„Ferrari dürfte kaum eine Chance haben“

Rosberg: Vettel gegen Hamilton nur Außenseiter

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Bild aus alten Tagen: Rosberg, Hamilton und Vettel (v.l.).

München - Der zurückgetretene Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (32) glaubt nicht, dass der viermalige Champion Sebastian Vettel und Ferrari im WM-Kampf gegen Mercedes eine echte Chance haben.

"Ferrari hat über den Winter wirklich einen tollen Job gemacht, aber jetzt wird es ein Entwicklungsrennen. Da tue ich mich schwer zu glauben, dass Ferrari mithalten kann", sagte Rosberg, der von 2010 bis 2016 für die Silberpfeile gefahren war, der Sport Bild.

Nach dem souveränen Heimsieg von Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (England) Mitte Juli in Silverstone habe er bereits gedacht: "Das war's jetzt." Obwohl Ferrari mit einem Doppelsieg durch Vettel und Kimi Räikkönen (Finnland) Ende Juli in Ungarn noch einmal zurückschlagen konnte, erwartet Rosberg beim anstehenden Großen Preis von Belgien (27. August) sein altes Team deutlich vorne: "Spa müsste wieder voll eine Mercedes-Strecke sein. Da dürfte Ferrari kaum eine Chance haben."

Vettel führt Wertung an

Bei Vettels Wutausbruch beim Rempler gegen Hamilton in Baku war Rosberg nach eigener Aussage nur von dessen "Extremität" überrascht. "Man weiß es ja von Sebastian, dass er seine Emotionen nicht im Griff hat. Letztes Jahr hat er in Mexiko den Rennleiter über Funk beschimpft", sagte der gebürtige Wiesbadener.

Aber genau dieses Verhalten sei auch eine Stärke Vettels. "Diese dicke Haut, die Konsequenzen eines solchen Handelns zu tragen, das ist auch eine Stärke von Sebastian. Kurzfristig und in dem Moment mag das schwach wirken - über eine ganze Saison hinweg kann diese Abgebrühtheit den Unterschied machen", sagte Rosberg.

Nach elf von 20 Saisonrennen führt Vettel in der Fahrer-WM mit 202 Punkten vor Hamilton (188) und dem zweiten Mercedes-Piloten Valtteri Bottas (Finnland/169).

sid

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