Drohende UEFA-Sanktion

Mbappé-Deal: Darum hat sich PSG verzockt

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Teures Versprechen: PSG lässt sich die Dienste von Kylian Mbappé Einiges kosten.

PSG hat Shootingstar Kylian Mbappé zunächst als Leihspieler verpflichtet und so das Financial Fairplay (FFP) geschickt umschifft - dachte man bisher. Nun könnten UEFA-Statuten dem Scheich-Klub aber einen Strich durch die Rechnung machen.

Erst im kommenden Sommer greift eine Klausel, die den französischen Nationalspieler fest an den Hauptstadt-Klub bindet. Mbappés „jetziger“ Klub, die AS Monaco, darf sich dann über einen Geldsegen von 180 Millionen Euro freuen. In der laufenden Spielzeit firmiert der 18-Jährige im Pariser Kader als Leihgabe der Monegassen. Der Grund für das komplizierte Konstrukt: Bereits der Rekordtransfer (220 Millionen Euro) des brasilianischen Superstars Neymar hatte die Sonderermittler der UEFA auf den Plan gerufen. 

Die Sport Bild berichtet nun, dass sich der Hauptstadtklub mit dem zweitteuersten Transferdeal der Fußballgeschichte gewaltig verzockt haben könnte.

Jetzt grätscht die UEFA dazwischen

Das Financial Fairplay schreibt im Kern vor, dass Vereine nicht mehr Geld investieren dürfen, als durch Transfers, Eintrittskarten oder TV-Gelder eingenommen wird. In Paris ging man davon aus, dass der Mbappé-Deal aufgrund seines Leih-Konstrukts erst im nächsten Jahr abgerechnet werde. Doch nun grätscht die UEFA dazwischen. Laut Verbandsstatut wird die Leih- und Transfergebühr „bei einer Leihe mit der Verpflichtung zum endgültigen Transfer eines Spielers oder mit einer bedingten Option (...), ab Beginn der Leihe in die FFP-Berechnungen einbezogen.“

Eine der „bedingten Optionen“, die beim Mbappé-Deal eine Kaufpflicht nach sich zieht, ist der Klassenerhalt in der Ligue 1. Der dürfte dem Pariser Star-Ensemble auch in dieser Saison relativ souverän gelingen.

Ausschluss aus der Champions League denkbar

Im laufenden Geschäftsjahr könnten nach Transferausgaben von 418 Millionen Euro (Neymar und Mbappé eingerechnet) so einige Turbulenzen auf den Champions-League Gruppengegner von Bayern München zukommen. 

Die UEFA hat bereits angekündigt, dass ein möglicher Verstoß drastisch sanktioniert werden könnte. Selbst ein Ausschluss aus der Champions League scheint nicht undenkbar. „Wir haben keine Angst sie zu bestrafen. Niemand steht über dem Gesetz“, wurde UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zitiert. Auf die sportliche Leitung der Pariser dürfte viel Arbeit zukommen. Gewinnbringende Spielerverkäufe zur Winter-Transferperiode scheinen unausweichlich.

lks

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