Erste Runde im DFB-Pokal

Schalke müht sich weiter - Paderborn überrascht St. Pauli

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Knapp behauptet: Leon Goretzka (l.) und Schalke 04 siegen beim BFC Dynamo um Ugurtan Cepni.

Schalke 04 tut sich in der ersten Pokalrunde schwer, bezwingt den BFC Dynamo aber letztlich doch noch. Dagegen erlebt der FC St. Pauli eine böse Überraschung. Nürnberg siegt souverän.

München - Der neue Trainer Domenico Tedesco hat bei Fußball-Bundesligist Schalke 04 eine äußerst durchwachsene Pflichtspiel-Premiere erlebt, aber immerhin den Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde gefeiert. Der fünfmalige Cup-Gewinner setzte sich in Berlin beim tapfer kämpfenden Regionalligisten BFC Dynamo dank Doppeltorschütze Jewgeni Konopljanka mit 2:0 (0:0) durch. Der haushohe Favorit hatte im ersten Pflichtspiel unter dem 31-jährigen Tedesco phasenweise aber gehörige Probleme.

Der FC St. Pauli scheiterte unterdessen überraschend schon in der ersten Runde. Der Zweitligist verlor bei Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn nach einer mäßigen Vorstellung mit 1:2 (0:1). Der SCP setzte damit am 110. Geburtstag des Klubs seinen Höhenflug fort und blieb auch im fünften Pflichtspiel der Saison ungeschlagen. Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Nürnberg hat seinen starken Saisonstart derweil veredelt und steht nach einem 2:1 (2:0) bei Liga-Konkurrent MSV Duisburg in Runde zwei.

Konopljanka trifft zweimal spät

Fünf Tage vor dem Bundesligastart am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Vizemeister RB Leipzig erlöste Konopljanka vor 14.117 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Bezirk Prenzlauer Berg die Schalker in der 78. Minute. Der eingewechselte Confed-Cup-Sieger Leon Goretzka bereitete den Treffer vor. In der Nachspielzeit stellte Konopljanka den Endstand her.

Tedesco stand bei seiner Premiere von der ersten Minute an vor der Schalker Bank. Er dirigierte, ermutigte, beruhigte - und wirkte dabei äußerst engagiert. Erst am Samstag hatte der jüngste Coach in der Klubgeschichte von S04 Weltmeister Benedikt Höwedes als Kapitän abgesetzt und für viel Wirbel gesorgt. Immerhin war Höwedes, der am Montag nicht im Kader stand, seit 2011 im Amt. Der 29-Jährige, der sich im Sommer einer Hüft-OP unterzog, akzeptierte die Entscheidung jedoch.

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Schalke hat früh Chancen

In der Hauptstadt agierte Keeper Ralf Fährmann erstmals als Spielführer - und sah zumindest in der Anfangsphase die drückende Überlegenheit seines Teams. Allerdings fehlte es an der nötigen Präzision. Konopljanka (10.) und Guido Burgstaller (18.) vergaben die ersten guten Möglichkeiten.

Der zehnmalige DDR-Meister BFC versuchte sich angeführt vom starken Mittelfeldspieler Matthias Steinborn immer wieder vom Druck zu befreien. Trotz einiger individueller Fehler kam das Team von Coach René Rydlewicz gegen Ende der ersten Halbzeit mehrfach gefährlich in den Strafraum der Gäste, verpasste jedoch die mögliche Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber angriffslustig und hatten durch einen Kopfball von David Kamm Al-Azzawe (51.) ihre beste Tormöglichkeit, kurz darauf traf Nationalspieler Goretzka auf der Gegenseite nur die Latte (58.). Berlins Torhüter Bernhard Hendl lenkte den Ball vorher noch ab. Der Österreicher machten zwischen den Pfosten ein starkes Spiel, war bei den Gegentoren aber machtlos.

St. Pauli verkürzt erst in der Nachspielzeit

Massih Wassey (41.) sorgte mit einem Traumtor für die Führung vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Paderborn. Christopher Antwi-Adjej (79.) erhöhte für die Gastgeber, der Anschlusstreffer des eingewechselten Sami Allagui 2:1 (90.+1) kam für St. Pauli zu spät.

Vor 15.576 Zuschauern in Duisburg zeigten die Nürnberger die reifere Spielanlage und gingen durch Kopfbälle von Hanno Behrens (21.) und Georg Margreitter (41.) in Führung. Für den viermaligen Pokalfinalisten Duisburg reichte es nur noch zum Anschlusstor durch Kevin Wolze (90.+4, Foulelfmeter).

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sid

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