jeweils getroffen hat. Bisher waren nur WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose, HSV-Idol Uwe Seeler und Brasiliens Legende Pelé Tore bei vier verschiedenen WM-Endrunden gelungen, wie der Fußball-Weltverband FIFA mitteilte. „Er ist unglaublich“, sagte Portugals Coach Fernando Santos. „Nicht nur seine physische Stärke, sondern auch seine technische Stärke und vor allem seine mentale Stärke. Die ist beeindruckend.“

22.42 Uhr: Hat die WM 2018 in Russland ihren ersten richtigen Eklat? Auf jeden Fall ist Luis Suarez im Spiel gegen Ägypten erneut mit einer ungewöhnlichen Aktion aufgefallen.

22.18 Uhr: Spieler des Spiels ist übrigens - na klar - Cristiano Ronaldo. Die Wahl war auch nicht wirklich schwer bei seinen drei Treffern. 

22.02 Uhr: Puh, wir mussten erst einmal kurz durchatmen. Eine Zusammenfassung des Spiels finden Sie hier

Der Live-Ticker zum Nachlesen: Portugal - Spanien 3:3 (2:1), in Sotschi

Portugal: Rui Patricio - Cedric, Pepe, José Fonte, Guerreiro - Joao Moutinho, William Carvalho - Bernardo Silva (Quaresma), Bruno Fernandes (Joao Mario) - Goncalo Guedes (Andre Silva), Cristiano Ronaldo

Spanien: de Gea - Nacho, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba - Busquets, Koke - Silva (Lucas Vazquez), Isco, Iniesta (Thiago) - Diego Costa (Iago Aspas)

Tore: 1:0 Ronaldo (4.), 1:1 Costa (24.), 2:1 Ronaldo (44.), 2:2 Costa (55.), 2:3 Nacho (58.), 3:3 Ronaldo (88.)

Abpfiff: Was für ein Spiel! Der Schiedsrichter pfeift diese tolle Partie nach 94 gespielten Minuten ab. 

90. + 4 Minute: Noch immer geben die Spieler hier alles. Fällt hier noch ein Treffer?

90. + 3 Minute: Ronaldo liegt am Boden. Schaut aber so aus, als würde es weitergehen beim dreifachen Torschützen. 

90. + 2 Minute: Fast dreht Portugal das Spiel komplett. Quaresma tanzt im Strafraum mehrere Spieler aus, scheitert aber dann am langen Bein eines Verteidigers. Zwei Minuten noch. 

90. Minute: Was für ein Spiel. Es geht hin und her. Portugal schaut schon wie der Verlierer aus. Und dann macht Cristiano Ronaldo so ein Ding. Unglaublich.

88. Minute : TOOOOOOOOOOOOOR für Portugal. Was für ein Ding! Freistoß aus gefährlicher Position. Ronaldo steht in typischer Pose am Ball. Und: Versenkt. Wahnsinns-Schuss!

86. Minute: Letzter Wechsel der Spanier: Lucas Vázquez betritt das Feld, David Silva verlässt es. 

84. Minute: Gelingt Portugal hier noch der Ausgleich? Aktuell schaut es nicht danach aus. 

83. Minute: Jetzt minutenlanger Ballbesitz der Spanier. Mit all ihrer Technik behaupten sie die Kugel. Dann plötzlich schickt Silva Aspas, sein Abschluss ist zu harmlos. 

80. Minute: Guedes verlässt den Platz, für ihn kommt Andre Silva. 

79. Minute: Aufregung vor dem spanischen Gehäuse. Ronaldo verpasst einen langen Ball knapp und rauscht ungebremst in de Gea. Im Anschluss bekommt Quaresma den Ball an die Hand. 

77. Minute: Doppel-Torschütze Diego Costa darf den Platz verlassen und wird von den spanischen Fans gefeiert. Für ihn kommt Iago Aspas. 

76. Minute: Quaresma probiert es nach einem Einwurf mit dem Außenrist. Sein Versuch fliegt zwei Meter über das Tor. 

72. Minute: So richtig konnten sich die Portugiesen noch nicht vom Doppel-Schlag durch Costa und Nacho erholen. Bisher keine klare Offensiv-Aktion seit Wiederanpfiff. 

70. Minute: Nächster Wechsel bei den Portugiesen. Quaresma kommt für Bernado Silva. Und auch die Spanier wechseln: Andres Iniesta geht langsam vom Feld, Thiago darf ran. 

67. Minute: Wechsel bei Portugal. Bruno Fernandes verlässt das Feld, Joao Mario kommt. 

61. Minute: Ein tolles Spiel, das die Zuschauer in Sotschi zu sehen bekommen. Fünf Tore nach einer guten Stunde und zwei Mannschaften auf höchstem Niveau, das gab es bei dieser WM bisher noch nicht. 

58. Minute: TOOOOOOOOOOOOR für Spanien. WAS IST HIER LOS??? Nacho macht sein erstes Länderspieltor. Die Portugiesen bekommen den Ball nicht geklärt. Aus rund 20 Metern haut der Spieler von Real Madrid den Ball Volley an den Innenpfosten und von dort ins Netz. Unhaltbar für Rui Patricio. 

55. Minute: TOOOOOOOOOOOR für Spanien. Silva bringt den Ball hoch in den Strafraum, die Kugel wird einmal quergelegt auf Costa, der sicher zum 2:2 einschiebt. Super Freistoß-Variante!

54. Minute: Jetzt einmal ein Standard für Spanien. David Silva steht einmal mehr am Ball. 

49. Minute: Noch nichts passiert in Halbzeit zwei. Beide Mannschaften mit zahlreichen Ballverlusten. 

46. Minute: Weiter geht‘s, die zweite Hälfte hat begonnen. 

Halbzeit: Das Spielt hält, was es verspricht. Portugal geht früh in Führung, Ronaldo verwandelt einen Foul-Elfmeter souverän. Dann kommen die Spanier, drücken auf den Ausgleich. In der 24. Minute ist es dann so weit, Costa tanzt mehrere Verteidiger aus und schießt satt zum 1:1 ein. Kurz vor dem Halbzeit-Pfiff schlägt Ronaldo aber dann erneut zu, sein Schuss kullert von den Händen von de Gea zur 2:1-Führung ins Netz. Wir freuen uns auf eine spannende zweite Halbzeit. 

