Zukunft in der Königsklasse

Formel 1 will nach Afrika - Mammut-Kalender mit 30 Rennen droht

Die Formel 1 ist auf dem Vormarsch. In Zukunft sollen 30 Rennen pro Jahr möglich sein. Sogar ein Grand Prix in Afrika ist geplant.

Dschidda - Die Formel 1* ist am vergangenen Wochenende in Bahrain in die neue Saison gestartet. Nur eine Woche später geht es schon weiter mit dem Großen Preis von Saudi-Arabien. Keine Zeit für Mick Schumacher & Co. einmal durch zu schnaufen. Der Formel-1-Kalender umfasst in diesem Jahr 23 Rennen und ist damit so vollgepackt wie nie zuvor. In Zukunft könnten es 30 Grand Prix werden, kündigt Geschäftsführer Stefano Domenicali an. Sogar ein Rennen in Afrika ist geplant.

Formel 1
Aktueller Name: FIA Formula One World Championship
Erste Saison: 1950
Fahrzeugtyp: Monoposto
CEO: Stefano Domenicali

Formel 1: Großer Preis von Afrika hat „Potenzial“

Die Formel 1 könnte schon bald in Afrika an den Start gehen. „Neben Amerika und China gibt es meines Erachtens ein Potenzial, bald auch in Afrika vertreten zu sein“, sagte Formel-1-CEO Stefano Domenicali dem britischen TV-Sender Sky Sports F1. „Das Interesse dort ist groß. Das ist sicherlich ein weiterer Bereich, der bisher in der Geografie unseres Kalenders fehlt“, erklärte der frühere Ferrari-Teamchef.

Möglich scheint unter anderem eine Rückkehr des Kyalami Grand Prix Circuit, auf dem in Südafrika zuletzt bis 1993 in der Formel 1 gefahren wurde. Für einen zukünftigen Großen Preis von Afrika könnten womöglich andere Rennen weichen. „Es gibt einige Veranstalter, deren Verträge auslaufen. Gut möglich, dass einige der bestehenden Grands Prix nicht mehr lang Teil des Kalenders sein werden“, kündigte der Italiener an.

Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali stellt ein Rennen in Afrika in Aussicht.

Formel 1: 30 Rennen in einem Jahr nicht mehr ausgeschlossen

Künftig seien bis 2025 bis zu 24 WM-Läufe denkbar, die sogenannten Concorde-Verträge lassen aktuell maximal 24 Rennen pro Saison zu. Danach könnte die Zahl weiter steigen. „Ich würde sagen, es gibt Potenzial, bis 30 zu gehen“, sagte der Italiener Domenicali. Das sei „in Bezug auf das Interesse, das wir auf der ganzen Welt sehen“, realistisch, betonte der 56-Jährige. Als potenzieller neuer Rennort gilt auch Las Vegas in den USA.

„Es liegt an uns, zu versuchen, das richtige Gleichgewicht zu finden“, so Domenicali. Dabei gehe es auch darum, sowohl historische Austragungsorte in der Formel 1 zu behalten, als auch neuen Orten eine Perspektive zu geben. In Deutschland zählen die traditionsreichen Rennstrecken am Nürburgring und in Hockenheim seit Jahren nicht mehr zum Rennkalender. Nach der Absage des Russland-GP in Sotschi wurde eine Formel-1-Rückkehr nach Deutschland diskutiert.

Formel-1-Teams würden von mehr Rennen profitieren

Schon sehr bald solle eine Strategie für die Zukunft vorgestellt werden, so Domenicali. Die Nachfrage für die Ausrichtung eines Formel-1-Rennens ist in allen Ländern der Welt groß.

Um einen Grand Prix veranstalten zu dürfen, muss ein Promoter bis zu 50 Millionen US-Dollar in den Einnahmentopf der Formel 1 einzahlen. Die Summe wird zu rund zwei Dritteln als Preisgeld an die Teams ausgeschüttet.

Formel 1: Belastung für Fahrer und Teams schon jetzt am Anschlag

Mehr Rennen bedeuten mehr Einnahmen für den gesamten Formel-1-Zirkus. Dieser geht aber schon jetzt auf dem Zahnfleisch. Denn für viele um die Welt reisende Mitarbeiter, Mechaniker und Ingenieure ebenso wie Journalisten ist die Belastung selbst mit einem 23 Rennen umfassenden Kalender eine enorme Herausforderung. Noch dürften aber alle Beteiligten hochmotiviert sein. Zum Auftakt überraschte Ferrari mit einem Doppelsieg. (ck/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Steve Etherington/Imago

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