Mehr Gerechtigkeit

Bundestrainer Löw verteidigt Videobeweis

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Befürworter des Videobeweises: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Marijan Murat

Stuttgart (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw hat den umstrittenen Videobeweis als Beitrag zu mehr Gerechtigkeit im Fußball verteidigt.

"Es hat zwar an den ersten Spieltagen relativ schlecht funktioniert. Aber es ist gut, dass ein Schiedsrichter in wichtigen Situationen eine Hilfestellung hat", sagte er beim Jahreskongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Stuttgart. "Ich bin grundsätzlich ein Befürworter, weil es gerechter zugeht. Mancher Fehler kann spielentscheidend sein."

Bei den internationalen Stars sei er derzeit am meisten von Lionel Messi und Neymar beeindruckt, sagte Löw. "Messi ist ein unglaublich wertvoller Spieler. Und Neymar ist mental außergewöhnlich stark. Unfassbare 220 Millionen Euro Ablösesumme - das muss ein junger Spieler erst einmal verkraften. Aber er bringt bisher in Paris die gleiche Leistung wie in Barcelona", betonte der Bundestrainer.

Seine Rolle bei der Nationalmannschaft verglich Löw mit der eines Dirigenten. "Es ist wie bei einem Orchester mit den besten Musikern der Welt. Das Orchester braucht einen Dirigenten, der die Aufgaben verteilt und den Ablauf perfektioniert. Wenn jeder Musiker nur sein Ding spielt, wird es nicht perfekt", sagte der Coach. Technisch könne er Spielern wie Toni Kroos oder Mesut Özil kaum mehr etwas beibringen, es gehe daher um das "Automatisieren von Abläufen".

Joachim Löw beim DFB

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