Auslosung in Nyon

Halbfinal-Hammer: Bayern treffen auf Barcelona!

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Der FC Bayern trifft auf den FC BArcelona

München - Der FC Bayern München trifft im Halbfinale der Champions League auf den FC Barcelona. Damit erwischen die Münchner den vermeintlich schwersten der drei möglichen Gegner. 

Die Auslosung im schweizerischen Nyon hat für das Halbfinale der Champions League ein Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und dem FC  Barcelona ergeben. Damit kommt es zur Wiederholung der Halbfinal-Begegnung aus der Triple-Saison 2013.

Gegen den Ex-Club von Trainer Pep Guardiola muss der deutsche Rekordmeister am 5. oder 6. Mai zunächst auswärts antreten, das Rückspiel findet am 12. oder 13. Mai in München statt.

Im anderen Halbfinale hat Italiens Rekordmeister Juventus Turin zunächst Heimrecht gegen Titelverteidiger Real Madrid. Das Endspiel wird am 6. Juni im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Für Bayern-Coach Guardiola wird das Halbfinale eine ganz besondere Angelegenheit. 2009 und 2011 führte er den FC Barcelona zum Gewinn der Champions League. Die Mannschaft um den argentinischen Superstar Lionel Messi begeisterte dabei mit Offensivfußball, der auf dem Kurzpassspiel mit viel Ballbesitz basierte. 2013 war Barça, damals nicht mehr unter Guardiolas Regie, ohne Chance im Halbfinale gegen die Münchner, die auf dem Weg zum Triple 4:0 und 3:0 gewannen.

Mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage ist die Bilanz des deutschen Meisters gegen den FC Barcelona überaus positiv. Die Katalanen können in dieser Saison wie der FC Bayern noch Meister, Pokalsieger und Champions-League-Sieger werden.

