Nach dem Aufstellungs-Ärger in Bremen

Ex-Sportvorstand Sammer verteidigt Müller - „Lebensleistung sehen“

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Thomas Müller wurde in Bremen nur eingewechselt.

Am Samstag gegen Bremen saß ein gefrusteter Thomas Müller nur auf der Bank. Anschließend machte der Bayern-Star seinem Ärger Luft. Matthias Sammer unterstreicht die Wichtigkeit der Identifikationsfigur. 

München - Der ehemalige Sportvorstand Matthias Sammer hat in der Aufstellungsdebatte beim FC Bayern München Weltmeister Thomas Müller verteidigt. „Man muss bei Thomas auch die Lebensleistung sehen. Er ist Weltmeister, Champions-League-Sieger, Deutscher Meister und Pokalsieger“, sagte Sammer bei Eurosport. Der WM-Torschützenkönig von 2010 saß beim 2:0 (0:0) der Münchner in der Fußball-Bundesliga am Samstag in Bremen lange auf der Bank und sagte im Anschluss: „Ich weiß nicht genau, welche Qualitäten der Trainer sehen will. Aber meine sind scheinbar nicht hundertprozentig gefragt.“

Matthias Sammer war vier Jahre lang Sportvorstand beim FC Bayern.

Anstelle des 27 Jahre alten Müller bildeten Arjen Robben, Thiago und Franck Ribéry die offensive Dreierreihe hinter Stoßspitze Robert Lewandowski. Sammer bezeichnete die Situation aktuell als den „Widerspruch, den man in einem Verein mit Identifikationsfiguren immer sehen muss“. Es gebe innerhalb einer Mannschaft „ganz, ganz wichtige stabile Faktoren, die dann, wenn sie Führungsspieler sind, nicht in Frage gestellt werden dürfen“. Dazu zählt bei den Bayern eigentlich auch Co-Kapitän Müller.

Trainer Carlo Ancelotti verteidigte seine Maßnahme in Bremen als „rein taktische Entscheidung“ und lobte Müller, der es nach seiner Einwechslung „richtig gut gemacht hat“. Aus seiner Zeit beim deutschen Rekordmeister weiß Sammer zu Aufstellung und Taktik zu berichten: „Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß haben sich nie in das Hoheitsgebiet des Trainers eingemischt.“

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dpa

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