45. Minute: Der Schiedsrichter pfeift zur Pause. 

44. Minute: TOOOOOOOOR für Portugal. Ronaldo bekommt den Ball an der Strafraum-Kante und schließt hart ab. Es sieht so aus als könnte de Gea den Flachschuss parieren, doch dann rutscht der Ball ihm von den Handschuhen ins Tor. Das ist bitter für die Spanier, die die bessere Mannschaft sind. 

44. Minute: Immer wieder versuchen sich die Portugiesen im Kontern. Immer wieder ist aber auch ein Bein der Spanier entscheidend dazwischen. 

41. Minute: Nun einmal wieder die Portugiesen mit einer längeren Ballbesitz-Periode. Gefährlich wird es aber nicht. Die Spanier übernehmen wieder.

39. Minute: Langer Ball auf Jordi Alba, Portugal klärt auf Kosten einer Ecke. Die tritt David Silva scharf auf Busquets, der weit über das Tor köpft. 

35. Minute: Iniesta bekommt im Strafraum den Ball, trifft ihn aber nicht voll und verzieht dadurch knapp. Die nächste Chance für die Spanier. Portugal ist momentan deutlich weiter von einem Treffer entfernt als der direkte Nachbar. 

34. Minute: Zerfahrenes Spiel jetzt. Die Partie wird von vielen Nick­lig­keiten dominiert.

28. Minute: Freistoß für die Spanier aus gut und gerne 25 Metern. Bruno Fernandes hatte gefoult und zurecht die Gelbe Karte gesehen. Die Mauer blockt den Versuch von Silva.

26. Minute: Kracher von Isco aus über 20 Metern. Der Ball prallt von der Latte nach unten auf die Linie. Ein Spanier stand aber wohl im Abseits. 

24. Minute: TOOOOOOOOR für Spanien. Diego Costa tanzt im Strafraum gleich mehrere Verteidiger aus und schießt trocken in das linke untere Eck. Das hat er stark gemacht!

22. Minute: Auf die Chance Spaniens folgt der Konter von Portugal. Ronaldo spielt auf Guedes, der ziemlich frei vor de Gea auftaucht. Doch der Portugiese braucht zu lange, die Aktion verpufft. 

21. Minute: Iniesta dringt bis zur Grundlinie durch, spielt dann zurück auf David Silva. Sein Schuss wird zur Ecke abgefälscht. Die bringt nichts ein. 

19. Minute: Cristiano Ronaldo ist übrigens erst der vierte Spieler, der bei vier aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften treffen konnte. Zum erlesenen Kreis gehören außerdem Pele, Uwe Seeler und Miroslav Klose. 

17. Minute: Portugal kontert. Ronaldo spielt in der eigenen Hälfte auf Guedes. Der hält den Ball bis 25 Meter vor dem Gehäuse von de Gea. Sein Schuss wird dann abgeblockt. 

13. Minute: Die Spanier drücken auf den Ausgleich. Der letzte Pass misslingt jedoch noch. 

10. Minute: Und prompt die erste gute Chance für Spanien. David Silva schießt aber über den Kasten von Riu Patricio. 

10. Minute: Spanien hat mehr Ballbesitz, doch die Portugiesen stören das Passspiel immer wieder gut, so dass bisher keine Torgefahr aufkommt. 

6. Minute: Das Spiel hält, was es verspricht. Beide Mannschaften lassen den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren. Die Frage ist jetzt vor allem, wie die Spanier auf den frühen Rückstand reagieren. 

4. Minute: Tooooooor für Portugal. Ronaldo versenkt eiskalt. 

3. Minute: Elfmeter für Portugal. Cristiano Ronaldo dringt in den Strafraum ein und wird zu Fall gebracht. 

2. Minute: Es geht gleich hitzig zur Sache. Portugal bisher mit mehr Ballbesitz und fast der ersten guten Chance. Doch Guedes bekommt den Ball nicht durchgesteckt. 

1. Minute: Die Kugel rollt. Spanien hat Anstoß. 

19.52 Uhr: Die Spannung in Sotschi steigt. Gleich betreten die Mannschaften das Spielfeld. Es bleiben nur noch wenige Minuten, um seinen Tipp beim Tippspiel mit den Kollegen zu ändern. 

19.35 Uhr: In knapp einer halben Stunde beginnt das erste Top-Spiel der Weltmeisterschaft in Russland. Die Spanier galten lange als Favorit auf den Titel. Doch nachdem der Trainer Julen Lopetegui kurz vor Beginn des Turniers seinen Posten räumen musste, ist es fraglich, ob Thiago und Co. noch nach dem Pokal greifen können. Das Spiel gegen Portugal ist auf jeden Fall ein erster Härtetest. 

19:03 Uhr: Ein teilweise extrem hart geführtes Spiel zwischen Marokko und dem Iran ist beendet. Hier finden Sie einen ausführlichen Spielbericht zur Begegnung.

 Der Live-Ticker zum Nachlesen: Marokko - Iran 0:1 (0:0), in St. Petersburg

Marokko: Munir - Achraf, Saiss, Benatia, Ziyech - El Ahmadi - N. Amrabat (S. Amrabat ab 76.), Belhanda, Boussoufa, Harit (Da Costa ab 82.) - El Kaabi (Bouhaddouz ab 77.)

Iran: Beiranvand - Rezaeian, Pouraliganji, Cheshmi, Haji Safi - Ebrahimi (Montazeri  ab 79.), Shojaei (Taremi ab 67.) - Jahanbakhsh (Ghoddos ab 85.), Ansarifard, Amiri - Azmoun

Tore: 0:1 (Bouhaddouz Eigentor)

Abpfiff: Das war es in St. Petersburg. Der Iran gewinnt nicht wirklich verdient dank eines Eigentors gegen Marokko. 