Bayern-Gegner Barcelona im Porträt: Mès que un Club

Wir stellen ihnen den Halbfinalgegner des FC Bayern vor. Der FC Barcelona im Porträt! "Barca" wurde im Jahr 1899 vom Schweizer Hans Gamper gegründet und avancierte schnell zu einem der erfolgreichsten Vereine Spaniens. Der Club behauptet von sich, "Mès que un Club" (mehr als nur ein Fußballverein) zu sein, er steht auch für die erstrebte Unabhängkeit Kataloniens. © AFP
Allerdings stand Barca lange im Schatten von Real Madrid. Die "Königlichen" aus der Hauptstadt galten als der Lieblingsverein von Diktator Franco, und so spielten die wenig geliebten Katalanen während der Diktatur meist nur die zweite Geige. © picture-alliance/ dpa
"Barca" wurde im Jahr 1899 vom Schweizer Hans Gamper gegründet und avancierte schnell zu einem der erfolgreichsten Vereine Spaniens. Der Club behauptet von sich, "Mès que un Club" (mehr als nur ein Fußballverein) zu sein, er steht auch für die erstrebte Unabhängkeit Kataloniens. © picture alliance / dpa
Dennoch hat Barca eine stattliche Trophäensammlung beisammen: Die "Blaugrana" wurden 20 Mal spanischer Meister und holten 25 Mal den Pokal. Auf internationaler Ebene gewann Barcelona drei Mal die Champions League (1992, 2006 und 2009), vier Mal den Europapokal der Pokalsieger und drei Mal den Messepokal. © dpa
Der größte und wohl bekannteste Spieler der Vereinsgeschichte ist bis heute Johan Cruyff. Der Holländer spielte von 1973 bis 1978 bei Barca und arbeitete später auch als Trainer bei den Katalanen (1988 bis 1996). © AFP
Spielstätte des Clubs ist das 1957 errichtete Camp Nou, mit einem Fassungsvermögen von 98.787 Plätzen das größte Stadion Europas. Das Stadion soll in den kommenden Jahren modernisiert werden und dann über ein Fassungsvermögen von 105.000 Plätze verfügen. © AFP
Barcas Spielphilosophie gilt als eine der spektakulärsten im Weltfußball. Kein Wunder, dass deshalb im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Weltstars bei Barca spielten. Angefangen von Laszlo Kubala in den 50er Jahren... © dpa
... über Johan Cruyff in den 70er Jahren... © dpa
... Diego Maradona in den 80er Jahren... © dpa
... Rivaldo in den 90er Jahren... © dpa
... bis zu Ronaldinho... © dpa
... und Leo Messi im neuen Jahrhundert. © AFP
Jahrzehntelang lief der FC Barcelona in Trikots ohne Trikotwerbung auf. 2006 schloss der Club dann aber ein Abkommen mit dem Kinderhilfswerk "UNICEF" ab. Barca kassierte für diese Werbung allerdings kein Geld. © AFP
Eingefädelt hatt diesen Deal Barcas damaliger Präsident Joan Laporta, der von Sommer 2003 bis 2010 im Amt war und unter dessen Ägide zwei Mal die Champions League und vier Mal die spanische Meisterschaft gewonnen wurde. © picture alliance / dpa
Ab Juni 2010 leitete Sandro Rosell die Geschicke des Vereins. Er war der erste Barca-Präsident, der Trikot-Werbung genehmigte. © dpa
Rosell sorgte auch dafür, dass ab dem Jahr 2011 endgültig mit der Tradition gebrochen wurde, ohne Werbung aufzulaufen: Die Quatar Foundation zahlt den Katalanen pro Jahr 30 Millionen Euro. Da kann man schon mal mit alten Traditionen brechen ... © dpa
Pep Guardiola übernahm im Jahr 2008 das Traineramt von Frank Rijkaard. Er sammelte Titel wie andere Pilze - bis er im Sommer 2012 seinen Hut nahm. © dpa
Im Juni 2012 begann eine neue Ära: Tito Vilanova beerbte Guardiola auf dem Trainerstuhl. © dpa
Das Erbe von Guardiola wog aber schwer: Guardiola gewann in seiner ersten Saison gleich alle sechs möglichen Titel auf nationaler und internationaler Ebene. Insgesamt heimste Guardiola in vier Jahren 14 Titel ein. © dpa
Am 23. Juli 2013 gaben die Katalanen den Nachfolger des wegen seiner Krebs-Erkrankung zurückgetretenen Tito Vilanova bekannt. Gerardo Martino übernahm beim FC Barcelona. Allerdings konnte der Argentinier nicht an die erfolgreiche Pep-Guardiola-Ära anknüpfen und packt nach einer Sasion wieder seine Koffer. © dpa
Im Sommer 2013 verpflichtete Präsident Sandro Rosell für offiziell zunächst 57 Millionen Euro. Doch später stellte sich heraus, dass der Präsident nicht die Wahrheit gesagt hatte und der Spieler knapp über 80 Millionen kostete. Rosell stolperte über die Affäre Neymar und erklärte seinen Rücktritt. © dpa
Nachfolger wurde der bisherige Vize Josep Maria Bartomeu. © AFP
Seit dem 1. Juli 2014 ist Luis Enrique Cheftrainer beim FC Barcelona. Bisher läuft sein Engagement sehr erfolgreich, in der Liga steht Barca an der Spitze und auch in der Champions League zog man souverän ins Halbfinale ein. Dabei wurden Manchester City und Paris St. Germain aus dem Weg geräumt. © AFP
Das Prunkstück der aktuellen Mannschaft ist dabei die Offensivreihe um Lionel Messi. Der Argentinier streitet sich mit Cristiano Ronaldo im Moment um den Titel des wohl besten Fußballers der Welt. © AFP
Unterstützt wird er vom immer stärker werdenden Brasilianer Neymar. Der scheint sich nach einer Saison eingelebt zu haben und glänzt immer häufiger im Trikot der Katalanen. © AFP
Komplettiert wird das Trio von Luis Suarez. Der kam im vergangenen Sommer für viel Geld vom FC Liverpool und ist nach seiner abgesessenen Sperre wegen der Beiß-Attacke bei der WM aktuell in Top-Form. © AFP

mzl/dpa

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