Entscheidung gegen FCK erst in Verlängerung

Bayer tanzt weiter auf drei Hochzeiten

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Leverkusens Torwart Bernd Leno faustet den Ball weg. Die Bayer-Elf hatte gegen Zweitligist Kaiserlautern große Mühe und musste in die Verlängerung.

Leverkusen - Kunstschütze Hakan Calhanoglu und Stefan Kießling lassen Bayer Leverkusen weiter auf drei Hochzeiten tanzen. Gegen Kaiserlautern sah es im Pokalspiel lange nicht nach einem Erfolg der Leverkusener aus.

Der türkische Nationalspieler zirkelte in der Verlängerung des DFB-Pokal-Achtelfinals gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern einen Freistoß herrlich zum 1:0 ins Tor (102.), Kießling erzielte elf Minuten später den Endstand von 2:0 (0:0). Bayer zog damit zum 14. Mal in die Runde der letzten Acht ein.

Zugleich revanchierte sich Leverkusen für die peinliche Schlappe im Vorjahr. Die Roten Teufel hatten im vergangenen Cup-Wettbewerb Leverkusen in der BayArena im Viertelfinale mit 1:0 n.V. ausgeschaltet.

Knapp eine Woche nach der starken Vorstellung im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atletico Madrid (1: 0) war Bayer auch gegen Kaiserslautern zunächst tonangebend, aber vor dem Tor des Zweitliga-Dritten mangelte es an der nötigen Konsequenz und Durchschlagskraft. Der letzte Pass kam bei Bayer nur selten an, zudem liefen die Offensivkräfte von Trainer Roger Schmidt zu oft ins Abseits. So blieb es vor der Pause bei nur einer guten Möglichkeit für Bayer durch einen Kopfball von Kapitän Simon Rolfes (19.).

Vor 26.601 Zuschauern hatten die Gäste, die nach 20 Minuten immer besser ins Spiel fanden, aber die beste Chance im ersten Durchgang. Der frühere Leverkusener Alexander Ring scheiterte in der 31. Minute mit einem platzierten Kopfball am glänzend reagierenden Bayer-Torwart Bernd Leno.

Nach der Pause knüpften die Pfälzer an ihre gute Vorstellung an und stellten die von Beginn an nicht sattelfeste Abwehr des Favoriten ein ums andere Mal vor große Probleme, wenngleich die ganz großen Chancen ausblieben. Leverkusen mühte sich zwar nach Kräften, spielerisch lief aber beim Bundesliga-Vierten, der lediglich durch Calhanoglu (75.) Minute noch eine gute Gelegenheit im Hälfte zwei hatte, nicht viel zusammen.

In der Verlängerung war Bayer aber spielbestimmend. Nachdem zunächst Karim Bellarabi in der 97. Minute noch am Querbalken gescheitert war, ließ Calhanoglu fünf Minuten später

FCK-Schlussmann Marius Müller keine Chance. Der FCK warf alles nach vorn, Kießling nutzte ein Missverständnis zwischen Müller und Willi Orban. Unterm Strich war der Sieg am Ende der 120 Minuten verdient.

Beste Leverkusener waren der umtriebige Brandt, der für den gesperrten Heung-Min Son zum Zug kam, und Bellarabi. Beim 1. FCK wusste Jean Zimmer besonders zu gefallen.

SID

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