90.+5: Wahnsinn, der Iran führt durch ein Eigentor. Der St. Paulianer Bouhaddouz köpft eine Freistoß-Flanke unhaltbar ins eigene Tor.

90. Minute: Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit.

85. Minute: Noch ein verletzungsbedingter Wechsel, Fußball gespielt wird hier schon lange nicht mehr. Das Spiel hat jeglichen Rhythmus verloren. Mal sehen, wie lange Cakir nachspielen lassen wird. Ghoddos kommt jedenfalls für Alizera Jahanbakhsh.

82. Minute: Da Costa kommt für Amine Harit

79. Minute: Pejman Montazeri kommt beim Iran für Omid Ebrahimi

78. Minute: Fußball gespielt wird hier kaum noch. Eine Verletzungsunterbrechung jagt die nächste, die Ärzte sind im Dauereinsatz. 

75. Minute: Der soeben gelobte Nouredinne Amrabat muss nach einem heftigen Ellenbogen-Check ausgewechselt werden. Sein Namensvetter Sofyan Amrabat ersetzt ihn. Positiv, dass die medizinische Abteilung den Spieler hier schützt. Zudem kommt ein Bekannter aus der Bundesliga. Aziz Bouhaddouz ersetzt Ayoub El Kaabi.

74. Minute: Bei den Marokkanern sind Harit, Amrabat und Benatia die auffälligsten Spieler, beim Iran überzeugen Taremi und Jahanbakhsh. 

67. Minute: Das Spiel wird nickeliger, Queiroz reagiert und bringt Taremi für den vorbelasteten Shojaei.

58. Minute: Das Spiel bleibt ausgeglichen und hart. Allerdings ist das alles völlig im Rahmen, beide Mannschaften spielen mit großartigem Einsatz.

47. Minute: Jahanbakhsh foult Ziyech - Gelbe Karte für den Iraner.

45. Minute: Die zweite Halbzeit läuft.

Nur Wembley war teurer: Halbzeit im zweitteuersten Stadion der Welt 

Halbzeit: Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung, doch dieses hätte durchaus höher ausfallen können. Marokko begann sehr stark, nutzte seine Chancen jedoch nicht. Der Iran wurde zum Ende der Halbzeit stärker und konterte gefährlich. 

Das Stadion in St. Petersburg kostete Schätzungen zufolge übrigens fast eine Milliarde Euro, der Baupreis explodierte. Die Vorwürfe reichten von Korruptionsverdacht bis zu sklaven-ähnlichen Bedingungen beim Bau. Am Ende musste der Staat für Putins Prestigeprojekt einspringen. Olega Deripaska, einer der engsten Freunde Putins und Teil der Ermittlungen zur möglichen Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf, verdiente ordentlich am Stadionbau mit. Auch das ist die WM in Russland. 

43. Minute: Riesen Chance für den Iran. Azmoun läuft völlig frei auf Munir zu, bringt den Ball aber nicht am Torwart vorbei. Auch den Nachschuss pariert der Torwart stark. 

38. Minute: Tolle Stimmung auf den Rängen. Insbesondere die Marokkaner feiern ausgelassen.

34. Minute: Gelb für El Ahmadi, der das taktische Foul zieht. In Anbetracht der iranischen Überzahl bei dem Angriff sicher keine schlechte Wahl. Freistoß für den Iran 

29. Minute: Es passiert nicht mehr ganz so viel. Der Iran steht tief und lauert, Marokko sucht die Lücken und kommt immer wieder in die gefährlichen Räume, ohne dann ganz durchzubrechen. Jetzt gerade entschärft Beiranvand einen Schuss des Schalkers Harit. Irans Stürmerstar Jahanbakhsh hingegen ist bisher primär mit Defensivaufgaben beschäftigt. 

19. Minute: Dickes Ding für Marokko! Nach einem Freistoß kommen gleich mehrere Spieler zum Schuss. Die ersten zwei Versuche werde geblockt, dann hält Beiranvand.

16. Minute: Die Marokkaner sind nicht mehr ganz so zielstrebig wie zu Beginn, dennoch bleiben sie klar spielbestimmend. Die Iran fallen bislang eher durch lange Bälle und viel Härte auf.

12. Minute: Beeindruckend wie Marokko im 4-1-4-1 die Iraner in der Anfangsphase überrennt. Die Außenverteidiger stehen das ganz hoch, das Zentrum ist variabel und technisch sehr stark. Das macht bisher wirklich Spaß, was das Team von Hervé Renard hier anbietet. 

5. Minute: Nächste Chance für Marokko. Die Löwen vom Atlas beginnen ganz stark.

3. Minute: Erste Ecke für Marokko. Und gleich eine tolle Variante, doch Superstar Ziyech schlägt über den Ball.

1. Minute: Schiedsrichter Cüneyt Cakir pfeift die Partie an. Video-Schiri ist übrigens Felix Zwayer.

Fifa ermittelt

16:54 Uhr: Gleich beginnt die Partie zwischen Marokko und dem Iran. Was auf den ersten Moment nach fußballerischer Magerkost klingt, hat durchaus Potential. Der Iran ist die wohl beste Mannschaft Asiens, hat nicht nur eine starke Defensive, sondern auch technisch starke Akteure in ihren Reihen. Auch Marokkos Offensive um Belhanda, Boussoufa, den Schalker Harit und vor allem Ziyech lässt Kenner mit der Zunge schnalzen - eine ganz feine Offensive.

16:42 Uhr: Trotz der bitteren Niederlage wurde übrigens ein Ägypter der Spieler des Spiels: Torwart Mohamed el Shenawy dürfte die Auszeichnung aber nur wenig trösten.

