„Ganz schlechte Verlierer“

FCA-Präsident wettert gegen Hasenhüttl - Ermittlungen gegen Baier

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Klaus Hofmann.

Augsburgs Präsident Klaus Hofmann hat nach der obszönen Geste von Daniel Baier gegen Ralph Hasenhüttl den Spieß umgedreht und den Trainer von RB Leipzig kritisiert. Der DFB ermittelt gegen den Spieler, der sich inzwischen entschuldigt hat.

Augsburg - "Das sind ganz schlechte Verlierer. Ihr Auftritt ist an Arroganz nicht zu überbieten", sagte Hofmann nach dem 1:0 (1:0) des FCA gegen den Vizemeister der Bild-Zeitung und legte nach: "Hat sich Hasenhüttl für sein Auftreten entschuldigt?"

Baier hatte Hasenhüttl während der Partie mit einer obszönen Geste provoziert und beleidigt. Dem FCA-Profi droht eine nachträgliche Sperre. "Er hätte Rot sehen müssen. Schade, dass das der vierte Offizielle nicht gesehen hat. Entschuldigt hat er sich nicht", sagte Hasenhüttl.

Baier war sich nach seiner dummen Aktion offenbar keiner Schuld bewusst. "Wofür soll ich mich entschuldigen?", äußerte er bei Bild. Schon kurz nach Spielschluss hatte der 33-Jährige bei Sky abgewiegelt: "Mein Gott, es ist ein Fußballspiel. Da gehören Emotionen dazu. Ich habe da eine Geste gemacht, was soll ich dazu sagen." Nach dem Spiel sei so etwas "in der Regel vergessen, aber er wollte mir nicht die Hand geben".

Dem Augsburger Kapitän droht eine Sperre durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der DFB-Kontrollausschuss nahm am Mittwoch Ermittlungen gegen den 33 Jahre alten Profi auf.

Der Spieler stehe "unter Verdacht, sich eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form eines unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht zu haben", teilte der DFB mit. Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) habe auf Nachfrage erklärt, die Szene nicht gesehen zu haben. Baier wurde zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Inzwischen bat Baier im Internet um Entschuldigung für seine provozierende Handbewegung unterhalb der Gürtellinie. Er habe in der Nacht nach der Partie „kein Auge zugetan“, schrieb der 33-Jährige bei Instagram. Er sei „in einer Szene meiner Vorbildfunktion als Kapitän des FCA nicht gerecht geworden“, führte er weiter aus. „Aus der Emotion heraus habe ich mich zu einer Geste hinreißen lassen, von der ich selbst nicht weiß, wie ich dazu komme.“

Baier habe bereits am Vorabend versucht, sich in der Kabine von Leipzig zu entschuldigen und „das Missverständnis aus der Welt zu räumen“. Am Mittwoch habe er sich auch bei den eigenen Teamkollegen entschuldigt, „weil nun meine sinnlose Geste die tolle Leistung der Mannschaft in den Hintergrund rücken lässt“, wie er schrieb.

sid

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