Real Madrid will Berufung einlegen

Ronaldo nach Schiri-Schubser für fünf Spiele gesperrt

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Sperre nach Platzverweis: Cristiano Ronaldo (r.) wird für seinen Schubser gegen den Schiedsrichter bestraft.

Nach seiner Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter im spanischen Supercup kommt Cristiano Ronaldo verhältnismäßig glimpflich davon. Real Madrid will dennoch für noch mehr Milde kämpfen.

Madrid - Schwalbe, Schubser, Sperre: Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid ist nach seiner Schiedsrichter-Attacke beim 3:1 (0:0) im Supercup-Hinspiel gegen den FC Barcelona hart bestraft worden. Der Portugiese kassierte eine Sperre über fünf Spiele, weil er den Referee Ricardo de Burgos Bengoetxea geschubst hatte.

Artikel 96 des Regelwerks des spanischen Verbandes sieht für derlei Attacken eine Strafe von vier bis zwölf Spielen vor. Ronaldo bekam die mildeste Variante, dazu noch ein weiteres Spiel Sperre wegen der zweiten Gelben Karte. Der spanische Fußball-Verband RFEF nannte die Strafe ein "Zeichen der Missbilligung".

Sperre gilt schon für Rückspiel

Damit fehlt der Super-Star dem Champions-League-Sieger im Rückspiel des nationalen Supercups am Mittwoch zu Hause gegen die Katalanen (23.00 Uhr) sowie in den folgenden vier Pflichtspielen.

Die große Ronaldo-Show begann erst in der Schlussphase des Spiels. Der 32-Jährige, wegen Trainingsrückstandes erst in der 58. Minute eingewechselt, erzielte in der 80. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze die Führung zum 2:1. Zuvor hatte Lionel Messi (77.) per Elfmeter die Führung der Madrilenen durch ein Eigentor von Braca-Abwehrspieler Gerard Piqué (50.) ausgeglichen.

Nacktjubler und Schwalbe bedeuten Gelb-Rot

Nach seinem Führungstor ließ Ronaldo seiner Freude freien Lauf und riss sich beim Jubel das Trikot vom Körper. Der Schiedsrichter zeigte ihm Gelb. Zwei Minuten später drang der Europameister in den Strafraum ein und ging nach einem Zweikampf mit Barcas Samuel Umtiti zu Boden. Der Unparteiische entschied etwas übertrieben auf Schwalbe, zeigte erneut Gelb, und der Superstar musste vom Platz.

Verärgert gab der Real-Star dem Schiedsrichter einen Schubser in den Rücken und kassierte nun die deftige Strafe dafür. Der Unparteiische notierte den Vorfall im Spielbericht. Ronaldo darf nun erneut pausieren, nachdem er wegen seiner Teilnahme am Confed Cup erst mit Verspätung in die Saisonvorbereitung gestartet war und auch im Finale des europäischen Supercups vor einer Woche gegen Manchester United erst in der Schlussphase eingewechselt worden war.

Reals Trainer Zinedine Zidane wollte die Szene der Schiedsrichter-Attacke nicht überbewerten. "Ich kommentiere die Entscheidungen der Schiedsrichter generell nicht", meinte der frühere Weltfußballer und freute sich lieber über die gute Ausgangsposition für das Rückspiel, die Jung-Star Marco Asensio (90.) mit seinem Treffer zum 3:1 perfekt machte: "Das war ein wichtiger Schritt, doch die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Alles kann noch passieren."

sid

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