16:09 Uhr: Was für eine Dramatik im zweiten Spiel der Gruppe A. Einen ausführlichen Spielbericht von Ägypten gegen Uruguay finden Sie hier. Die FIFA hat zudem eine Untersuchung wegen der leeren Tribünen beim Spiel angekündigt. Bei der Partie in der zweitkleinsten Arena der Weltmeisterschaft in Russland waren etliche Reihen leer geblieben. "Wir können bestätigen, dass 32.278 Tickets für das Match zwischen Ägypten und Uruguay in Jekaterinburg bereitgestellt wurden. Die Stadionkapazität liegt bei 33.061 Zuschauern", sagte ein FIFA-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Die beiden temporären Tribünen hinter den Toren waren jedoch voll mit Fans der Teams besetzt, obwohl diese Tickets eigentlichen russischen Gästen vorbehalten sein sollen. "Die Tatsache, dass die Zuschauerzahl nicht die Anzahl der bereitgestellten Tickets widerspiegelt, kann verschiedene Gründe haben, welche die FIFA gerade untersucht", sagte der Sprecher.

Der Live-Ticker zum Nachlesen: Ägypten - Uruguay 0:1 (0:0), in Jekaterinburg

Ägypten: M. El-Shenawy - Fathy, Gabr, Hegazy, Abdel-Shafy - Elneny, Hamed (Morsy ab 50.) - Warda (Sobhi ab 82.), El-Said, Trezeguet - Mohsen (Kahraba ab 63.)

Uruguay: Muslera - Varela, Gimenez, Godin, Caceres - Vecino , Bentancur - Nandez (Sanchez ab 59.), de Arrascaeta (Rodríguez ab 59.) - Suarez , Cavani

Tore: 0:1 Gimenez (90.)

Schlusspfiff: Das war es. Das Ergebnis ist in seiner Entstehung für Ägypten unglaublich bitter, insgesamt aber doch verdient. In einem schwachen Spiel gewinnt Uruguay letztlich dank einer Standardsituation und wird seiner Favoritenrolle gerecht. 

90.+4 Minute: Ein vermutlich letzter verzweifelter Schuss von Elneny wird geblockt. Das war es wohl...

90. Minute: Es gibt fünf Minuten Nachspielzeit. Geht hier noch etwas?

90. Minute: Und da ist das Tor für Uruguay! Innenverteidiger Gimenez köpft den Ball nach einer starken Flanke unnachahmlich in die Maschen. Das ist kaum zu verteidigen, ganz bitter für Ägypten. 

88. Minute: ... und der haut das Ding an den Pfosten. Der Nachschuss wird geblockt. Uruguay drückt jetzt. Nächster Freistoß. 

87. Minute: Tolle Freistoß-Position für Uruguay... 

83. Minute: Richtig starke Parade von El-Shenawy, der gegen Cavani wunderbar pariert. 

82. Minute:  Sobhi kommt bei Ägypten für Warda.

81. Minute: Die Uruguayer schieben nach vorne ohne dabei gefährlich zu werden. Allerdings entstehen so Lücken, die die Ägypter noch nicht nutzen können. 

77. Minute: Man sieht, dass sich Uruguay deutlich wohler fühlt, wenn der Gegner das Spiel macht und sie Umschaltmomente erzeugen können. Diesen Gefallen erfüllen ihnen die Ägypter aber natürlich nicht. Mit ihren tiefen Ketten ziehen sie dem Favoriten so völlig den Zahn. 

74. Minute: Das nächste ganz dicke Ding für Saurez, der schön von Cavani eingesetzt wird und vor El-Shenaw auftaucht. Allerdings zögert Suarez zu lange, sodass dieser ihm der Ball vom Fuß pflückt.

72. Minute: Ein Abschluss! Fathy lässt von außerhalb des Strafraums ein ziemliches Pfund ab. Doch Muslera hält den zu zentralen Ball. 

67. Minute: Es ist wirklich wenig los auf dem Platz, kein Vergleich zum gestrigen Spektakel zwischen Russland und Saudi-Arabien. Allerdings muss man auch sagen, das sich beide Mannschaften meilenweit über dem Niveau der Saudis bewegen.  

63. Minute: Und auch Ägypten wechselt. Kahraba kommt für Marwan Mohsen. 

59. Minute: Doppelwechsel bei Uruguay: Carlos Sanchez kommt für Nahitan Nández. Cristian Rodríguez ersetzt Giorgian de Arrascaeta. Die Wechsel sind positionsgetreu, die beiden neuen bringen allerdings deutlich mehr Erfahrung mit.

58. Minute: Suarez gelingt bislang nicht viel. Der 31-Jährige fällt bisher durch Ungenauigkeiten und Ballverluste auf.  

55. Minute : Das gleiche Bild wie in der ersten Hälfte. Uruguay bemüht, aber ohne Mittel gegen Ägyptens Defensive. 

50. Minute: Der erste Wechsel der Begegnung.  Morsy kommt für Hamed, der verletzungsbedingt den Platz verlassen muss.

47. Minute: Und gleich die erste große Chance für Suarez. Der Stürmer kommt nach einem Querschläger von Hegazy frei vor El-Shenawy zum Abschluss, doch dieser hält stark mit dem Knie. Die beste Chance der bisherigen Partie.

46. Minute: Der Ball rollt, die zweite Halbzeit läuft.

Halbzeit: Ein relativ chanchenarmes Spiel in Jekaterinburg. Uruguay findet keine Lösungen gegen die massierte Defensive der Nordafrikaner. Ägypten wiederum fehlt Salah im Offensivspiel an allen Ecken und Enden. Das Stadion übrigens nicht ganz ausverkauft. 

45. Minute: Es gibt eine Minute oben drauf.

43. Minute: Suarez lässt sich tief fallen, um überhaupt mal am Spiel teilzunehmen zu können. Stattdessen fährt aber Ägypten einen Konter, der verpufft. 

40. Minute: Bei den Urus geht viel über Betancur, der auch die meisten Ballkontakte auf dem Feld hat. 

36. Minute: Uruguay hat zwar etwas mehr vom Spiel, allerdings massive Probleme in die gefährlichen Zonen zu gelangen. Das Fünfer-Mittelfeld vor der Vierer-Kette der Ägypter macht die Räume sehr eng, auch wenn das zulasten der eigenen Offensive geht.

