Nach 3:2 gegen Belgien

Ihre Mannschaft fliegt raus – und die Japaner greifen zu Müllbeuteln

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Mit einem Hut der Japan Football Association (JFA) auf dem Kopf und der Nationalflagge um die Schultern: Nach der Niederlage gegen Belgien räumten viele Japaner das Rostow-Stadtion in Russland auf. 

Das war‘s: Japan ist raus. Doch die asiatischen Fußballfans haben nicht gleich trauernd den Heimweg angetreten, sondern erstmal das Stadion in Russland aufgeräumt. 

Rostow am Don/Tokio – Die Samurai Blue haben am Montagabend gegen Belgien verloren – mit einem 3:2 (0:0). Nacer Chadli hatte für Belgien in der 90.+4 Minuten das entscheidende Tor geschossen. Dabei lagen die Japaner zwischenzeitlich mit zwei Treffern in Führung. 

Nun ist Belgien im Viertelfinale und spielt am Freitag (6. Juli) gegen Brasilien. Die japanische Nationalelf hingegen ist raus und muss nach Hause fahren. Ein Schock für viele Fans, besonders nach diesem spannenden Spiel. Auch Weltmeister Lukas Podolski (33), der seit 2017 für Vissel Kobe in der japanischen J-League spielt, meldete sich via Twitter zu Wort. 

Sollte beim Spiel Brasilien gegen Belgien, der japanische Gegenspieler Belgien gewinnen, muss er gegen den Sieger der Partie Frankreich gegen Uruguay ran.Die Kollegen von tz.de* erklären auch, wie und wo Sie die Spiele sehen können.

Trotz Niederlage: Japaner räumen Rostow-Stadion in Russland auf

Am Dienstag (3. Juli) sprach der frühere Bundesliga-Profi die Japaner direkt an: „Ihr solltet stolz sein auf die wundervolle Leistung der japanischen Delegation beim World Cup. Sie haben die Qualität Japans gezeigt. Es war eine wunderbare Leidenschaft und Energie.“ Neben Stolz haben die Japaner aber vor allem eins bewiesen: Anstand.

Im voll Fan-Outfit: Nach der Niederlage gegen Belgien räumten viele Japaner das Rostow-Stadtion in Russland auf. 

Denn noch am Abend griffen die asiatischen Fußball-Fans zu Müllbeuteln. In Russland war es gegen 19 Uhr als das Spiel zu Ende ging. Doch statt trauernd den Heimweg anzutreten, fingen die Japaner an, das Stadion in Rostow am Don (Russland) aufzuräumen – im japanischen Fan-Outfit oder mit Nationalflagge und Hut. 

Mit einem Hut der Japan Football Association (JFA) auf dem Kopf und der Nationalflagge um die Schultern: Nach der Niederlage gegen Belgien räumten viele Japaner das Rostow-Stadtion in Russland auf. 

Jugendliche in Japan räumen Straßen im Fan-Outfit auf

Und auch in der Heimat haben die Japaner für Ordnung gesorgt: Trotz Trikot, Fanschal und Sportoutfit waren diese drei jungen Männer mit Müllsäcken auf den Straßen unterwegs, um selbst die kleinsten Schnipsel aufzusammeln.

Trotz Niederlage: Auch in Tokio (Japan) räumten viele Menschen die Straßen nach der WM-Achtelfinale auf. 

Es ist nicht das erste Mal während der WM, dass Fans das Stadion so verlassen, wie sie es gerne vorfinden würden. Auch die Senegalesen räumten nach dem Spiel gegen Polen am 19. Juni das Spartak-Stadion in Moskau auf. Allerdings hatte deren Mannschaft auch gewonnen.

Lisa Fraszewski

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