Vorfälle beim WM-Qualispiel in Tschechien

Nazi-Ausfälle von DFB-Fans - FIFA spricht Strafe aus

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Hatten sich deutlich von den Unruhestiftern auf den Rängen distanziert: Bundestrainer Joachim Löw (l.) und DFB-Manager Oliver Bierhoff können sich voll auf die WM-Quali konzentrieren.

Die FIFA hat auf die deutschen Störenfriede während des WM-Qualispiels zwischen Tschechien und der DFB-Auswahl reagiert. Die Strafe fällt verhältnismäßig moderat aus.

Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA hat die rechtsradikalen Ausfälle deutscher Fans beim WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Tschechien moderat sanktioniert. Wie die FIFA am Montag mitteilte, muss der Deutsche Fußball-Bund eine Geldstrafe von 32.000 Franken (rund 28.000 Euro) bezahlen. Außerdem wurde der DFB verwarnt. Die FIFA hätte auch einen Fan-Ausschluss bei einem der nächsten Spiele verhängen können.

Das unrühmliche Auftreten deutscher Stadionbesucher am 1. September in Prag hatte für große Betroffenheit, Empörung und Entsetzen gesorgt. Die vermeintlichen Fans hatten unter anderem eine Schweigeminute für zwei gestorbene tschechische Fußballfunktionäre gestört, Pyrotechnik gezündet und „Sieg“-Rufe nach dem Treffer zum 2:1 mit „Heil“-Rufen beantwortet.

DFB distanziert sich öffentlich von Rechtsextremismus

Der DFB hatte sich nach den Vorfällen in Prag in aller Deutlichkeit von Rechtsextremismus distanziert und betont, dass vor der Partie alles getan worden sei, um solche Ausfälle zu verhindern. Zudem betonte der DFB, dass dieses Verhalten von Personen ausgegangen sei, die ihre Karten nicht über den DFB bezogen hätten.

Auch Nationaltrainer Joachim Löw hatte die Krawallmacher scharf verurteilt und ihr Verhalten als „zutiefst verachtenswert“ bezeichnet.

Der tschechische Fußball-Verband wurde ebenfalls für das Fehlverhalten seiner Zuschauer während der Partie von der FIFA verwarnt und mit einer Strafe von 5000 Schweizer Franken belegt. Tschechische Anhänger entzündeten auf der Tribüne Pyrotechnik, warfen Plastikbecher in den Stadioninnenraum und stürmten den Platz.

dpa

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