32. Minute: Der Freistoß von Suarez landet in der Mauer.

26. Minute: Uruguay versucht das Offensivspiel konsequent über rechts aufzubauen und den Außenverteidiger mitzunehmen, bisher klappt das aber nicht wirklich gut. Auch Suarez und Cavani, die viel rochieren, hat die ägyptische Defensive gut im Griff.

24. Minute: Da zappelt der Ball fast im Netz, doch Suarez schießt die Kugel nur ins Außennetz. Ein Teil der Fans hatte schon gejubelt.

22. Minute: Ecke für Uruguay, doch der Ball wird geklärt. Aber die nächste folgt sofort...

16. Minute: Gute Freistoß-Position für Uruguay. Doch die Flanke wird geklärt. Insgesamt machen die Ägypter das aber gut, stehen kompakt und lassen das passsichere Mittelfeld der Urus noch nicht zur Entfaltung kommen. 

12. Minute: Ein erster ungefährlicher Abschluss der Ägypter - kein Problem für Muslera.

9. Minute: Ein erster Abschluss von Cavani. Der Stürmer von PSG zieht ab, der Flachschuss ist aber kein Problem für El-Shenawy im Tor der Ägypter. 

8. Minute: Noch ist hier nicht allzu viel los. Beide Teams tasten sich vorsichtig ab.

3. Minute: Ägypten, in Rot spielend, zieht sich schon in den ersten Minuten des Spiels weit zurück und überlässt den Urus den Ball. Die Nordafrikaner werden erkenntlich auf Konter setzten - bei einem Blick auf die Klasse, die Uruguay auf den Platz bringt kein Wunder. Besonders beeindruckend: Das kleine Uruguay hat nur 2,3 Millionen Einwohner, dennoch gehört das Team sicher zu den stärkeren bei dem Turnier. 

1. Minute: Der Ball rollt, Uruguay stößt an. Schiedsrichter ist übrigens der erfahrene Björn Kuipers. 

Uruguay geht als Favorit in die Partie

13:55 Uhr: Die Hymnen der beiden Länder werden gespielt. Das Stadion in Jekaterinburg gehört zu den eindrucksvollsten bei dieser WM. Die neoklassizistische Fassade aus Sowjet-Zeiten wurde beibehalten, der innere Teil des Stadions modernisiert. Teile der Tribüne ragen aus dem Rund der Fassade hinaus. 

13.41 Uhr: Gleich betreten die beiden Teams den Rasen. Uruguay geht sicher als Favorit in die Partie, schließlich hat die Mannschaft in fast allen Mannschaftsteilen herausragende Akteure. Ägypten hingegen muss auf Superstar Salah verzichten und wird vermutlich auf ihre starke Defensive setzen.

13.41 Uhr: Mitfavorit Belgien und seine Offensivspieler setzen bei der Fußball-WM in Russland auf die Unterstützung des früheren Weltklassestürmers Thierry Henry. „Er ist sehr wichtig für uns. Er erzählt uns seine Geschichten und bringt all seine Erfahrung ein“, sagte Verteidiger Toby Alderweireld am Freitag im Trainingscamp in Dedowsk. Henry ist unter dem spanischen Chefcoach Roberto Martínez Co-Trainer und begleitet die Roten Teufel durch die Endrunde. „Auch im Turnier wird er uns helfen. Sein Wissen über Fußball und die WM ist positiv für uns“, sagte Alderweireld, der in Belgiens Dreierkette gesetzt ist.

In der Defensive hat der WM-Viertelfinalist von 2014 vor dem Turnierstart gegen Panama am Montag (17.00 Uhr/ARD) in Sotschi die größten Sorgen. Die Routiniers Thomas Vermaelen und Vincent Kompany trainierten zuletzt individuell. Dem an der Leiste verletzten Kompany droht sogar das kurzfristige WM-Aus, weil mit Laurent Ciman ein Ersatzspieler für den 23er-Kader mit nach Russland genommen wurde. Das belgische Team fliegt bereits am Samstag nach Sotschi, um sich am neuen Spielort zu akklimatisieren.

13.38 Uhr: Nach der Auftaktpleite im WM-Eröffnungsspiel gegen Russland will Saudi-Arabiens Fußballverband seine Spieler zur Rechenschaft ziehen. Wegen der „sehr schlechten“ Leistung werde mit einigen von ihnen gesprochen werden, sagte der Chef des saudischen Fußballverbands, Adel Issat, am Freitag dem arabischen Nachrichtenkanal Al-Arabiya. Namentlich nannte er Torwart Abdullah al-Majuf, Verteidiger Omar Husawi und Topstürmer Mohammed al-Sahlawi.

Ihre Vorstellung spiegele nicht die Vorbereitung auf das WM-Turnier wider, erklärte Issat weiter. Auch Trainer Antonio Pizzi habe Fehler gemacht und etwa falsch und zu spät ausgewechselt.

Saudi-Arabien war nicht zuletzt wegen der nur knappen 1:2-Niederlage in der Vorbereitung gegen Deutschland mit einiger Hoffnung in die WM gegangen. Torwart Al-Majuf hatte nach der Partie in Leverkusen großes Lob bekommen, unter anderem von Oliver Kahn. Der frühere deutsche Nationaltorhüter ist seit Herbst Torwart-Berater des saudischen Fußballverbands und sollte dessen Keeper für die WM fitmachen.

13.28 Uhr: Peru-Coach dankt Kapitänen für Kampf um Guerrero-Einsatz Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca hat sich kurz vor dem WM-Start für die große Unterstützung im Kampf um die Spielberechtigung von Kapitän Paolo Guerrero bedankt. "Diese Unterstützung ist der Grund dafür, dass Paolo heute hier bei uns ist. Das zeigt die Solidarität im Fußball", sagte Gareca einen Tag vor Perus erstem Gruppenspiel gegen Dänemark am Samstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF) in Saransk.

Guerrero war nach einer positiven Dopingprobe zunächst für die WM gesperrt worden. Sogar die Kapitäne der drei Gruppengegner Dänemark, Frankreich und Australien hatten sich daraufhin in einem offenen Brief für einen WM-Start des 34-Jährigen eingesetzt. Am 31. Mai, vier Tage vor Bekanntgabe des WM-Kaders, war Guerreros Sperre vom Schweizer Bundesgericht ausgesetzt worden.

