Champions League

FC Bayern müht sich mit späten Toren ins Achtelfinale

Die Münchner Spieler feiern das 1:0 durch Robert Lewandowski. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Die Münchner Spieler feiern das 1:0 durch Robert Lewandowski. Foto: Sven Hoppe/dpa
Robert Lewandowski jubelt nach seinem Tor zum 1:0 gegen Piräus. Foto: Matthias Balk/dpa
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Robert Lewandowski jubelt nach seinem Tor zum 1:0 gegen Piräus. Foto: Matthias Balk/dpa
Thomas Müller (r) im Duell mit Ruben Semedo von Olympiakos Piräus. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Thomas Müller (r) im Duell mit Ruben Semedo von Olympiakos Piräus. Foto: Sven Hoppe/dpa
Münchens Interimstrainer Hansi Flick gestikuliert an der Seitenlinie. Foto: Matthias Balk/dpa
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Münchens Interimstrainer Hansi Flick gestikuliert an der Seitenlinie. Foto: Matthias Balk/dpa
Thomas Müller zeigt sich mit einer Spielsituation höchst unzufrieden. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Thomas Müller zeigt sich mit einer Spielsituation höchst unzufrieden. Foto: Sven Hoppe/dpa
Münchens Philippe Coutinho verbrachte fast das ganze Spiel gegen Piräus auf der Bank. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Münchens Philippe Coutinho verbrachte fast das ganze Spiel gegen Piräus auf der Bank. Foto: Sven Hoppe/dpa

Glanzvoll war es bei der Premiere von Hansi Flick auf der Bayern-Trainerbank noch nicht. Der Interimscoach wurde erst durch späte Tore erlöst. Das Achtelfinale ist damit gesichert, beim Klassiker gegen Dortmund bedarf es einer Steigerung.

München (dpa) - Hansi Flick klatschte kurz in die Hände, aber große Jubelstimmung vermochte beim Aushilfs-Chef des FC Bayern München nicht aufkommen. Seinen ersten Auftrag hat der frühere Assistent von Joachim Löw mit dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League aber erfüllt.

Dank Torgarant Robert Lewandowski und Joker Ivan Perisic mühte sich ein taktisch und personell neu ausgerichteter deutscher Meister im Premierenspiel von Flick zu einem 2:0 (0:0) gegen Olympiakos Piräus.

"Wir hatten 27 Torschüsse. Ich war mit der Mannschaft zufrieden. Wir haben den Gegner immer wieder unter Druck gesetzt und waren dominant. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit mit den zwei Toren belohnt", sagte Flick beim TV-Sender Sky und wollte sich mit seiner eigenen Situation nicht weiter beschäftigen: "Es interessiert mich überhaupt nicht, was nach dem Samstag passiert. Ich genieße es aktuell, weil die Mannschaft hervorragend arbeitet."

Mit seinem 21. Pflichtspieltor der Saison erlöste Lewandowski in der 69. Minute im ersten Spiel nach Niko Kovac seinen neuen Chef, Perisic machte Sekunden nach seiner Einwechslung alles klar (88.). "Das war nicht das Höchste der Gefühle, aber jeder hat gesehen, dass wir da waren", ergänzte Thomas Müller.

Der Auftritt des deutschen Fußball-Serienmeisters vor 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena konnte Borussia Dortmund vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag aber keinen Schrecken einflößen. Flick übte seine neue Rolle am Spielfeldrand zurückhaltend aus. Die positivste Erkenntnis für ihn war, dass vier Tage nach dem 1:5 in Frankfurt gegen total harmlose Griechen hinten die Null stand.

"Wir haben eine gute Leistung gezeigt und unser Spiel durchgezogen. Wir haben uns die Griechen zurechtgelegt, sie mussten viel ackern. Es war ein gutes Spiel von uns", betonte Bayern-Kapitän Manuel Neuer und hob hervor, dass hinten endlich die Null stand: "Für unser Selbstbewusstsein in der Defensive ist das sehr wichtig."

Flick setzte bei seiner Premiere klare Zeichen: Drei personelle Umstellungen nahm der 54-Jährige im Vergleich zum finalen 1:5 unter Kovac in Frankfurt vor. Am markantesten war die Maßnahme, die unter Kovac gesetzten Künstler Philippe Coutinho und Thiago auf die Bank zu setzen. Im Abwehrzentrum ersetzte Javi Martínez den am kommenden Samstag im Liga-Topspiel gegen Borussia Dortmund gesperrten Jérôme Boateng. Dazu wurde Joshua Kimmich wie unter Löw im Nationalteam ins Mittelfeld vorgezogen.

Doch auch Flick vermochte nicht, die Bayern auf Knopfdruck zu alter Stärke zu führen. Über weite Strecken wirkte das Münchner Spiel gehemmt. Es fehlte an Schwung und Kreativität. Nach den vielen Gegentreffern in den letzten Wochen waren die Bayern, die wegen der Tode von Ex-Spieler Norbert Eder und des früheren Vizepräsidenten Rudolf Schels mit Trauerflor spielten, auf Fehlervermeidung ausgerichtet. Über ein einfaches Passspiel sollte die Sicherheit zurückkehren. Ungeachtet der hohen Ballbesitzquote mangelte es gegen die limitierten Griechen aber an Inspiration und Entschlossenheit, auch die Flanken blieben häufig zu unpräzise.

Allzu viele Tormöglichkeiten sprangen in der ersten Halbzeit nicht heraus. Kingsley Coman scheiterte nach einem tollen Tempo-Dribbling an Torhüter José Sá (34.), dazu traf Benjamin Pavard mit einem verunglückten Kopfball nach Ecke von Kimmich den Pfosten (45.). So blieben die Münchner erstmals seit September 2014 in einem Königsklassen-Gruppenspiel vor heimischem Publikum in der ersten Halbzeit ohne Torerfolg. Entsprechend ernüchtert schauten die Bayern-Bosse auf der Tribüne drein.

Dabei war Piräus alles andere als ein Gegner von internationalem Format. Die Griechen agierten aus einer kompakten Defensive heraus und hofften auf den ein oder anderen Konter - mit geringem Erfolg. So resultierte der einzige Torschuss im ersten Durchgang von Lazar Randelovic aus einem Fehler von David Alaba (16.).

Zur zweiten Halbzeit erhöhten die Münchner ein wenig das Tempo, was gleich zu einer Großchance durch Leon Goretzka führte, der allerdings aus kurzer Entfernung Torhüter Sá anköpfte (50.). Der Keeper erwies sich auch bei einem Schuss von Coman als sicherer Rückhalt (60.).

Kurz darauf war aber auch der starke Keeper geschlagen. Nach Flanke von Coman war Lewandowski zur Stelle. Wer sonst auch? Für den Polen war es bereits das 21. Tor im 16. Pflichtspiel in dieser Saison. Zugleich löste sich ein wenig die Verkrampfung. Coman (71.) und Alphonso Davies (74.) hatten in der Folge weitere Großchancen. Perisic sorgte schließlich für die Entscheidung.

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