Fourcade krönt sich erneut - Doll feiert Podestplatz

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Benedikt Doll (r) läuft auf Rang zwei, vor dem Gesamtsieger Martin Fourcade, der den Wettbewerb als Vierter abschließt. Foto: Sergei Chirikov

Chanty-Mansijsk - Martin Fourcade bleibt der König der Biathleten. Als erster Skijäger sicherte sich der französische Ausnahmekönner zum vierten Mal nacheinander den Gesamtweltcup und krönte sich damit erneut zum Besten der Besten.

Grund zum Jubeln hatte im vorletzten Saisonrennen im sibirischen Chanty-Mansijsk aber auch Benedikt Doll. Zwei Tage nach Rang drei im Sprint musste sich der Schwarzwälder im Jagdrennen nur dem Kanadier Nathan Smith um 24 Sekunden geschlagen geben.

Fourcade reichte beim Weltcup-Finale in der Verfolgung Rang vier, um bereits vor dem Massenstart die Große Kristallkugel vor seinem einzigen Rivalen Anton Schipulin sicher zu haben. "Das ist wirklich sehr gut. Das ist eine tolle Auszeichnung für mich", sagte der 26 Jahre alte Superstar, der sich zudem die Disziplinwertung in der Verfolgung sicherte. Zuvor hatte er bereits die Kleine Kristallkugel als Sprint-Bester gewonnen.

Der vom Deutschen Matthias Ahrens gecoachte Smith setzte nach WM-Silber im Sprint mit seinem ersten Weltcupsieg das nächste Achtungszeichen. Aber auch Doll, der zu Saisonbeginn nicht mal zum Weltcupteam gehörte, untermauerte eindrucksvoll sein großes Potenzial. "Es hat sich im Saisonverlauf schon angedeutet, dass er gute Fortschritte auch im Schießen gemacht hat. Das hat er eindrucksvoll genutzt heute", lobte Bundestrainer Mark Kirchner in der ARD seinen Schützling. Er zollte auch Fourcade Respekt, schickte aber auch eine Kampfansage an den Franzosen: "Wir sind ihm ein Stück auf die Pelle gerückt, und unser Ziel ist es, ihn irgendwann zu knacken." Die nächste Chance bietet sich am Sonntag im Massenstart.

Das starke Teamergebnis rundeten Daniel Böhm als Fünfter und Arnd Peiffer auf Rang sechs ab. Verfolgungsweltmeister Erik Lesser musste sich diesmal mit Rang 25 begnügen. "Der Ski war Bombe, aber der Lesser nicht. Das Teamergebnis ist super, das verspricht einiges für den Massenstart", sagte Lesser. Johannes Kühn wurde 31.

In dem spannenden Rennen kämpften Doll und Peiffer bis zum Schluss um den Sieg. Doch Einser-Abiturient Doll leistete sich beim finalen Schießen einen Fehler, Peiffer gar zwei. Weil aber auch Fourcade und der Russe Schipulin patzten, sicherte Doll Rang zwei ab, den er mit einem strahlenden Lächeln und der Siegerfaust bejubelte.

Für Simon Schempp ist die Saison vorzeitig beendet. Wegen einer Erkältung verzichtete der Staffel-Weltmeister auf die Verfolgung und den Massenstart. Damit kann der dreimalige Saisonsieger in der Weltcup-Gesamtwertung nicht mehr unter die besten Drei kommen.

dpa

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