Guerreros fehlende Spielpraxis mache ihm keine Sorgen, so Gareca. "Paolo ist sehr, sehr fit. Was auch immer vorher war, jetzt trainiert er auf einem hohen Niveau. Er ist bereit, er ist wirklich bereit", sagte der Coach der Peruaner, die erstmals seit 36 Jahren wieder an einer WM teilnehmen.

Kein Problem sieht Gareca auch im körperlichen Unterschied beider Teams - die dänischen Spieler sind im Schnitt neun Zentimeter größer. "Wir sind das gewohnt, und bis jetzt haben wir diese Herausforderung immer gemeistert. Es gibt Sportarten, in denen es wichtig ist, groß zu sein. Fußball gehört nicht dazu", sagte Gareca.

Paolo Guerrero im Training der Peruaner.

Bierhoff will Klose zum DFB zurückholen

13.05 Uhr: Oliver Bierhoff will Miroslav Klose nach seiner Zeit bei Bayern München zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) zurückholen. "Er wird seinen Weg machen. Ich hoffe, sein Weg wird zurück zum DFB führen", sagte Bierhoff im deutschen WM-Quartier in Watutinki.

WM-Rekordtorschütze Klose (16 Treffer) übernimmt in der kommenden Saison als Trainer die U17 des deutschen Rekordmeisters. "Er wird seine Erfahrungen im Jugendbereich machen, danach werde ich mich wieder bei ihm melden", sagte Bierhoff.

Der 137-malige Ex-Nationalspieler kümmert sich aktuell noch als Assistent von Bundestrainer Joachim Löw um die Stürmer der Nationalmannschaft.

Oliver Bierhoff hofft auf Miro Kloses Rückkehr zum DFB.

12.55 Uhr: Drei Jahre mit Auto und Schiff von Argentinien zur Fußball-WM nach Russland: Für Lionel Messi und seine Auswahlkollegen hat ein Pärchen aus Mendoza ein ungewöhnliches Abenteuer auf sich genommen. 2015 begann die Reise. Erst durch Südamerika, dann Mexiko, Panama. Mit dem Schiff ging es nach Belgien, mit dem Auto unter anderem über Berlin nach Russland. „Warum nicht“, sagt Marianna, 24 Jahre alt, und lacht.

Immer dabei: Hund Drako. „Unsere Security“, sagt Tomislav, 28 Jahre alt, als er den Kofferraum öffnet, wo der Vierbeiner ein Schläfchen gehalten hat. Auf einem Parkplatz vor dem WM-Camp der Argentinier in Bronnitsy haben sie es sich erstmal alle gemütlich gemacht. „Die Leute im Ort sind super nett, sagt Marianna: „Wir trinken viel Wodka.“

12.51 Uhr: Frankreichs Trainer Didier Deschamps hat im Umgang mit den ständigen Wechselgerüchten seines Superstars Antoine Griezmann Humor bewiesen. Deschamps sagte über den Film, in dem der Offensivakteur seinen Verbleib bei Atletico Madrid verkündete: „Ich war derjenige, der gefilmt hat.“

Griezmann hatte seinen Verbleib in Madrid in einem 30-minütigen TV-Clip bekannt gegeben und für seine Selbstinszenierung im Internet Hohn und Spott geerntet.

12.49 Uhr: Kurz vor dem Auftaktspiel der mexikanischen Fußballnationalmannschaft gegen die DFB-Elf bei der WM in Russland hat der mexikanische Kardinal Carlos Aguiar Retes die Kicker seines Heimatlandes ins Gebet genommen. Er hoffe, die mexikanischen Nationalspieler würden beispielhaft ihre Hingabe und Qualität zeigen, die sie in den vergangenen Jahren geschmiedet hätten, sagte Aguiar Retes in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Aguiar Retes, der auch Erzbischof von Mexiko-Stadt ist, trägt darin ein mexikanisches Nationaltrikot.

Der Kardinal rief das vom Drogenkrieg erschütterte Land zudem zur Einheit auf: „Es gibt Dinge, die die Einheit erleichtern und Identität stiften, eine davon ist der Fußball und besonders der Fußball in unserem Land.“ Mexiko spielt am Sonntag um 17 Uhr gegen die deutsche Nationalmannschaft.

12:44 Uhr: Achtung, nur für bairisch-affine WM-Fans: Die bayerischen Originale Harry G. und Franz Eberhofer treffen sich auf eine Portion Sauerkraut und philosophieren über die WM, Public Viewing und „der Birgit Prinz“.

12.38 Uhr: Star-Stürmer Mohamed Salah steht beim WM-Auftaktspiel der ägyptischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Uruguay am Freitag (14.00 Uhr/ARD und hier live im Ticker) nach seiner angeblich auskurierten Schulterverletzung überraschend nicht in der Startelf, sondern sitzt auf der Bank. Das geht aus der Aufstellung hervor, die die Nordafrikaner rund zwei Stunden vor dem Anpfiff in Jekaterinburg via Twitter veröffentlichten.

Hier sehen Sie beide Aufstellungen:

Ägyptens Nationaltrainer Hector Cuper hatte am Vortag erklärt, er sei "zu fast 100 Prozent" sicher, dass der Angreifer vom FC Liverpool spielen werde. Salah, der am Freitag seinen 26. Geburtstag feiert, hatte die Verletzung im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (1:3) vor knapp drei Wochen erlitten.

Mohamed Salah beim Training der Ägypter - er steht nicht in der Startelf.

12.32 Uhr: Ferrari-Star Sebastian Vettel erwartet von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland "grundsätzlich sehr viel", vermisst manchmal aber ein bisschen den Killerinstinkt. "Ich frage mich nur, wer die Tore schießen soll. Götze ist nicht dabei, Sane auch nicht. Der Bundestrainer weiß aber bestimmt, warum", sagte der 30-Jährige im Interview mit Autobild Motorsport : "Bei unseren Jungs habe ich manchmal den Eindruck, dass sie zwar extrem viel Ballbesitz haben, den Gegner dominieren, weil sie technisch so stark sind. Und dann einfach versäumen, Tore zu schießen."

