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Löw legt sich fest: Bayern-Star soll neue Rolle bekommen - einige Problemzonen bleiben

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Joshua Kimmich (r.) soll künftig im zentralen Mittelfeld agieren.

Das Happy-End gegen Peru rundet eine sehr schwierige Woche der Nationalelf positiv ab. Löw lobt den Ehrgeiz seiner Spieler.

Sinsheim - Joachim Löw gönnte sich nach dem ersten Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Absturz ein stilles Wasser. Das gewählte Getränk war angemessen am Ende einer Woche, die mit dem 2:1 (1:1)-Testspielerfolg gegen Peru erfreulich endete, aber keine Euphorie auslösen konnte. „Wir haben die Ziele schon erreicht“, bilanzierte der Bundestrainer am Sonntagabend. Beim 0:0 gegen Weltmeister Frankreich habe man gut verteidigt. Und in Sinsheim gefiel Löw die Moral seiner Spieler, das Stadion unbedingt als Sieger zu verlassen. „Der Ehrgeiz brennt, die WM auszumerzen. Eine Jetzt-erst-recht-Reaktion ist zu spüren“, sagte Löw zufrieden.

„Jeder Sieg, den wir uns erarbeiten, tut uns gut“, erklärte Julian Brandt. Der Leverkusener konnte Perus Führung durch Luis Advíncula (22. Minute) rasch ausgleichen. Matchwinner aber war Lokalmatador Nico Schulz, der ein wechselhaftes Debüt in der 85. Minute mit dem Siegtor abschloss. „Der Torwart kann ihn halten. Aber was soll ich sagen, ich freue mich mega“, sagte der 25 Jahre alte Hoffenheimer. Löw will den Linksverteidiger zur Belohnung wieder einladen.

Problemzonen auf Außen

Der Neuanfang erbrachte einige wertvolle Erkenntnisse. Das Team ist nach dem WM-Desaster wieder aufgestanden. Und Löw legt sich auf den ersten Positionen fest: Kimmich ist vorerst als Sechser gesetzt. Und seine Münchner Vereinskollegen Jérôme Boateng und Mats Hummels sind das Innenverteidigerduo für die „wichtigen Spiele“, wie Löw sagte. Auch Ilkay Gündogan hat sich nach der Erdogan-Affäre wieder in eine gute Position gespielt. „Ilkay hat in dieser Woche bei uns wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht“, bestätigte Löw.

Die beiden Außenverteidiger-Positionen bleiben Problemzonen. Dazu fehlt ein verlässlicher Knipser. Die Chancenverwertung gegen Peru war wieder ungenügend. „Natürlich haben wir keinen, der der Torjäger Nummer 1 ist und der jedes Spiel bombt“, bemerkte Brandt.

In vier Wochen kommt die Nationalmannschaft in Berlin wieder zusammen. Dann steht für Löw und die Spieler gleich die nächste Wochen der Wahrheit an. Es geht in zwei schweren Auswärtsspielen in Amsterdam gegen die Niederlande und in Paris gegen Frankreich um die Weichenstellung in der neuen Nations League. Die Franzosen besiegten am Sonntagabend Holland mit 2:1, führen die Tabelle der Gruppe 1 an. Löw blickt den zwei großen Prüfungen zuversichtlich entgegen: „Das sind Wettkämpfe auf hohem Niveau. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Weg nach vorne antreten will und dafür alles tut.“

dpa

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