Blatter vermeidet klare Wahlkampf-Aussagen

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Joseph Blatter will sein Amt als FIFA-Präsident behalten. Foto: Ennio Leanza

Wien (dpa) - FIFA-Präsident Joseph Blatter hat bei seiner Rede vor dem UEFA-Kongress direkte Wahlkampfaussagen vermieden. In der traditionellen Begrüßungsansprache an die Delegierten forderte der Schweizer dafür mehrfach alle Fußball-Institutionen zur Einheit auf.

"Ich appelliere an Sie alle, zusammen mit der UEFA, mit Europa diese Einheit herzustellen", sagte Blatter in Wien. Im Gegensatz zu seinen drei Gegenkandidaten Luis Figo, Prinz Ali bin al-Hussein und Michael van Praag um das FIFA-Präsidentenamt verzichtete der Schweizer auf die Möglichkeit einer speziellen Wahlkampfrede am Ende der Veranstaltung.

Führende UEFA-Funktionäre wie Präsident Michel Platini oder das deutsche Exekutivmitglied Wolfgang Niersbach haben Blatter zum Rückzug von seinem Amt als FIFA-Chef bei der Wahl am 29. Mai aufgefordert. Dennoch vermied Blatter eine Konfrontation. "Europa ist wichtig, denn von Europa strahlt eine Kraft aus, die alle anderen Konföderationen ebenfalls stärkt", sagte Blatter.

In seiner Ansprache machte Blatter nochmals deutlich, dass ein Boykott der WM 2018 in Russland wegen des Ukraine-Konflikts für ihn nicht infrage komme. "Ein Boykott hat noch nie zu einer Lösung beigetragen", sagte Blatter.

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