Manchmal fühlt sich Vettel beim Zuschauen dann an "Hallenhandball" erinnert. "Da spielt man ständig um das Tor herum und vergisst am Ende das Runde im Eckigen zu versenken", sagte der vierfache Formel-1-Weltmeister: "Aber ich vertraue auf unsere Jungs. Sie sind ja als Turniermannschaft bekannt. Sie explodieren zum richtigen Zeitpunkt."

Vettel, der als Fan der Nationalmannschaft "extrem emotional" ist, glaubt an die erfolgreiche Titelverteidigung in Russland. "Der Titel ist drin. Aber es gibt auch noch Spanien und Brasilien, die stark werden", sagte er: "Und die Franzosen habe ich auch noch auf der Rechnung. Wahrscheinlich entscheidet im entscheidenden Spiel Tagesform und Nervenstärke."

Vettel wird während der WM zum Fußball-Junkie. "Wenn ich die Möglichkeit habe, werde ich alles anschauen. Ich meine alles. Ich bin richtig geil auf die WM und Fußball", sagte der Anhänger von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt: "Das ist mit der Eintracht in der Bundesliga genauso. Im Notfall schaue ich mir Wiederholungen an."

Sebastian Vettel begeistert sich für die WM.

WM 2018: Leibhaftiger Bär bei russischem Autokorso

12.15 Uhr: Russland steht bei furchtsamen Ausländern im Ruf, dass dort immer noch Bären durch die Städte laufen. Bei den Jubelfeiern nach dem russischen WM-Auftaktsieg (5:0 gegen Saudi-Arabien) ist tatsächlich eines der Symboltiere des Landes durch die Straßen von Moskau gefahren worden.Auf der Rückbank eines grünen Oldtimers saß ein dressierter Braunbär, tutete in eine Vuvuzela und animierte mit erhobenen Pfoten die Passanten zum Klatschen.

11.57 Uhr: Der selbsternannte "Fußballgott" Zlatan Ibrahimovic traut den deutschen Weltmeistern den erneuten Titelgewinn zu. "Deutschland ist eine Maschine", sagte der Schwede bei einem Sponsorentermin in Moskau: "Wir wissen, dass sie es gut machen werden - sie machen es immer gut. Deutschland hat nicht den einen Star, das Team ist der Star. Deshalb sind sie so stark."

Die Mannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) trifft am Sonntag (17.00 Uhr/ZDF und Sky) zunächst auf Mexiko, dann auf Schweden, das allerdings in Russland gänzlich auf Ibrahimovic verzichtet, und Südkorea. Sein Heimatland solle die WM einfach genießen, sagte der 36-Jährige: "Ich glaube, sie haben weniger Druck, weil ich nicht dabei bin - wäre ich dabei, würde erwartet werden, dass wir alles gewinnen."

Zlatan Ibrahimovic glaubt an die Deutschen.

Wettanbieter erwarten DFB-Sieg gegen Mexiko

11.52 Uhr: Das DFB-Team geht laut Sportwettenanbieter bwin mit Sieg-Quote 1,50 als klarer Favorit in das Spiel am Sonntag (17. Juni, 16.00 Uhr Ortszeit/17.00 Uhr MESZ). bwin zahl im Fall eines Mexiko-Triumphs das 7,00-Fache des Einsatzes zurück.

Dennoch: Dass sich Deutschland als Gruppenerster und Mexiko als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifizieren, ist für bwin mit Quote 2,70 am wahrscheinlichsten. Wird Südkorea Gruppenerster und das DFB-Team qualifiziert sich als Zweiter, wird das 34,00-Fache des Einsatzes zurückgezahlt.

Im DFB-internen Duell um den Titel des "besten deutschen Torschützen" erwartet bwin Debütant Timo Werner mit Quote 3,00 knapp vor Thomas Müller. Erzielt der WM-Torschützenkönig von 2010 die meisten Tore, zahlt bwin das 4,00-Fache des Einsatzes zurück. Marco Reus wird beim ersten WM-Turnier seiner Karriere mit Quote 8,00 vor Mario Gomez (Quote 9,00) notiert. Ungewöhnlich, aber möglich: Im Fall, dass ein Torhüter die meisten Treffer für den DFB erzielt, ist das 501,00-Fache fällig.

Top-Favorit auf das erste Tor der Partie am Sonntag ist Timo Werner (Quote 4,75) knapp vor Thomas Müller und Mario Gomez (beide 5,00). Erzielt der Ex-Leverkusener Javier "Chicharito" Hernandez den ersten Treffer, zahlt bwin das 11,00-Fache des Einsatzes zurück.

11.46 Uhr: Tennisstar Roger Federer bereitet sich in diesen Tagen nicht nur auf seinen Saisonhöhepunkt in Wimbledon vor, der Schweizer wird auch ganz viel vor dem Fernseher sitzen. Denn als großer Fußball-Fan verfolgt die Nummer zwei der Tennis-Welt auch die Weltmeisterschaft in Russland. „Ich freue mich riesig auf die WM. Mittlerweile ist die Schweiz so gut, dass jedes zweite Jahr eine WM oder EM mit der Nati stattfindet“, sagte Federer der Schweizer Tageszeitung Blick (Freitag). Derzeit spielt der Schweizer beim Rasenturnier in Stuttgart.

