11. Spieltag der Bundesliga

Nächster Nackenschlag: Köln verliert auch gegen Hoffenheim

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Wieder nichts zu holen: Timo Horn und der 1. FC Köln verlieren gegen 1899 Hoffenheim schon ihr neuntes Ligaspiel in dieser Saison.

Der 1. FC Köln bleibt in der Bundesliga weiterhin Punktelieferant. Das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim verlieren die „Geißböcke“ deutlich und stehen damit am Tabellenende.

Köln - Der 1. FC Köln ist nach seinem Aufschwung im Europapokal krachend auf dem harten Boden der Bundesliga-Realität gelandet. Das Tabellen-Schlusslicht unterlag am 11. Spieltag 1899 Hoffenheim verdient mit 0:3 (0:1), bleibt weiter ohne Sieg und verliert zusehends jeglichen Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze. Dennis Geiger (10.) und Sandro Wagner (56., Foulelfmeter/80.) trafen für die Gäste.

Bei den Kölnern verpuffte der Schwung aus dem 5:2-Spektakel gegen BATE Borissow in der Europa League unter der Woche schnell. Die Mannschaft von Trainer Peter Stöger hat nun schon sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsrang, den derzeit der SC Freiburg belegt. Die Hoffenheimer feierten indes ihren ersten Bundesliga-Sieg seit sechs Wochen und kletterten auf den fünften Rang.

Horn kritisch: „Deutlich zu wenig“

"Es ist sehr ernüchternd. Hoffenheim hat uns heute klar die Grenzen aufgezeigt. Natürlich haben wir die ein oder andere Chance gehabt, aber das war deutlich zu wenig", sagte FC-Torwart Timo Horn nach der Partie bei Sky und stellte zudem klar: "Am Trainer liegt es nicht."

Trotz des in der Bundesliga historisch schlechten Starts hatte Kölns Vizepräsident Toni Schumacher noch vor dem Spiel eine Trainer-Diskussion weiterhin ausgeschlossen: Die Mannschaft sei intakt, es gebe nicht die üblichen Anzeichen eines Krisenklubs, sagte er der Sonntags-FAZ: "Grüppchenbildung in der Mannschaft, schlechte Kommunikation, Resignation - das findet bei uns alles nicht statt."

Der Schlusspunkt: Sandro Wagner (l.) überwindet Kölns Keeper Timo Horn zum 3:0. für 1899 Hoffenheim.

Geiger kommt aus fünf Metern zum Abschluss

Köln begann vor 49.200 Zuschauern mit dem Selbstvertrauen aus der Europa League auch durchaus schwungvoll und verzeichnete durch Pawel Olkowski (4.) den ersten gefährlichen Torschuss - verlor aber wie so oft in dieser Saison urplötzlich die Ordnung und kassierte den frühen Rückstand durch Geiger, der fünf Meter vor Timo Horn frei abschließen durfte.

Nagelsmann hatte in seiner Aufstellung mit zwei Ex-Kölnern überrascht: Abwehrchef Kevin Vogt lief trotz seiner erst drei Tage zuvor in der Europa League (1:1 bei Basaksehir Istanbul) erlittenen Blessur auf, auch der zuletzt angeschlagene Stürmer Mark Uth war von Beginn an dabei.

Kölner finden nur selten Zugriff

Gegen ballsichere und spielstarke Gäste lief Stögers Mannschaft nun erneut einem Rückstand hinterher, war dabei engagiert aber wenig zwingend. Der FC versuchte, Hoffenheim früh unter Druck zu setzen, fand dabei aber nur selten Zugriff, und so hatten die Gäste durch Wagner (21.), Nadiem Amiri (24.) und Uth (32.) auch die nächsten Chancen.

Auf der anderen Seite setzte Yuya Osako einen Distanzschuss an den Pfosten (41.), viel mehr brachte Köln vor der Pause aber nicht zu Stande. Auch in der zweiten Hälfte begann Hoffenheim konzentriert und souverän, zunächst prüfte Uth (53.) Horn aus der Distanz, dann wurde er im Strafraum durch eine leichte Berührung Olkowskis zu Fall gebracht (54.). Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) entschied nach Video-Ansicht auf Elfmeter und Gelb für den Kölner, Wagner verwandelte sicher.

Das Spiel verflachte nun zusehends. Hoffenheim verwaltete gekonnt den Vorsprung, und Köln konnte weiterhin nur selten Torgefahr entwickeln. Die beste Chance vergab der eingewechselte Milos Jojic (75.), der frei vor Oliver Baumann scheiterte. Wenig später machte Wagner auf der anderen Seite alles klar.

sid

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