2. Bundesliga am Sonntag

Union liefert FCI heißen Kampf - St. Pauli in Not

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Enges Duell ohne Sieger: Union Berlin und Ingolstadt trennen sich 2:2.

München - Union Berlin bietet Tabellenführer Ingolstadt die Stirn, Aalen holt einen Punkt beim FSV Frankfurt, St. Pauli verliert in Heidenheim und muss mächtig um den Klassenerhalt zittern - die Sonntagsspiele im Überblick:

Union Berlin - FC Ingolstadt 2:2 (1:0)

Nach einer turbulenten Schlussphase hat Zweitliga-Tabellenführer FC Ingolstadt eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga verpasst, kann aber dennoch am kommenden Wochenende den Sprung in das Oberhaus perfekt machen. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl kam bei Union Berlin zu einem 2:2 (1:0) und liegt vier Spieltage vor Schluss sieben Punkte vor dem Tabellendritten Karlsruher SC.

Die Gastgeber, die nun acht Heimspiele in Serie ungeschlagen sind, bleiben weiter im Tabellenmittelfeld. Kapitän Marvin Matip hatte die Gäste früh in Führung gebracht. Björn Jopek (75., 79.) drehte mit einem Doppelpack das Spiel zwischenzeitlich, ehe Tobias Levels dann immerhin das Unentschieden sicherte (82.).

Vor 17.761 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei gelang dem FCI ein Start nach Maß. Einen schnell ausgeführten Freistoß verwandelte Matip freistehend vor Torhüter Daniel Haas, allerdings hatte die gesamte Union-Abwehr in dieser Situation nicht aufgepasst.

Erst nach knapp einer halben Stunde konnten die Berliner dem Druck des Favoriten etwas entgegensetzen. Christopher Quiring (28.) und Sebastian Polter (36.) hatten gute Möglichkeiten zum Ausgleich.

Nach der Pause setzten die Berliner weiter nach und drängten auf den Ausgleich, Ingolstadt verlegte sich zunehmend auf Konter. Kurz vor Schluss hatte Jopek dann seinen großen Auftritt. Innerhalb von vier Minuten traf er zunächst per Traumtor aus über 20 Metern, wenig später dann per Freistoß. Aber die Gäste kamen zurück: Levels köpfte einen Freistoß ins Tor.

FSV Frankfurt - VfR Aalen 1:1 (1:0)

Der VfR Aalen hat im Abstiegskampf einen wichtigen Punkt erkämpft. Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck kam beim FSV Frankfurt zu einem 1:1 (0:1) und blieb auch im siebten Spiel in Serie ungeschlagen. Das bisherige Schlusslicht rückte dadurch auf den Relegationsplatz vor.

Mohamed Amine Aoudia brachte den FSV vor 5133 Zuschauern in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) mit seinem zweiten Saisontor in Führung. Markus Steinhöfer glich in der 64. Minute aus. Die von Benno Möhlmann betreuten Hessen konnten ihre Negativserie von nun acht Spielen ohne Sieg nicht beenden, dürften mit dem Abstieg aber nichts mehr zu tun haben.

Der FSV war im Duell der zweitschwächsten Heim- gegen die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft in der ersten Hälfte aktiver als die Gäste und erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff auch verdient das 1:0. Aalen hatte nur eine nennenswerte Möglichkeit, Jürgen Gjasula verfehlte mit einem Freistoß aber knapp das Ziel (14.).

Aufregung hatte es nach gut einer halben Stunde gegeben, als der Aalener Andreas Hofmann einen Schuss von Vincenzo Grifo im Strafraum abblockte. Schiedsrichter Peter Sippel (München) entschied zunächst auf Handspiel, nahm dann aber nach Diskussionen mit seinen Assistenten die Entscheidung zurück.

Nach dem Wechsel war Aalen bemüht, fand zunächst aber kaum Mittel gegen den FSV. Steinhöfer nutzte mit einem überlegten Schuss aus 14 Metern aber die erste gute Möglichkeit zum Ausgleich.

FC Heidenheim - FC St. Pauli 2:1 (0:0)

Der FC St. Pauli hat einen schweren Dämpfer hinnehmen müssen. Die harmlosen Hamburger verloren ein zähes Spiel beim 1. FC Heidenheim mit 1:2 (0:0) und fielen auf den letzten Tabellenplatz zurück. Aufsteiger Heidenheim dagegen kann als Achter für ein weiteres Jahr im Unterhaus planen.

Robert Leipertz (62.) und Marc Schnatterer (82.) per Foulelfmeter erzielten die Tore nach drei Spielen ohne Sieg in dieser Saison für Heidenheim, das den Makel der schlechtesten Rückrundenmannschaft abstreifte. St. Pauli, das in der Nachspielzeit durch Christopher Nöthe (90.+3) noch zum Anschlusstreffer kam, scheiterte kläglich bei dem Versuch, die Plätze 16 bis 18 erstmals seit dem 10. Spieltag zu verlassen. Überdies verletzte sich Trainer Ewald Lienen an der rechten Hand, als er bei dem Versuch zu Fall kam, einen ins Seitenaus rollenden Ball zu stoppen.

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Voith-Arena war Lienen „erst einmal die defensive Stabilität wichtig“, wie er bei Sky vor dem Spiel sagte. Entgegen kam ihm dabei, dass Heidenheim offensiv zu durchsichtig agierte. Im eigenen Spiel nach vorne fehlte St. Pauli der Mut und die Durchschlagskraft. Das rächte sich, als Florian Niederlechner einen langen Ball vor der Torauslinie volley zu Leipertz verlängerte, der rechts am langen Pfosten nur noch einschieben musste. Leipertz holte dann in der Schlussphase auch den Elfmeter für die Gastgeber heraus, als er von Armando Cooper im Strafraum gefoult wurde.

sid

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