Den Titel traut Federer der Nati aber nicht zu. „Meine Favoriten sind Brasilien, Spanien und Deutschland“, sagte der 36-Jährige. Dass die Schweiz gleich zum Auftakt am Sonntag gegen Brasilien spielen muss, könne laut Federer ein Nachteil für seine Landsleute sein. „In dieser Gruppe kann alles passieren. Aber an der EM und WM finde ich die Gruppenspiele immer sehr brutal“, sagte Federer. „Wenn du nicht gut startest, bist du sofort unter Druck. Deshalb braucht man im ersten Spiel ein gutes Resultat, um danach im zweiten Spiel befreit aufspielen zu können!“

11.38 Uhr: Der neue Trainer von Paris St. Germain, Thomas Tuchel, hat den Trainingsauftakt des französischen Fußballmeisters um zwei Tage nach hinten auf den 4. Juli verschoben. Einen offiziellen Grund nannte der Verein nicht, doch steht zu vermuten, dass Tuchel möglichst viele seiner ihm völlig neuen Spieler begrüßen will. Da die Nationalspieler nach der WM in Russland Urlaub haben, hat Tuchel bereits zehn Spieler vom Nachwuchszentrum angefordert, um einen vernünftigen Trainingsbetrieb gestalten zu können.

Keine Entspannung gibt es bei PSG im Bereich der Kaderplanung. Zwar hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) von einer Bestrafung wegen Verstoßes gegen das Financial Fair Play (FFP) abgesehen, doch muss Paris bis zum 30. Juni Spieler im Wert von 40 bis 60 Millionen Euro verkaufen. Zur Disposition steht auch der deutsche Nationaltorhüter Kevin Trapp, dessen Wert mit zehn Millionen Euro angesetzt wird.

Das erste Testspiel ist für den 21. Juli in Klagenfurt gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München terminiert. Tuchel überlegt noch, vorher ein weiteres Testspiel gegen einen Aufwärmgegner abzuschließen. Am 24. Juli bricht die Mannschaft nach Singapur auf. Am 4. August wird im chinesischen Shenzhen das französische Supercup-Finale gegen AS Monaco ausgetragen.

Matthäus würde Özil und Boateng auf die Bank setzen

11.31 Uhr: Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat bei Bild seine Startelf für das deutsche WM-Auftaktmatch gegen Mexiko präsentiert - und er überrascht mit einigen Entscheidungen. So würde der Sky-Experte sechs der sieben Nominierten vom FC Bayern spielen lassen, sogar Sebastian Rudy. Auch Niklas Süle würde bei Matthäus von Beginn an spielen - als Ersatz für Jerome Boateng. „Boateng wirkte mir zuletzt noch nicht spritzig und fit genug, das kann gegen die schnellen Mexikaner zur Gefahr werden“, so Matthäus.

Seine Entscheidung für Rudy - in Matthäus‘ 4-3-2-1-System als zusätzlicher Sechser hinter Toni Kroos und Sami Khedira - erklärt er so: „Rudy ist vielleicht ein unauffälliger Spieler, kann vor der Abwehr als Sechser aber enorm wichtig sein. Er sorgt für eine Struktur und Kompaktheit. Speziell im ersten Turnierspiel ist es wichtig, vorsichtig zu agieren und zunächst kein Gegentor zu bekommen.“

Und Mesut Özil? Bei Löw ist der Spielmacher gesetzt, bei Matthäus nicht: „Özil war zuletzt angeschlagen, zudem wird ihn die ganze Aufregung um sein Foto mit Erdogan Konzentration kosten.“

Der gebürtige Franke sagt außerdem: „Ich traue Jogi Löw im Auftaktmatch eine taktische Überraschung zu.“

Matthäus‘ Aufstellung: Neuer - Kimmich, Süle, Hummels, Hector - Rudy - Kroos, Khedira - Reus, Müller - Werner

Lothar Matthäus würde Özil und Boateng auf der Bank schmoren lassen.

11:30 Uhr: Das WM-Spiel zwischen Marokko und dem Iran am Freitag in St. Petersburg (17.00/ARD) steht unter starker deutscher Beobachtung. Die Unparteiischen Felix Zwayer (Berlin), Bastian Dankert (Rostock) und Mark Borsch (Mönchengladbach) kommen bei der Partie als Video-Assistenten zum Einsatz. Die Begegnung wird vom Türken Cüneyt Cakir geleitet. Felix Brych (München) und sein Assistent Stefan Lupp (Zossen) warten weiter auf ihren ersten WM-Einsatz.

Alle früheren News können Sie in unserem WM-Ticker vom Donnerstag und Freitagfrüh nachlesen

WM 2018: Das geschah am Donnerstag in Russland

Mit einem Tor-Spektakel ist am Donnerstag die WM 2018 in Moskau gestartet. Direkt im Anschluss an die Eröffnungsfeier, bei der Robbie Williams mit einer obszönen Geste für Aufregung gesorgt hatte, empfing Gastgeber Russland die Mannschaft aus Saudi-Arabien. Und der Gastgeber zeigte gleich im ersten Spiel, was er seinen Fans bieten möchte: eine Top-Leistung - oder zumindest ein gutes Ergebnis. Vor den Augen von Präsident Wladimir Putin feierte Russland mit einem 5:0 über die Saudis einen Traumstart. Auf tz.de* können Sie nachlesen, welche Partien am Freitag den 15.6 anstehen.

Keinen Traumstart bei der WM erlebte unterdessen Palina Rojinski. Die Moderatorin soll den Zuschauern als Russland-Expertin Land und Leute näher bringen. Doch ihr erster Beitrag wurde von den Usern im Netz zerrissen

Fußball-WM 2018 in Russland: Spielstand , Stadien und Themenseite

Fußball-WM 2018 in Russland: Spielplan, Stadien und Themenseite Sie wollen eine Übersicht über alle Ergebnisse und Gruppenkonstellationen während der WM 2018 in Russland? In unserem Übersichtsartikel finden Sie alle Informationen zu Spielplan, Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte. Der Spielplan steht dort auch zum Download zur Verfügung. Außerdem haben wir für Sie alle wichtigen Infos über die Stadien der WM 2018 zusammengestellt. Und: Wir bieten Ihnen den Überblick über alle Sendetermine während der WM und sagen Ihnen, wo welche Partie übertragen wird. Welche Spieler in Russland für das DFB-Team im Einsatz ist, erfahren Sie hier. Alle aktuellen Nachrichten erfahren Sie außerdem auf unserer Themenseite zur Fußball-WM 2018 in Russland.

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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